Liebe WWW-Experten,
ich leide häufig aus unerklärlichen Gründen unter Diarrhö. Vermutlich habe ich einen Reizdarm.
Ich habe gelesen, dass es Heilkräuter gegen dieses Leiden gibt. An Namen wie Blutwurz, Kamille und Pfefferminz kann ich mich noch errinnern.Medikamente möchte ich nur ungerne einnehmen, weshalb ich das Problem lieber über die Ernährung behandeln will. Mit den entsprechenden Hausmitteln.
Kann mir jemand erklären welche Kräuter wozu und weshalb gut sind?
Es wäre mir eine große Hilfe. Ich danke allen,
Markus.
Hallo Markus,
zunächst solltest Du ausschließen, dass der Durchfall eine organische Ursache hat. Wenn es sich wirklich um einen Reizdarm handelt, gibt es Möglichkeiten die Symptome zu lindern. Fenchel, Kümmel, Pfefferminz und Kamille wirken krampflösend. Indische Flohsamenschalen unterstützen eine regelmäßige Darmtätigkeit, binden überschüssiges Wasser. Bei Reizdarmbeschwerden kann man auch eine Dampfkompresse machen. Dazu machst Du Dir eine Wärmflasche mit heißem Wasser und legst ein Tuch darauf. Danach übergießt Du ein nicht zu großes Leinentuch mit kochendem Wasser und wringst es in ein Frottiertuch eingelegt so fest es geht aus. Das Leinentuch legst Du anschließend in das vorgewärmte Tuch. Diese Kompresse legst Du mit der heißen Seite auf den Bauch, wickelst ein Wolltuch fest um den Körper und gehst ins Bett. Die Auflage lässt Du solange drauf, wie´s Dir angenehm ist. Auch danach sollte man noch ein bisschen ruhig im Bett bleiben.
Ich wünsche Dir gute Besserung!
Claudia
Durchfallerkrankungen sind stets ernstzunehmende Erkrankungen uns sollten unbedingt duch einen Mediziner geprüft werden. Bevor man sich im Rahmen der Kräutermedizin selber hilft, sollte erst geschaut werden, ob eine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt. Oftmals hilft allerdings schon die Ernährung zu überprüfen. Z.B. Viel Fett, übermäßig viel Vitamin-C und auch so manche Diätpille können zu massiven Durchfällen führen.
Als Soforthilfe würde ich die klassischen Kohletabletten empfehlen und vor allem darauf achten, dass der Flüssigkeits und Mineralhaushalt wieder hergestellt wird (Klassiker: Salzstangen und Cola).
Sicherheitshalber und vor allem wenns öfter vorkommt unbedingt zum Arzt.
Hallo Markus, ich selbst habe gute Erfahrungen mit getrockneten Heidelbeeren aus der Apotheke gemacht, die wirken bei mir , wenn nichts anderes wirkt.
Sonst schlage ich mir eine Banane auf, mit der Gabel, hilft besser als eine Banane so zu essen. Der Tee Angurate hilft mir auch bei Beschwerden im Magen_Darm-Trakt, ist nicht ganz billig, aber dafür sehr wirksam.
wenn du meinst, dass deine Diarrhö seelische Ursachen hat, was eigentlich jede Krankheit hat,solltest du dein Leben entschleunigen, mit Yoga, Autogenem Training und/oder versuche dich mit deinem Leben auszusöhnen. Wir sind alle hier auf Erden, um unsere Lektionen zu lernen und im Frieden mit uns selbst und mit anderen zu leben. Liebe dich mit allen Macken, die du hast und du wirst sehen, irgendwann wird sich dein Durchfall von dir verabschieden. Wünsch dir alles Gute, Licht und Liebe!Lissy
2011.07.15.Fr
Der Tod lauert im Darm. – Hippokrates
Hallo Markus - HollyWoodHills!
Bange machen will ich Sie nicht, aber warnen!
Sie scheuen den Gang zum Arzt.
Wenn Magen und Darm verdächtig aus der Reihe tanzen,
ist der Weg zum Arzt unerläßlich.
Wenn sich nicht umgehend eine Besserung einstellt,
sollten Sie ohne weiteren Verzug Ihren Arzt aufsuchen! -
Haferflocken
In Ihrem akuten Fall zwei-drei-mal am Tag als leicht gesalzene Suppe auf Wasserbasis = Haferschleimsuppe. Oder auch, wie’s paßt, öfters mal zwischendurch einen Löffel Haferflocken einnehmen, einfach so, im Verbund mit einem Getränk, einer Tasse Milch oder einer Suppe oder wie auch immer.
Leinsamen
Ungeschrotet tut Leinsamen im Magen und im Darm gute Dienste als schleimbildender Ballaststoff. Doch, da ich wenig Problem mit meinen Pfunden habe, ziehe ich den Leinsamen geschrotet vor, wobei auch seine kostbaren Nährstoffe zum Zuge kommen. Ein paar Löffel Leinsamen täglich tun’s, als Zugabe zur täglichen Joghurt zum Beispiel oder wie auch immer.
Flohsamen
Eine Eßlöffelportion Flohsamen pro Tag tut Magen und Darm gut. Flohsamen quillt auf, bildet Schleim, bindet Flüssigkeit. Bei akutem Durchfall mag noch eine zweite Portion angeraten sein, über den Tag verteilt, einzunehmen wie Leinsamen.
Man beachte, die starke Wasseraufnahme des Flohsamens verlangt eine stärkere Versorgung des Körpers mit Flüssigem.
Was ich Ihnen hier vorausschickend empfehle,
dient der Magen- und Darmpflege,
unterstützt Magen und Darm in ihrer schweren Arbeit,
bewirkt eine gute Verdauung und eine gesunde Darmflora,
stärkt das biologische Abwehrsystem insgesamt.
Die genannten drei Stoffe
Haferflocken, Leinsamen, Flohsamen,
können nach Adam Riesen kaum zum Nachteil gereichen, auch nicht im Portemonnaie. Freilich, Flohsamen ist in der Apotheke teuer, sehr teuer insbesondere in den unwirtschaftlichen kleinen Portionspackungen. Im Internet habe ich den guten indischen Flohsamen bislang immer noch unter 10,00 € per kg erstanden.
Blutwurz-Tee, den Sie erwähnen, ist mir nicht geläufig.
Pfefferminz-Tee ist gesund, magenfreundlich, schmeckt, moderat gesüßt, auch Kindern gut. – empfehlenswert.
Kamille schmeckt mir nicht, nehme ich nur bei Entzündungen im Hals- und Rachenbereich und zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten. Falls ich Anlaß habe, meinen Mund, das Zahnfleisch, z.B. wegen einer Entzündung mit Kamillen-Tee zu spülen oder mit Kamillen-Tee zu gurgeln, schlucke ich den Tee durchaus auch runter. Doch ob die entzündungshemmende Wirkung der Kamille bei einem gereizten Magen gut zum Zuge kommt, ist mir eine offene Frage.
Wermut-Tee jedenfalls, dieses Wundermittel bei allgemeinen Magenbeschwerden, darf bei entzündeter Magenschleimhaut oder gar bei Verdacht auf Magen- und Darmgeschwüren nicht genommen werden.
Zu empfehlen ist last not least Thymian-Tee. Thymian-Tee ist ein bewährter Virenkiller, eliminiert schädliche Bakterien.
Ich brühe mir jeweils 1 Liter Thymian-Tee und 1 Liter Wermut-Tee auf Vorrat, was im Laufe von etwa zwei Tagen, halb und halb gemischt, zimmerwarm getrunken wird, geschmacklich aufgebessert mit Fenchelhonig oder Zucker oder Süßstoff. Nach Gelüst gebe ich einen Schuß Klosterfrau-Melissengeist hinzu. Diese Kombination ist ein gesundes Elixier für Magen und Darm, ist gesund insbesondere für die Galle und die Psyche, stärkt das Immunsystem und ist zudem auch noch ein Genuß.
Das sei hier eingeflochten.
Ob Sie diese Kombination proben und eventuell übernehmen, ist Ihre Sache.
Wenn, dann lassen Sie bitte bei gereiztem Magen den Wermut-Tee und den Zucker weg!
Und beim Alkohol, wissen Sie, kommt es wie bei vielem auf die Dosis an.
Ich unterstelle, daß Sie nicht alkoholgefährdet sind.
Nun sind wir schon mal beim Alkohol.
Maria Treben hat hierzulande den Schwedenkraut-Schnaps publik gemacht.
Ich kenne den von Kindsbeinen: Schwedenkraut-Schnaps, selbst angesetzt, und andere Elixiere gehörten im Vorvorigen Jahrhundert zum Handelsgut meiner Vorfahren. Schwedenkraut-Schnaps bringt Magen und Darm und damit das gesamte Immunsystem auf Vordermann. Wenn’s Ihnen gefällt, schauen Sie ins eBay-Angebot. Mit etwas Glück finden Sie dort Schwedenkraut-Schnaps in einer guten Qualität zu annehmbarem Preis.
Mit Schwedenkraut-Schnaps, wieder moderat dosiert, ist Ihrem Leiden, der Diarrhö, sicher auf Dauer abgeholfen. Doch vorab müßte mit
Haferflocken, Leinsamen, Flohsamen u.a.
erst einmal die notwendige Beruhigung im Magen-Darmbereich bewirkt sein.
Leider nötigte mich sachliche Überlegung, den Verkauf meines Schwedenkraut-Schnapses im eBay einzustellen, da ich mit meinem Verkauf an die Grenze gekommen war, ab der der Verkauf nicht mehr als Privatverkauf durchgeht. Und die Anmeldung zum gewerblichen Verkauf mit der Last der zollamtlichen Abrechnung der Spritsteuer wollte ich mir nicht zumuten.
Nun, zum Abschluß meiner Ratschläge, will ich Ihre Aufmerksamkeit auf eine eigentlich simple, in der Wirkung doch wundersame Magen- und Darmpflege richten: Tomatensuppe!
Man nehme 1/3 eines Hefewürfels (0,09 € per Stück im Supermarkt) und 1/3 Bouillon-Würfel, übergieße beides in einer Tasse mit heißem Wasser, sorge dafür, daß sich Hefe- und Bouillonwürfel unter Hitze auflösen (diese Hefe braucht 100 Grad C, um ihre gesunden Stoffe freizugeben). In einem Topf oder in einer Jenaer Schale koche man eine angemessene Menge Langkornreis, gebe die heiße Hefe-Bouillon-Brühe hinzu, rühre den Inhalt eines Beutels Tomatensuppe (3-Teller-Portionsbeutel, vorschlagsweise Tomatensuppe ohne Nudeln, ohne Reis) bis zur gründlichen Auflösung ein.
Bei den Kochvorgängen arbeite man mit wenig, aber genügend Wasser; denn nach Abschluß des Kochvorgangs kommen 500 g passierte Tomaten hinzu, vitaminreich aus der geläufigen Tetra-Brik-Packung.
Desweiteren ist nun zuzugeben:
Zwiebel, kleingeschnitten,
Pfeffer aus der Pfeffermühle,
Zucker,
Schmant,
Bohnenkraut (= Bergminze),
weitere Suppenkräuter nach Belieben,
wenn’s beliebt, auch Kochwürstchen, gestückelt.
Dem antiseptisch wirkenden Bohnenkraut kommt bei einem empfindlich reagierenden oder gar kranken Magen besondere Bedeutung zu.
Bohnenkraut war früher eines der meistgebrauchten Kräuter,
es fehlte in keiner gut geführten Küche.
Und fast alle Küchen waren früher gut geführt; denn bei früheren Generationen war es undenkbar, daß eine Frau in den Ehestand trat, ohne die Küche zu beherrschen.
Bohnenkraut, antiseptisch und verdauungsfördernd, hat gleichsam getrunken als Tee heilsame Wirkung auf Magen und Darm.
Bohnenkraut, gerebelt, € 7,30 + 7 % MwSt per kg im Internet.
Und beachten Sie:
Beim genüßlichen Löffeln der Tomatensuppe lassen sich gut die empfohlenen Löffel Leinsamen und Flohsamen zwischenschieben!
Alle Ratschläge, die ich Ihnen geschrieben habe,
praktiziere ich selbst, vorbeugend.
Nur den Schwedenkraut-Schnaps suche ich nicht im Internet. Den nehme ich aus meinem Vorrat. -
Nun, packen Sie’s an!
Gute Gesundung wünscht Marja Reg
Aber bei aller Güte:
Für Ihre Umsetzung meiner Ratschläge stehe ich nicht grade.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker – oder noch besser,
fragen Sie den kräuterkundigen Schäfer!
Lieber Markus,
leider kann ich dir bei deinem Problem auf diesem Wege nicht helfen. „Reizdarm“ ist nur eine Ausschlußdiagnose und kann zahlreiche Ursachen haben. Und es kommt ja darauf an, die Ursache zu behandeln und nicht nur an den Symptomen herumzudoktern. Z.B. kann auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zugrunde liegen. Am besten wendest du dich an einen naturheilkundlichen Therapeuten, der/die auch Tests auf solche Unverträglichkeiten durchführen und auch sonst eine umfassende Diagnostik machen kann.
Viele Grüße und gute Genesung
Solana