Heckenschere

Vor der den Kohlen des Motors einer Heckenschere sind zwei um einen Ferritkern gewickelte Spulen angebracht. Welche Funktion haben diese?
Der Motor schlägt nach Reperatur an den Kohlen Funken und läuft sehr heiß. Was kann man tun?

SASCHA

Hallo Sascha,

Die Ferritkerne dienen zur Entstörung. Durch die Funkenbildung (Lichtbogen) und den hohen Strom an der Übergangsstelle entstehen hochfrequente Störungen ( Nach diesem Prinzip wurde übrigens der Funk entwickelt.)Diese Störungen sind, ohne Filterung, im Radio als Prasseln auf fast allen Frequenzen zu hören. Die Ferritkerne bilden so eine Spule mit dem Draht. Da für hohe Frequenzen Spulen hochohmig sind werden die hohen Frequenzen herausgefiltert.

Lief der Motor vor deiner Reparatur nicht so heiß?

Falls ja kann folgendes passiert sein:
1)Kohlenstaub zwischen den Lammelen (am Konduktor???; Kinder ist das alles lange her…)
Dieser Staub verursacht Kurzschlüsse, die den Motor aufheizen.

2)Vielleicht hast Du beim Einbauen die Rotorwelle ein bischen verkanntet, dann entsteht eine höhere Reibung, die das Aufheizen erklären würde.

Die erhöhte Funkenbildung (Funkenfeuer)bei neuen Kohlen ist normal.
Das läßt nach, wenn die Kohlen sich eingelaufen haben.

Hoffe ich konnte dir ein bischen helfen.

Gruß Rudi

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Hi Sascha,
leider schreibst du nicht, was du repariert hast…
Hast Du darauf geachtet, dass die Kohlen noch lang genug sind und sich leicht in der Aufnahme verschieben lassen?
Kohlen die zu kurz sind und nicht über die volle Umdrehung satt aufliegen verursachen diese starke Funken und heizen den Motor sehr stark auf und zerstören über kurz oder lang den Kollektor.
Wenn der Motor „angeschoben“ werden muss, dass er überhaupt noch läuft, dann ist es allerhöchste Zeit…

Die Ferittkerne dienen der Funkentsörung, wie Rudi es schon geschrieben hat.

Wenn die Kohlen gewechselt wurden, empfiehlt es sich mit einem sehr feinen Schleifpapier den Kollektor etwas abzuziehen, dass das Kupfer wieder blank ist. Neue Kohlen werden sonst im Nu „runterradiert“.
Außerdem sind die Lücken zwischen den Lamellen auf Brücken zu untersuchen, die Kurzschlusse verursachen können. (Der Schleifsaub!)

Aus der Art der Funken kann abgelesen werden, was deren Ursache ist.
Treten sie direkt an den Bürsten auf, haben diese keinen sauberen Kontakt, (zu kurz, zu schwergängig, oder noch nicht eingelaufen).
Werden die Funken sehr weit mitgerissen, oder treten an Stellen auf, an denen überhaupt kein Kontakt mehr zu den Bürsten besteht, dann sind es wahrscheinlich Brücken zwischen den Lamellen, (an einem vermutlich kleinen Kollektor einer Heckenschrere nicht zu beobachten…)

Natürlich kanns auch ein mechanisches Problem sein, dass der Motor immer Vollast bringen muss, oder ist die Lüftung behindert!??

„Wirtschaftlicher Totalschaden“ wäre ein Windungsschluß im Läufer… :frowning:

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