Hebamme

Liebe/-r Experte/-in,
Liebe/-r Experte/-in,
wir sind Eltern zweier Kinder (Elias, 2 Jahre vier Monate
und Charlotte, sechs Monate alt).
Unsere Charlotte kam Anfang April (sie ist jetzt 26
Wochen alt) auf die Welt und hat in den ersten Monaten
sehr viel geschlafen.Seit ca sechs Wochen klappt dass mit
dem schlafen aber zunehmend schlechter bzw gar nicht
mehr.Obwohl sie todmüde ist, wacht sie in Ihrem Bettchen
bereits nach kurzer Zeit wieder auf.Tagsüber nach ca 20
Minuten, Nachts etwas zwei Stunden nach dem hinlegen.Sie
schreit dann für ihre Verhältnisse extrem
laut.Normalerweise motzt oder quengelt sie nur ganz
leicht, wenn sie Hunger hat, ihr langweilig ist oder sie
auf dem Arm will.In ihrem Bettchen aber schreit sie sehr
laut und anhaltend und ist nicht zu beruhigen.Sie hat
dann aber weder Hungern, noch will sie getröstet
werden.Es gibt eigentlich nichts, was man tun kann, sie
schreit bis zu zwei Stunden, zwei bis dreimal je
Nacht.Morgens um fünf schläft sie dann meist fest ein,
aber unser Großer kommt dann gegen sechs Uhr und die
nacht ist vorbei.Wir beide, vor allem meine Frau, sind
ziemlich fertig deswegen und sind für jeden Rat
dankbar.Was ich noch erwähnen möchte: Im Maxi Cosi
schläft unsere Tochter wunderbar, egal ob im Auto, beim
einkaufen oder wenn wir mit ihr heimkommen.Sie kann
stundenlang darin schlafen, was wir aber nicht unbedingt
möchten, weil es für Ihren Rücken nicht so toll sein
soll.
Ich bin für jeden Tipp dankbar,
Holger

Hallo, Herr Wolff.

Leider ist es für mich per Mail sehr schwierig, das wirkliche Problem der Tochter rauszufinden.

Generell ist es so, dass Sie nach den ersten 8 Lebenswochen des Kindes noch 4 mal Anspruch auf einen Hausbesuch durch eine Hebamme haben, und auch noch 4 mal Anspruch auf eine telefonische Beratung.

Vielleicht hilft es Ihnen, Ihre Hebamme, die Sie im Wochenbett betreut hat, nochmals zu kontaktieren. Sie kennt die Familiensituation und das Kind.

Dann gibt es sog. Schreibambulanzen, die man bei solchen Kindern aufsuchen kann. Dort kann man Sie ganz speziell zu Ihrem Kind beraten und herausfinden, ob es vielleicht einen Auslöser für das Schreien gibt.

Vielleicht geht es dem Kind momentan aber einfach nur nicht gut aufgrund eines Wachstumsschubes. Dann könnten homöopathische Zäpfchen helfen, z.B. Viburcol bei Unruhe.

Wenn das Kind noch gestillt wird, könnte man am Stillmuster vielleicht noch „herumschrauben“.

Primär würde ich Ihnen Ihre bekannte Hebamme empfehlen und die SChreiambulanz.

Ach, das Pucken fällt mir gerade noch ein. Sie könnten das Kind nachts pucken, also feste einpacken mit den Armen nach unten. Dann sieht das Kind aus wie eine Mumie, mit eingebunden Armen.

Da die Arme oft zucken, finden die Kinder oft deshalb keine Ruhe. Vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit.
Wahrscheinlich ist dies aber schwierig, da das Kind schon so „alt“ ist. Diese Methode funktioniert in den ersten Wochen besonders gut.

Vielleicht kann ich Ihnen weiterhelfen, wenn Sie mir Ihren Wohnort verraten möchten. Ich bin aus Nürnberg.

Beste Grüsse, Stefanie Nunes-Laibold

Lieber Herr Wolff,

es ist sehr schwierig, in diesem Fall eine „Ferndiagnose“ zu stellen :wink:
Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, gehe ich davon aus,
dass sich wahrscheinlich die „Wahrnehmung“ Ihrer Tochter ändert, sie mehr an
Reizen in den Wachphasen aufnimmt, mehr mitbekommt und auch mehr
verarbeiten muss. Kann es sein, dass sie in den Wachphasen aufnahmefähiger,
interessierter, „wacher“ und aufmerksamer ist als vorher? Wacht sie dann auf und
liegt „allein“ in ihrem Bett, ohne körperliche Nähe und /oder Bewegung, fühlt sie
sich vielleicht schutzlos. Liegt sie bewegt im MaxiCosi, um sie herum Menschen,
fällt es ihr vielleicht in diesen Leichtschlafphasen leichter, wieder einzuschlafen
oder sie wacht gar nicht erst auf.
Ein Versuch wäre es, sie nachts neben sich zu legen, eventuell das Kinderbett an
das Ehebett anzubauen oder sie ganz zu sich ins Bett zu nehmen. Das kann
natürlich nur dann funktionieren, wenn sie dazu völlig bereit sind und es Ihnen
nicht widerstrebt. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, das Kind zu
verwöhnen, das ist im ersten Lebensjahr praktisch gar nicht möglich.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und wieder ruhige Nächte :smile:

LG
A.O.

Hallo lieber Holger,
ich verstehe Sie voll und ganz, wir selbst haben 2 kleine Kinder (21Monate und 9Monate) es ist von Haus aus anstrengender mit beiden.
Wo schläft denn Ihre Tochter? Im Kinderzimmer oder Schlafzimmer bei Ihnen? Familienbett? letzteres würde ich bei „Schreiattacken“ versuchen wenn Sie es nicht eh schon versucht haben.
Sie schreiben das die kleine im Maxicosi schläft, ja super das ist doch schonmal etwas…Holen Sie sich doch die elektrische Schaukel von Babyeinstein (die hat so tolle Naturgeräusche) die könnte evtl Abhilfe schaffen. Ich kann Ihnen sagen das es eine Phase ist, ein Schub. Haben Sie denn das Buch „ohje ich wachse“ , es vermag so manche Nerven zu schonen, alleine dadurch das man versteht was mit dem kleinen Wurm so vorsich geht.
Um Ihnen aber genauer helfen zu können bräuchte ich noch ein paar Infos.
Stillt Ihre Frau?
War viel Besuch in letzter Zeit da?
Haben Sie Beide Stress/Streit? (auch ehelich)
Hat die Kleine geregelte Zeiten, Rituale sind auch ganz wichtig.

Eines kann ich ausschliessen, die kleine ist definitiv kein Schreikind bzw Schreibaby, diese schreien über 3Tage die Woche über 3 Stunden lang.

Freue mich über mehr Infos und schicke Ihnen Kraft bzw Ihrer Frau, mir geht es momentan nicht anders :smiley: vom Erschöpfungszustand :smiley:

Viele Grüsse
Leni

Hallo,
allein auf der Tatsachen beruhend, dass Charlotte im Maxi Cosi ruhig schläft würde ich persönlich das Pucken empfehlen. Vielleicht fühlt sie sich in ihrem Bettchen zu frei/offen oder verloren. Im Maxi Cosi hat sie eine RUndum-Begrenzung, die ihr evtl Geborgenheit oder ein Siherheitsgefühl vermittelt. Ich würde es in jeem Fall mit Pucken versuchen. D.h. das Kind wird fest in ein Tuch oder eine Decke eingewickelt (Wickel- bzw Pucktechniken findet man im Internet z. B. unter www.ideen-rund-ums-kind.de/pucken-de.) es gibt aber auch in jedem Fachhandel Pucksäckchen zu kaufen. Ich pers. tendiere zum „selberwickeln“.
Wenn Charlotte damit allerdings garnicht zu helfen ist und auch eine Ruhephase vor dem schlafen (zB nur mit Mama oder Papa bei gedimmten LIcht im Zimmer ohne Musik, TV o.ä.) nicht hilft würde ich den Kinderarzt fragen.

Ich hoffe ich konnte helfen.