Hefeextrakt Bierhefe Hefe zum Backen

Hallo zusammen,

gibt es einen Unterschied bei

Hefeextrakt das z.B. in Gemüsebrühwürfeln enthalten und eigentlich ein Geschmacksverstärker ist

Bierhefe die positive Eigenschaften für Haut Haare Nägel aufweisen soll

Hefe zum Brot backen.

Vielen Dank für erleuchtende Erklärungen.

Liebe Grüße
Silvia

Die Wikipedia dazu:

" Hefeextrakt ist die Bezeichnung für Autolysate aus Hefe, also Konzentrate von aufgeschlossenen [also zerstörten] Hefezellen […] so dass die enthaltenen Proteasen die Proteine in Peptide und Aminosäuren zerlegen." [z.B. Glutaminsäure von der Glutamat das Salz ist]. [1]
„Ebenso hydrolysieren Nukleasen die DNA und RNA in die zwei Klassen der Nukleotide (Purine und Pyrimidine). Es handelt sich um ein gelbbräunliches und wasserlösliches Pulver. Hauptbestandteile sind Proteinabbauprodukte wie Peptide und freie Aminosäuren, die DNA-Abbauprodukte wie Purine und Pyrimidine sowie Vitamine der B-Gruppe.“ [1]

Backhefe, auch Bierhefe (Syn.: Bäckerhefe, lat.-wiss. Saccharomyces cerevisiae) kurz Hefe, gehört zu den Hefen (einzellige Pilze) […]
Backhefe hat, wie sich aus dem wissenschaftlichen Namen ersehen lässt (lat. cerevisiae; „des Bieres“), ihren Ursprung in obergärigen Bierhefen.“ [2]

Man kann sie unterscheiden von der Saccharomyces carlsbergensis, die für die Herstellung untergäriger Biersorten verwendet wird. [3]

Quellenverzeichnis:
[1] Verschiedene Autoren: Hefeextrakt , http://de.wikipedia.org/wiki/Hefeextrakt abgerufen am 05.05.2013 22:26
[2] Verschiedene Autoren: accharomyces cerevisiae , http://de.wikipedia.org/wiki/Saccharomyces_cerevisiae abgerufen am 05.05.2013 22:26
[3] Sanchez, R. G., Solodovnikova, N. and Wendland, J., Breeding of lager yeast with Saccharomyces cerevisiae improves stress resistance and fermentation performance. Yeast, 29: 343–355. Wiley, 07.08.2012

Ahoi!

gibt es einen Unterschied bei

Sicher - in welcher Beziehung?

Hefe ist nicht gleich Hefe. Das ist so ähnlich wie bei Pferden: Es gibt Arten, die besonders schnell rennen können, Arten, die viel ziehen können, gutmütige und nervöse Arten und und und.

So gibt es auch bei Hefen dutzende, wenn nicht hunderte von Unterarten.
So wird man zum Bierbrauen eine Hefe verwenden, die möglichst viel Alkohol produziert bzw. gegen hohe Alkoholgehalte resistent ist, zum Backen dagegen eine Hefe, die möglichst viel CO2 produziert.

Hefeextrakt ist ein Eiweis-Hydrolysat, nicht viel anders als Maggi (das wäre ein Weizen-Eiweis-Hydrolysat). Die würzende Wirkung hier ist auf freies Glutamat zuzrückzuführen, das als Glutaminsäure in allen Eiweissen der Welt enthalten ist, und bei der Hydrolyse freigesetzt wird (Ich könnt mich immer kaputtlachen über die Deppen mit der „Glutamat-Allergie“, die mit solchen Hydrolysaten keinerlei Beschwerden haben :wink:.

Ich hab da jetzt keine Erfahrungen, gehe aber schon davon aus, das für solche Hydrolysate spezielle Hefearten gezüchtet werden, die möglichst viel Glutaminsäure bilden.

Auf die kosmetischen Anwendungen geh ich jetzt mal nicht ein…

lg, mabuse

vielen Dank für deine ausführliche Erklärung.

LG Silvia

Danke für den Hinweis
LG Silvia

Hallo,

Auf die kosmetischen Anwendungen geh ich jetzt mal nicht
ein…

wäre nett, wenn du das tun würdest, würde mich nämlich interessieren. :smile:

Viele Grüße

Auf die kosmetischen Anwendungen geh ich jetzt mal nicht ein…

wäre nett, wenn du das tun würdest, würde mich nämlich interessieren. :smile:

Mit diesem Satz wollte ich andeuten, das ich das für völligen Schwachfug halte.

Hefextrakt dürfte für die Haut oder was auch immer mindestens genauso gesund wie frisch gepresstes Robbenöl sein. Oder Gurkenschenkel. Oder Zitronengraswickel. Oder Gülleaufgüsse. Oder eine Maggi-Massage. Oder, oder, oder… Ich bin immer wieder fasziniert, mit welch fadenscheinigen Argumenten man der schönheitssüchtigen Damenwelt die Kohle aus der Tasche ziehen kann.

lg, mabuse