Hausverpfuscht-Keiner mehr für zuständig

Hallo zusammen, ich bin völlig verzweifelt. Ich habe 1997 angefangen mit der Firma Klinge und Giese zu bauen. An diesem Objekt war auch die Nord/LB beteiligt. Die Baufirma hat in der Bodenplatte kein Eisen eingebracht und das Haus stand über dem Fundament 25 - 30 cm über. Die Bodenplatte bricht auseinander.Trotz Baustopp, Sachverständige und Kernbohrungen, konnte mir niemand helfen. Die Firma kam einfach nicht zum Sanieren. Der Obermacker von der Nord/LB war zweimal bei mir auf dem Bau und versprach mir zu helfen, indem er die Firma Klinge und Giese zu mir schickt. Es geschah nichts. Selbst von solch einem Mann muß man sich seine Zusagen schriftlich geben lassen. Die Firma hat nun Pleite gemacht und der Kerl von der Nord/LB wurde nach Berlin zur Volksbank „Hochgelobt“. Die Nord/LB hat für dieses Produkt (Haus) geworben. Ich finde keinen Anwalt bei uns in der Region, der es gegen die Bank aufnimmt. Ich habe 60.000,-- DM verloren. Der Insolvenzverwalter hat auch kein Geld, um mir zu helfen. Es sind ganze Siedlungen davon betroffen. Ich lebe mit meinen beiden Kindern heute noch nicht drin. Habe zum Teil die Sanierungsmaßnahmen selber in Auftrag gegeben. Ich habe momentan die Fliesenleger drin und hoffe, Weihnachten endlich zu hause zu sein. Hat jemand einen Tip für mich, wie ich die Nord/LB haftbar machen kann. Ein Anwalt sagte mir, Produktwerbung gleich Produkthaftung.
Viele Grüße

Iris

Aus meiner Sicht solltest Du, bevor Du etwas unternimmst Dir genau überlegen wie weit Du gehen willst (Prozeßkosten bei einem Streitwert von 60 TDM). Beim Urteil in der X-ten Instanz kommt meist ein Vergleich raus und jeder trägt seine Kosten. Um gegen die Bank vorzugehen sollten sich die Geschädigten Zusammenschließen um Kosten zu sparen (ein Musterprozeß).In dem Fall würde ich versuche über extreme Öffentlichkeit Druck zu erzeugen, den der Instanzenweg ist lang und teuer aber der Imageverlust geht schnell.
Hat den Vorteil der Kosten und des höheren Druckpotentials.
Nachtei, manchmal kann man still und leise eher was erreichen.
Unabhängig davon solltest Du nicht versäumen Deine Forderungen beim Konkursverwalter geltend zu machen und wenn es nur wegen der Steuer ist bzw. ist es abhängig von der Betriebsform(wer ist der Gläubiger)
bodo

Ich kann Dir nur raten, dem vor mir registrierten Antworter zu folgen. Alleine in die Wüste - nein, viel zu riskant.
Bildet eine sogenannte Interessengemeinschaft, engagiert einen potentiellen Rechtsanwald mit Fachgebiet Bau und lasst mal Euere
Lage ausloten. Wenn die Chancen positiv eingeschätzt werden,
dann aber voll rein. Die Rechtsprechung ist heute voll auf der Seite der Konsumenten / Verbraucher / Benachteiligten, vor allem
wenn kapitalkräftige Gegener dagegenstehen, vor allem bei Banken.
Ich bin Banker, 25 Jahre im Baufinanzierungs-/Kreditgeschäft
(Sanierung/ Abwicklung).

Die Welt ist voller Gefahren. Seid mutig, wenn die Situation
einigermassen positiv erscheint, voll ran.

Gruß Bracco

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