Teil 2:
Bei meinen Kindern half letztlich Folgendes:
Bei meinem Sohn wurde die Darmflora nach der antibiotischen Behandlung wieder mit gereinigten menschlichen Keimen besiedelt (auch Colibakterien waren dabei), die für ihn unverträglichen Nahrungsmittel wurden konsequent gemieden (mittlerweile wissen wir, dass er in gewissen Mengen Hühnerei und Milchprodukte gut durcherhitzt verträgt; für den Notfall hat er ein Asthmaspray und ein schnell wirkendes Antihistaminikum , z.B. Fenistil bei sich. Beides hat er schon einige Jahre lang nicht mehr gebraucht (er ist jetzt 16 und 1,77 m groß; das Calcium der Milchprodukte wurde in Tablettenform in Verbindung mit rohem Obst, Gemüse, Salat ersetzt, damit er die zum Einbau notwendigen Enzyme auch bekam!)
Bei meiner Tochter half das Nachtkerzenöl auch ganz gut, aber den Durchbruch brachte vermutlich bei beiden Kindern die Autohomologe Immuntherapie (AHIT), bei der speziell aufbereitete Antikörper aus dem Eigenurin der Kinder (bei älteren Kindern und Erwachsenen nimmt man das Blut) in Tropfenform in sich steigernder Dosis über einen langen Zeitraum (weit über 1 Jahr!) eingenommen wurden.Nach der angekündigten Erstverschlimmerung wurde es mit der Zeit besser bzw. die Neurodermitis war schließlich ganz verschwunden.
Ferner ist Milchsaures, z.B. Kanne Brottrunk sehr zu empfehlen, sowohl äußerlich als auch v.a. als Getränk. Schließlich sollte man Alkohol und Nikotin nat. meiden!
Mein Sohn, der noch bei mir lebt, ist wie gesagt schon längere Zeit symptom- und beschwerdefrei. Meine Tochter hat immer mal wieder juckende, neurodermitische Stellen, v.a. in den Armbeugen, seit sie weggezogen ist und es mit der gesunden Ernährung nicht mehr genau nimmt. Ein sehr wichtiger Faktor ist Stress, sowohl beruflich als auch in der Beziehung. Dieser kann Schübe regelrecht auslösen.
Auch das momentane Wetter ist ein wichtiger Auslöser, denn durch das vermehrte Schwitzen wird die empfindliche Haut gereizt. Ferner kann die Kleidung ebenfalls problematisch sein. Wolle und Kunstfaser wird ganz schlecht vertragen, (Bio)baumwolle (am besten kochfeste Wäsche!) dagegen recht gut. Dunkle Kleidung ist meist schadstoffbelasteter als helle.
Die kalte Dusche mag bei dir helfen, weil sie v.a. am Morgen körpereigenes Cortison freisetzt, was kurzfristig hilft.
Zum Schluss noch ein Tipp, der sich auf einen beeindruckenden TV-Bericht bezieht: es gibt seit einigen Monaten eine cortisonfreie Creme mit 50 % Avocadoöl und mit pulverförmigem B12 (die entscheidende Zutat gg. die Neurodermitis!) zu kaufen, die sehr gut helfen soll. Sie heißt Regividerm B12 bzw. seit Febr 2010 Mavena Salbe B12. Wir haben sie selbst noch nicht ausprobiert, weil die Beschwerden meiner Tochter nicht so gravierend waren. Aber wir werden es tun, sollte es nötig sein. Bislang hatten die großen Pharmafirmen es aus eigenen wirtschaftlichen Interessen zu verhindern gewusst, dass diese einfache und preisgünstige Creme auf den Markt kam. Kannst ja mal googeln.
Ich hoffe, ich konnte mit meiner Antwort Betroffenen helfen. Falls du Genaueres bzgl. gesunder Ernährung wissen willst, dann melde dich noch mal.
Alles Gute allen Betroffenen und liebe Grüße
Dahlia