ich habe mich vor ca. 1,5 Jahren mit einer kleinen Hausverwaltung selbständig gemacht und es läuft alles gut: Ich verwalte zwei Studentenwohnheime mit insgesamt 57 Einheiten und alles funktioniert soweit. Leider sind die Eigentümer der Wohnanlage sehr knauserig und ich werde nicht sonderlich gut bezahlt (825,- Euro netto).
Nun haben die Eigentümer ein neues Grundstück gekauft und würden mich gerne als Hausverwalter dazugewinnen. Auf dem Grundstück (ca. 5000 m²) steht ein Aldi (ca. 900 qm Wohnfläche) mit einer Bäckerei drin (ca. 65 qm Wohnfläche). Um nun einen (für beide Seiten) guten Preis zu gewinnen, habe ich Hilfe bei der IHK und bei der Volksbank gesucht. Hier bekam ich die Info, dass man bei einer gewerblichen Einheit 3-4 % der Kaltmiete berechnen sollte.
Für den Aldi wären das ca. 255 Euro monatlich. Für die Bäckerei 28,50 Euro.
Mit diesen Summen ging ich zum Immobilieneigentümer, der überrascht wirkte und meinte, man hätte diese beiden Mieter eigentlich für den selben Preis wie einen Wohnungsmieter haben wollen. Also maximal 50,- Euro für beide. Ich solle doch mal auflisten, was der Aldi an Mehrarbeit verursacht im Gegensatz zu einer normalen Mietpartei. Daraufhin habe ich beim jetzigen Eigentümer (verwaltet den Aldi selbst) angerufen und gefragt, was an Arbeit monatlich anfällt. Man antwortete mir, dass es eher wenig sei. Mal ein Monat gar nichts. Es könne aber auch sein, dass mal was kaputt geht, dann schon mal ein paar Tage. Je nachdem. Eine Preisidee hatte man da auch nicht. Einzige Auskunft: „50 Euro sind mit Sicherheit zu wenig, 500 Euro mit Sicherheit zu viel“…
Nun zu meinen Fragen:
Hat jemand Erfahrungen mit gewerblichen Einheiten und könnte mir einen Tipp in Sachen Preisfindung geben?
Hat jemand gute Argumente für mehr als 50,- Euro?
Welche Mehrarbeit fällt bei einer gewerblichen Einheit an?
Verwaltet vielleicht sogar jemand einen Supermarkt und hat Erfahrungen?
Ich habe leider überhaupt keine Ahnung was ich hier veranschlagen soll…und brauche HILFE!!
Als Profiverwalter verwaltet man nicht nur die Einheiten sondern auch ein Vermögen. Man ist verantwortlich und haftbar für grosses Immobilienvermögen. Für 50,00 Euro im Monat kommt bei Aldi nicht einaml die Putzfrau.
Hallo, wenn die Eigentümer bzw. die jetzigen Verwalter nicht ganz blöde sind, dann werden die hausverwaltungskosten als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt. Das muss allerdings im MV so vereinbart sein oder werden. Unter 3% würde ich es sein lassen.
Tut mir leid,aber in Gewerbefragen habe keine Ahnung.Grüße
ich habe mich vor ca. 1,5 Jahren mit einer kleinen
Hausverwaltung selbständig gemacht und es läuft alles gut: Ich
verwalte zwei Studentenwohnheime mit insgesamt 57 Einheiten
und alles funktioniert soweit. Leider sind die Eigentümer der
Wohnanlage sehr knauserig und ich werde nicht sonderlich gut
bezahlt (825,- Euro netto).
Nun haben die Eigentümer ein neues Grundstück gekauft und
würden mich gerne als Hausverwalter dazugewinnen. Auf dem
Grundstück (ca. 5000 m²) steht ein Aldi (ca. 900 qm
Wohnfläche) mit einer Bäckerei drin (ca. 65 qm Wohnfläche). Um
nun einen (für beide Seiten) guten Preis zu gewinnen, habe ich
Hilfe bei der IHK und bei der Volksbank gesucht. Hier bekam
ich die Info, dass man bei einer gewerblichen Einheit 3-4 %
der Kaltmiete berechnen sollte.
Für den Aldi wären das ca. 255 Euro monatlich. Für die
Bäckerei 28,50 Euro.
Mit diesen Summen ging ich zum Immobilieneigentümer, der
überrascht wirkte und meinte, man hätte diese beiden Mieter
eigentlich für den selben Preis wie einen Wohnungsmieter haben
wollen. Also maximal 50,- Euro für beide. Ich solle doch mal
auflisten, was der Aldi an Mehrarbeit verursacht im Gegensatz
zu einer normalen Mietpartei. Daraufhin habe ich beim jetzigen
Eigentümer (verwaltet den Aldi selbst) angerufen und gefragt,
was an Arbeit monatlich anfällt. Man antwortete mir, dass es
eher wenig sei. Mal ein Monat gar nichts. Es könne aber auch
sein, dass mal was kaputt geht, dann schon mal ein paar Tage.
Je nachdem. Eine Preisidee hatte man da auch nicht. Einzige
Auskunft: „50 Euro sind mit Sicherheit zu wenig, 500 Euro mit
Sicherheit zu viel“…
Nun zu meinen Fragen:
Hat jemand Erfahrungen mit gewerblichen Einheiten und könnte
mir einen Tipp in Sachen Preisfindung geben?
Hat jemand gute Argumente für mehr als 50,- Euro?
Welche Mehrarbeit fällt bei einer gewerblichen Einheit an?
Verwaltet vielleicht sogar jemand einen Supermarkt und hat
Erfahrungen?
Ich habe leider überhaupt keine Ahnung was ich hier
veranschlagen soll…und brauche HILFE!!
die IHK hat da vermutlich etwas verwechselt. Eine Hausverwaltung ist etwas anderes als eine Mietverwaltung. Bei einer Mietverwaltung richtet sich der Preis gerne nach der Miete. Bei einer Hausverwaltung ist es üblich, alle Eigentümer relativ gleich zu behandeln, da sie im Wesentlichen auch die gleiche Arbeit machen. Sicherlich ist es möglich, dass bei einem alleinstehenden ALDI-Markt andere Probleme auftreten können, als bei einem Mehrfamilienhaus aber im Prinzip gleicht sich das irgendwie bestimmt wieder aus. Natürlich kalkulieren die großen Konzerne (ALDI) usw. messerscharf, sonst könnten die nicht solche Preise bei ihren Verkaufsprodukten machen aber ich würde schon auf dem Boden der Tatsachen bleiben und ein reelles Angebot von knapp über 50,-- Euro geben. Es ist ja ohnehin Sache der Eigentümer, wem sie die Verwaltung dann geben und da entscheidet dann immer auch Angebot und Preis und natürlich auch Qualität der Arbeit.
Also mein Rat: Die obigen Gedanken beachten und die 3 letzten Faktoren berücksichtigen, dann kommt auch ein reeller Preis zustande.
Es nützt nichts, einen hohen Preis zu verlangen und dann die Verwaltung wegen des überzogenen Betrages nicht zu bekommen.
Ich hoffe, ein wenig Licht in das Dunkel gebracht zu haben.
Alles Gute wünscht
Hubert
Hallo,
sorry, dass ich mich erst jetzt melde. War im Urlaub.
Zu gewerblichen Mietverträgen kann ich leider nichts sagen, da habe ich keine Erfahrung.
Gruss
Verena
Hallo zurück!
Habe wohl eine Verwaltung einer Stockwerkeigentümergemeinschaft in der Schweiz. Jedoch ein Haus mit 26 Wohnungen und 20 Eigentümern. Die Honorarfrage ist in einem Verwaltervertrag, der nunmehr über 13 Jahre läuft geregelt. Nebst meinem damaligen Grundhonorar - ohne Aufschlüsselung auf Anzahl Wohnungen und die dazugehörenden Nebenräume wie Hallenbad usw., Tiefgarage, Aussenparkplatz, grosser Umschwung - gibt es einfach den jährlichen Teuerungsausgleich gemäss Landesindex der Schweiz.
Bei den Risiken der gewerblichen Verwaltung wäre
50,00 € wirklich ein Spottpreis (für 2 Einheiten!?). Auf jeden Fall würde ich mich damit nicht abspeisen lassen. Da die Mietverträge mit Aldi nicht ohne sind - diese werden dem Vermieter von Aldi aufdiktiert - wäre ich da vorsichtig. Auf der Gegenseite (bei Aldi) sitzt dir auf jeden Fall ein professionelles Gebäudemanagement mit Juristen und Immobilienfachleuten als Mieter gegenüber - also aufpassen, sonst ziehen sie Dir die Hose aus und dann sitzt Du da mit Deinen 25,00 € monatl. - da kostet schon die Versicherung mehr, die Du für die Verwaltung abschließen solltest, wenn Dich Dein Eigentümer zur Rechenschaft nimmt, weil irgendwas schief läuft und Aldi knallhart irgendwelche Gelder oder sonstwas kürzt.
Sorry, habe ich wohl völlig übersehen; ich will dies nicht entschuldigen, aber wenigstens zur Erklärung, dass mein Sohn 10 Tage vorher schwer verunglückte und lange im Koma lag. Ich gehe davon aus, dass das Theme inzwischen erledigt ist und verbleibe mfg
HJR
Hallo, habe erst jetzt die Möglichkeit haben können, diese Frage aufzurufen. Mich interessiert das Ergebnis, bitte sei so nett und maile es mir Danke
D Ruchhöft