Hallo, meine Frau und ich planen unser Haus im Speckgürtel von Frankfurt zu verkaufen. Wir sind beruflich und selbständig schwer eingespannt gewesen die vergangenen Jahre und da ist einiges liegen geblieben was Renovierung betrifft. Wir stehen jetzt vor der Frage ob wir für ein paar tausend Euro die Hütte aufhübschen sollten. (Parkett abschleifen, Raufaser weißen, Fußbodenleisten anbringen wo vorher Schrank stand ect.) Oder alles so verwohnt lassen sollten. Das Hauptbadezimmer aus dem Baujahr 1983 muß vom Käufer sowieso komplett gemacht werden (Karamellfarben und Fließen braun verfugt, mir wird ganz schlecht vom Erwähnen).
Weiterhin steht die Frage im Raum ob wir einen Makler beauftragen sollten oder die ersten Monate, die wir bis zu unserem geplanten Umzug noch Zeit haben, es selbst versuchen sollten. Die Maklergebühren für unser Haus betragen hier in der Region mal schlappe 20.ooo €(netto). Ich denke das könnte für einen Interessenten schon mal ein Grund sein, schneller zuzuschlagen.
Neue Regeln, was die Bezahlung des Maklers angeht. Vielleicht findest Du was dar-
über im Netz. Es heißt, dass der Makler vom Verkäufer bezahlt wird. Was ja eigentlich logisch
ist/wäre.
Nicht in Hessen. In meinem Text meinte ich Frankfurt/Main. „Main“ hielt ich für nicht erwähnenswert, weil meines wissens Frankfurt/Oder keinen Speckgürtel hat. Nicht mal Speck sollen die da haben
woraus hast du jetzt entnommen, dass ich nicht auch dieser Meinung bin?
Es ging hier um die Rechtslage in D. Und da ist es so, dass bei Immobilienverkauf der Makler idR immer noch vom Käufer zu zahlen ist und der ist idR nicht der Besteller der Musik.
Ich bin schon davon ausgegangen, dass du auch dieser Meinung bist.
Allerdings
Nachfolgend eine Liste wie die Maklerprovision mittlerweile zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt wird.
Bundesland Wer zahlt in der Regel?
Baden-Württemberg 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Bayern 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Berlin 7,14 Prozent Käufer
Brandenburg 7,14 Prozent Käufer
Bremen 5,95 Prozent Käufer
Hamburg 6,25 Prozent Käufer
Hessen 5,95 Prozent Käufer
Mecklenburg-Vorpom 5,95 Prozent 2,38 / 3,57 %
Nordrhein-Westfalen 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Rheinland-Pfalz 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Saarland 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Sachsen 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Sachsen-Anhalt 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Schleswig-Holstein 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
Thüringen 7,14 Prozent Hälfte/Hälfte
und damit zahlt der Käufer in allen BL für eine Leistung, die jemand anderes in Auftrag gegeben hat. Ob das nun hälftig oder ganz ist, spielt da keine wirkliche Rolle. In dem geänderten Gesetz hätte meiner Meinung nach etwas anderes stehen müssen.
Dein Haus im Frankfurt wirst du auch so oder so los (also auch ohne Makler und auch ohne Renovierung). Makler sind sich dort auch nicht zu schade, genauso wenig wie in München, Bruchbuden zu einem weit überhöhten Preis zu verkaufen (und sie werden auch gekauft). Das kannst du auch selbst.
Gruß
VB
PS Wo im Speckgürtel befindet sich denn die Immobilie?
natürlich solltest du renovieren, das ist doch klar. Das investierte Geld kriegst du bei einem Verkauf locker wieder rein, vermutlich mehrfach.
Die Frage nach einem Makler sollte auch offensichtlich sein. Die 20.000 Euro Makler-Gebühr müssen ja irgendwo herkommen. Die schmälern erstmal das Budget des Käufers, bei Euch kommt also weniger an. Auch wenn der Käufer den Makler bezahlt wird er dessen Gebühren beim Kauf natürlich berücksichtigen.
auf keinen Fall solltest du anfangen, substanziell zu renovieren - das Geld bekommst du NICHT wieder herein.
Nach 32 Jahren wären neben dem Bad sicher auch die Heizung, die Elektroinstallation, … mal dran.
Du würdest auch beim Autoverkauf keinen neuen Motor einbauen lassen.
Du solltest aber einfach, preiswerte Sachen machen lassen oder selber erledigen, um einen gepflegteren Zustand zu erschaffen. Ich persönlich würde da beim Schleifen des Parketts schon die ersten Fragezeichen setzen.
Du weißt nie, was ein Interessent sich so wünscht. Vielleicht will der sowieso überall Laminat reinklicken (Oh Graus, aber: Weiß man’s?).