Unser 1 1/2 Jahre alter Bernhardiner hat starke HD. Der Klinikarzt empfahl uns 2 Methoden: Operation bei der die Nervenhaut an den Hüftgelenken entfernt wird um Schmerzfreiheit zu erreichen oder Goldakupunktur im Ohr. Wer hat Erfahrungen mit dem Methoden und kann uns Ratschläge geben.
Hallo,
nach meiner Überzeugung bekommt man bei so einer schweren Rasse nur mit Hüftgelenksprothesen oder Osteotomie mit Beckenschwenkung wirklich gute Ergebnisse.
Ich würde den Hund auf jeden Fall nochmal in einer anderen Klinik (Uni-Klinik od. orthopädieorientierter Praxis) vorstellen.
Durch Myoektomie, Denervation u.Ä. kann die Befindlichkeit des Patienten oftmals verbessert werden - richtig gut auf längere Zeit wird es meist nicht.
Gruß
Johnny
Hallo,
schau Dir mal diese Seite an, ich finde Dr. Müller hat alles super gut darauf erklärt, er hat auch in den Dingen super Erfahrungen.
http://www.mueller-heinsberg.de/html/hd.html
Ich finde, auch die Pfannendachplastik sollte man erwähnen.
Erkundige Dich ausgiebig, man kann auch sehr viel mit Gewichtsreduktion und gezieltem Muskelaufbau machen. Je nach dem, wie schlimm die Hüfte betroffen ist.
Alles Gute
Margit
Hallo Jobrie!
Goldakkupunktur wird heute in der Humanmedizin schon nicht mehr durchgeführt, weil die Wirkung nicht befriedigend war.
Ein einfacher Ratschlag ist hier nicht möglich, weil die beste Therapie abhängig ist von der Schwere der Veränderung und den auftretenden Symptomen. Es gibt Hunde, die mit schwerer HD ohne Beschwerden laufen und andere, die mit geringgradigen Veränderungen schon schwerste Symptome zeigen.
Deshalb ist es am sinnvollsten, einen erfahrenen Knochenchirurgen aufzusuchen und nach seiner Meinung zu fragen! Sind die HD-Bilder in Narkose gemacht worden? Sonst sind sie nämlich gar nicht zu beurteilen!
Liebe Grüße
Archie
Hallo Freunde!
Erst mal Dank für die Antworten. Der Hund wurde in einer Tierklinik in Sottrum untersucht und in Narkose geröngt. Auf den Bildern war noch keine starke Veränderung der Hüftgelenke zu erkennen. Der Arzt schien mir sehr kompetent denn er sprach auch andere Methoden der Schmerztheraphie an die nicht in seiner Klinik angewendet werden. Unter anderem auch die Goldakkupunktur. Eine andere Art der Goldakupunktur wurde mir jetzt empfohlen die bei Pferden und neuerdings auch bei Hunden erfolgreich sein soll. Es werden Goldplätchen in die Nervenbahnen der Ohren eingebracht die eine dauerhafte Schmerzfreiheit erreichen sollen. Da diese Methode ohne Narkose durchgeführt werden kann und preislich nur bei 150€ liegt dachte ich meinem Hund dadurch Unannehmlichkeiten zu ersparen. Sollte es nicht hinhauen kann man ja immer noch an eine Andere OP denken. Zumal der Hund erst 1,5 Jahre alt ist und eine Denervation nur 3 bis 4 Jahre Schmerzfreiheit beinhaltet. Eure Meinung?
Hallo,
was heißt denn"noch keine starke Veränderung"?
Ist die Hüfte gut angelegt, aber vielleicht noch locker oder ist die Pfanne nicht genug ausgebildet, der Hüftkopf nicht rund ?
Oder haben sich noch keine Arthrosen gebildet ?
Wir können sowas nicht entscheiden, das kann nur ein kompetenter Tierarzt.
Was ich in letzter Zeit sehr oft höre, dass die Ärzte schnell mit einer OP sind. Ein Arzt wollte einem 10 Monate alten und somit noch nicht ausgewachsenen Neufi 2 neue Hüften einsetzen, jede Seite 2500 Euro. Bei sowas kann ich nur den Kopf schütteln, ich habe da schon einiges erlebt.
Einer meiner Welpenmamis wurde sogar in falsches Röntgenbild gezeigt, mit schrechlicher Hüfte, was sie als Laie sogar erkennen mußte. Auf meine Bitte hin, ließ sie den Hund neu röntgen,Ergebnis: eine A Hüfte ( das war allerdings im Ausland). Die hätten den Hund glatt aufgemacht um Geld zu kassieren.
Wär das mein Hund, würde ich zunächst gezielten Muskelaufbau machen.
Schwimmen wäre sehr gut, Sandwege ( Reitwege) leicht nach oben (Bergauf) laufen ( traben lassen), damit er Schub in der Hinterhand hat/bekommt.
Sicher kann Dir auch ein Physiotherapeut noch Tipps geben.
Des weiteren kann man auch Homöopatisch helfen.
Futterzusätze mit Gruenlippenmuschelextrakt helfen…
Hat er denn überhaupt schon Schmerzen ?
Die OP gegen Schmerzen kann man auch später noch machen.
Alles Gute
Margit
Hallo Margit!
Ich bin kein Fachmann und verlasse mich auf den Tierarzt. Laut Röntgenbild liegt die Kugel aus der Pfanne nach außen verschoben und scheuert gegen den Knochen der Pfanne. Da im Knochengewebe sich Nerven befinden leidet der Hund unter starken Schmerzen und versucht die Gelenke durch eine Schonhaltung zu entlasten. Wenn vom Knochen einige Millimeter abgeschabt werden, werden auch die Nervenenden entfernt und dem Hund der Schmerz genommen. So oder ähnlich, ich kann es nicht besser beschreiben. Der Arzt hat es jedenfalls als schwere HD beschrieben und dass der Hund schmerzen hat kann ich bestätigen sonst würde er nicht versuchen auf drei Beinen zu laufen. Joachim
Also ich hole mir bei solchen Dingen IMMER eine 2. Meinung.
Übrigens fällt mir noch ein… bei einer meiner Hündin, 65 kg wollte ein Arzt den Femurkopf resizieren, also quasi die Kugel oben abtrennen… der Hund läuft bis heute 8 Jahre alt ohne Probleme.
Bei so schwerem Hinken, muss natürlich was passieren.
Die Kniescheibe ist fest ? Bänder ok ?
Eigentlich ist auf 3 Beinen laufen bei HD ehr untypisch…
Alles Gute
Margit