Hausverkauf und Verrentung des Ertrages?

Hallo *,

Vielleicht kennt sich jemand mit der folgenden Thematik aus? Ein Rentner im Freundeskreis (65 J.) hat sein Haus an für ~280k € einen Verwandten (~80 J.) verkauft und zahlt ihm nun 1100 € Miete. Soweit so gut, weil seine Liquidätsprobleme damit behoben sind. Der Verwandte hat ausserdem grosszügigerweise die Tocher des Rentners (=seine Nichte glaube ich) als Erbin des Hauses eingesetzt, sodass eigentlich jeder profitiert (mit Ausnahme der unterschiedlichen Erbschaftsteuerfreibeträge natürlich).

Das Problem ist nun wie dieses Geld angelegt werden soll. Alles ausser konservative Anlageformen kommen in diesem Lebensalter natürlich nicht in Frage. Da die Zinsen im Moment so niedrig sind, denkt er an eine Verrentung des grössten Teil des Betrages (mit ein paar Rücklagen für unerwartetes etc.), um davon die Miete zu bezahlen und von seiner normalen Rente zu leben. Mir kommt die Konstruktion dennoch etwas merkwürdig vor, vor allem in anbetracht der unterschiedlichen Lebenserwartung (klingt fürchterlich und ich hoffe natürlich, dass beide sehr lange leben, aber es ist natürlich Realität …) Wäre es unter diesen Umständen nicht besser, andere (konservative) Anlageformen zu wählen, auch wenn im Moment die Zinsen nicht besonders ergiebig sind? Die Entscheidung muss er natürlich alleine treffen, aber ich würde ihm doch gerne einige Alternativmodelle vorstellen. Bin für jeden Rat sehr dankbar!!

Vielen Dank im Voraus!
Ulli

Hallo Uli,
wenn Sie der Bekannte 280k in eine sofortbeginnende lebenslange klassische Rentenversicherung investieren würden, beträgt die lebenslange garantierte Rente ca. 1.100.- mtl. incl. Überschüsse sogar 1.380.-. Kosten bereits berücksichtig.
Für den Fall, dass der Versicherungsnehmer verstirbt, vereinbart man einfach, dass der ggf. nichtverbrauchte Einmalbeitrag an die Hinterbliebenen ausbezahlt wird.
Steuerliche Betrachtung (Abgeltungssteuer)habe ich hier außer Acht gelassen.
Konservativer geht´s nimmer.

Schöne Grüße
Esteban