HDD protected password identikation

Hallo leibe Experten,

ein Laptop (Dell) bringt gleich nach dem Anschalten eine Meldung, etwa so: „HDD enter protected password identikation“. Der Laptop steht bei einem Freund meines Vaters (der Mann ist ca. 74 Jahre alt). Internetzugang hat der Laptop nicht. Ich weiss nicht, ob man mit diesen wagen Angaben helfen kann, aber vielleicht habe ich ja Glück und einer von Euch kennt dieses Problem und weiss Rat.
Freue mich schon auf Eure Antwort.
Liebe Grüße,
Scheinchen

Wurde der Laptop gebraucht gekauft, zB bei Ebay?
Guckst du mal hier: http://www.experts-exchange.com/Storage/Q_21197847.html
Ist es nicht evtl. das BIOS-Password?
Harddisk-Passwörter sind zwar im ATA-Standard enthalten, aber sonst leider wenig bekannt aber dennoch sehr schwer zu entfernen/knacken.
Vielleicht kannst du den Verkäufer des Laptops kontaktieren. Vielfach sind solche Dinger aber leider auch einfach geklaut. Dann hilft dir nur noch etwas Glück, experimentieren mit einschlägiger Software oder eine neue Harddisk kaufen.

Viel Vergnügen.

ein Laptop (Dell) bringt gleich nach dem Anschalten eine
Meldung, etwa so: „HDD enter protected password identikation“.
Der Laptop steht bei einem Freund meines Vaters (der Mann ist
ca. 74 Jahre alt). Internetzugang hat der Laptop nicht. Ich
weiss nicht, ob man mit diesen wagen Angaben helfen kann, aber
vielleicht habe ich ja Glück und einer von Euch kennt dieses
Problem und weiss Rat.
Freue mich schon auf Eure Antwort.
Liebe Grüße,
Scheinchen

Moien

ein Laptop (Dell) bringt gleich nach dem Anschalten eine
Meldung, etwa so: „HDD enter protected password identikation“.

Das ist die Dell-Bezeichnung für das ATA-Passwort. Im Klartext: den Inhalt der Platte kann man vergessen und eine Neuinstallation steht an. Hoff mal auf Backups.

Die Details dazu: http://www.heise.de/ct/05/08/172/

cu

Hallo,
erst mal vielen Dank für die Antworten.
Der Laptop war gebraucht, lief aber über 2 Jahre tadellos.
Der alte Mann weiss auch nicht mehr so richtig, was er gemacht hat, bevor die Meldung kam. Man kommt nicht mal in den abgesicherten Modus. Alle Daten weg? Das wäre ja nicht so toll. Ein Backup existiert ganz sicher nicht. Aber woher kommt plötzlich diese Passwortnachfrage? Er hat vorher nie ein PW gebraucht. Kann die HDD kaputt sein?
Vielleicht habt Ihr mit diesen Infos weitere Ideen. Würde mich freuen. Vielen Dank,
Scheinchen

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Hallo Pumpkin,

Das ist die Dell-Bezeichnung für das ATA-Passwort. Im
Klartext: den Inhalt der Platte kann man vergessen und eine
Neuinstallation steht an. Hoff mal auf Backups.

ich erlaube mir, mich mit einer eigenen Frage einzuklinken, die zum Thema paßt.

Weißt Du, wie man eine solche Neuinstallation machen müßte?

Habe nämlich bei ebay einige HDs ersteigert und ein Teil davon ist paßwortgeschützt, wie ich merkte. Der Verkäufer schrieb auf meine Anfrage, es tue ihm sehr leid, aber er wisse die Paßwörter nicht.

Bei mir erscheint nach dem Start auf dem Display ein Schloß (es ist ein Thinkpad 765D) mit der Aufforderung zur Paßworteingabe. Jeder weitere Bootvorgang ist blockiert, auch von Diskette zu booten geht nicht, egal welche Bootreihenfolge eingestellt ist. Dadurch gibt es gar keine Möglichkeit, zu formatieren oder neu zu installieren. Ich vermute, dies ist wohl allgemein auch bei anderen Laptops so.

Ich möchte gar keinen Zugang zu den Daten, sondern nur die HDs benützen (die im übrigen für so einen alten Laptop schwer zu kriegen sind).

Die Details dazu: http://www.heise.de/ct/05/08/172/

Dieser Artikel weist - abgesehen von einer Erklärung des HD-Paßwort-Features und seiner Problematik - leider nur auf (teure) Datenrettungsdienste hin.

Im Internet habe ich bisher nichts Brauchbares gefunden und ich mag nicht glauben, daß in den zehn Jahren, seitdem es dieses Feature mit seinen Fallstricken gibt, findigen Köpfen nichts dazu eingefallen ist.

Grüße,

I.

Moien

Weißt Du, wie man eine solche Neuinstallation machen müßte?

Platte ausbauen und an ein System hängen dessen BIOS diese ATA-Erweiterung nicht kennt oder abschalten kann (Adapter für Notebook 3.5 gibt’s für 2 Euro bei conrad). Dann kan man sich ankucken in welchem Zustand die Platte ist, z.B. mit knoppix und hdparm.

Je nach Art der Blockierung kann man mit den „ATA Security Feature Set“ von hdparm noch was retten: http://gentoo-wiki.com/MAN_hdparm#lbAF . Nicht alle Platten fragen z.B. im gesperrten Zustand überhaupt nach einem Passwort.

Wenn es klappt ist danach die Platte blank, d.h. man kann sie wie eine fabrikneue Platte nutzen.

Im Internet habe ich bisher nichts Brauchbares gefunden und
ich mag nicht glauben, daß in den zehn Jahren, seitdem es
dieses Feature mit seinen Fallstricken gibt, findigen Köpfen
nichts dazu eingefallen ist.

Das Problem ist die Unzuverlässigkeit des Systems. Es ist keine echte Verschlüsselung, es funktioniert nicht mit allen BIOSen und es ist knackbar. Sinnvoll ist was anderes. Und in den teueren Firmennotebooks es gibt funktionierende Systeme die die Platte in Hardware mit AES verschlüsseln.

cu

Hallo Pumpkin,

danke für diese Informationen.

z.B. mit
knoppix und hdparm.

Habe kein Knoppix, aber habe hal91 gefunden (Mini-Distribution auf 1 Diskette), das auch hdparm hat. Müßte dann wohl auch gehen.

Je nach Art der Blockierung kann man mit den „ATA Security
Feature Set“ von hdparm noch was retten:
http://gentoo-wiki.com/MAN_hdparm#lbAF . Nicht alle Platten
fragen z.B. im gesperrten Zustand überhaupt nach einem
Passwort.

Mit hdparm --security-erase(-enhanced) PWD (ohne Angabe eines Paßwortes)?

Ich werds versuchen.

Grüße,

I.

Moien

Habe kein Knoppix, aber habe hal91 gefunden (Mini-Distribution
auf 1 Diskette), das auch hdparm hat. Müßte dann wohl auch
gehen.

Die Funktionen rund um die Sicherheitsfunktionen von ATA sind relativ neu, ich weiss nicht ob die aktuell genug ist. Einen Versuch kann man aber immer mal machen.

Je nach Art der Blockierung kann man mit den „ATA Security
Feature Set“ von hdparm noch was retten:
http://gentoo-wiki.com/MAN_hdparm#lbAF . Nicht alle Platten
fragen z.B. im gesperrten Zustand überhaupt nach einem
Passwort.

Mit hdparm --security-erase(-enhanced) PWD (ohne Angabe eines
Paßwortes)?

Mit Angabe eines beliebigen Passwort. Oder man versucht rauszufinden welches der Passwörter gesetzt ist. Dann kann man evtl. das andere noch setzen und zum löschen benutzen.

Wie sagt: die Funktionen wird sehr selten benutzt und die Implementierungen tun vieles sehr kreativ …

viel Glück.