Heimarbeit - Kosten für private Hardware etc

Hallo,

ich habe einen neuen Job und darf bzw. muss von zu Hause arbeiten. Gibt es hier irgendjemand, der Erfahrung damit hat?

Besonders interessieren würde mich ob es Verordnungen oder Gesetze gibt, die regeln wie die Nutzung von privater Hardware und Onlinekosten abgerechnet werden müssen. Oder ist das reine Verhandlungssache? Meine Recherchen bei Google waren bislang nicht sehr erfolgreich.

Es handelt sich nicht um einen Freelancer-Job sondern ein ganz „normales“ Arbeitsverhältnis. Ich habe noch keinen Arbeitsvertrag unterschrieben. Das wird in den nächsten Tagen verhandelt. Daher weiss ich nicht, wie das bei dieser Firma sonst geregelt wird.

Danke für alle Tipps, Hinweise und Links

ich habe einen neuen Job und darf bzw. muss von zu Hause
arbeiten. Gibt es hier irgendjemand, der Erfahrung damit hat?

Laut Gesetz muss der Arbeitgeber Dir die Arbeitsmittel zur Verfügung stellen und für die Raumnutzung (Heizung, Strom etc.) eine angemessene Vergütung zahlen.

Du hast also einen Rechtsanspruch auf einen (eigenen) PC, den Du dann allerdings nicht privat nutzen darfst. Da dieser dann ja Platz und Strom beansprucht und dein Arbeitgeber die Büromiete spart, hast Du auch einen Anspruch auf eine Erstattung dieser anteiligen Kosten.

Da die meisten Arbeitnehmer aber im Prinzip froh sind, wenn sie zuhause arbeiten dürfen, ist das meist Verhandlungssache (wo kein Kläger, ist auch kein Richter).

Ich habe selbst einen Angestellten dem ich eine pauschale monatliche Vergütung für PC-Nutzung und Telefon/Onlinekosten erstatte. Das haben wird allerdings frei ausgehandelt.

Gruß
Marian

Ich habe selbst einen Angestellten dem ich eine pauschale
monatliche Vergütung für PC-Nutzung und Telefon/Onlinekosten
erstatte. Das haben wird allerdings frei ausgehandelt.

Vielen Dank für die Antwort. Die Onlinekosten kann ich dank Flatrate gut kalkulieren, aber bei der Vergütung für die PC-Nutzung (ein Notebook, Zeitwert ca. 1500 EUR) bin ich sehr unsicher. Ich möchte natürlich bei den Verhandlungen nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig verlangen. Grob geschätzt würde ich 100 EUR für die PC-Nutzung, Strom und Miete veranschlagen. Wäre das zu billig?

Da das, wie Du schreibst, reine Verhandlungssache ist, gibt es wohl keine pauschale Antwort auf meine Frage. Würde mich aber trotzdem sehr über weitere Hinweise freuen.

Ich habe selbst einen Angestellten dem ich eine pauschale
monatliche Vergütung für PC-Nutzung und Telefon/Onlinekosten
erstatte. Das haben wird allerdings frei ausgehandelt.

Vielen Dank für die Antwort. Die Onlinekosten kann ich dank
Flatrate gut kalkulieren, aber bei der Vergütung für die
PC-Nutzung (ein Notebook, Zeitwert ca. 1500 EUR) bin ich sehr
unsicher. Ich möchte natürlich bei den Verhandlungen nicht zu
viel, aber auch nicht zu wenig verlangen. Grob geschätzt würde
ich 100 EUR für die PC-Nutzung, Strom und Miete veranschlagen.
Wäre das zu billig?

Hi thomas,

bevor du wegen zu hoher forderungen den Job wieder verlierst, bevor du ihn hast, bereite dich lieber auf das Gespräch vor:

Stromaufnahme deines Pc und der Nebengeräte x Arbeitsstunden pro Monat dazu 20% als Wiederbeschaffungszuschlag und Reparaturkostenpauschale.

Wenn ich im Monat 100 Euro für Strom bezahlen müßte würd ich mir neue Elektrogeräte kaufen.

Und mit den Miet- und Heizkosten. Vergiß es. Ich würde als AG sagen, dann kommen die soch hierhin, wenn es ihnen zu Hause zu kalt ist.

Da das, wie Du schreibst, reine Verhandlungssache ist, gibt es
wohl keine pauschale Antwort auf meine Frage. Würde mich aber
trotzdem sehr über weitere Hinweise freuen.

Vielleicht fragst du auch erstmal höflich, ob es in der Firma da schon erfahrungen gibt oder ob diese vorstellungen von der Kostenbeteiligung haben.

gruss
winkel

Vielleicht fragst du auch erstmal höflich, ob es in der Firma
da schon erfahrungen gibt oder ob diese vorstellungen von der
Kostenbeteiligung haben.

Das werde ich natürlich als erstes machen. Es ging mir bei meiner Frage nur darum zu erfahren, wie diese Angelegenheit in anderen Firmen geregelt wird, damit ich nicht völlig unvorbereitet in die Vertragsverhandlungen gehe.

Das mit den 100 EUR bezog sich natürlich nicht nur auf die Stromkosten sondern auf sämtliche anfallenden Kosten (Onlinegebühren, PC, Vebrauchsmaterial etc.)

Vielen Dank für die Antwort. Die Onlinekosten kann ich dank
Flatrate gut kalkulieren, aber bei der Vergütung für die
PC-Nutzung (ein Notebook, Zeitwert ca. 1500 EUR) bin ich sehr
unsicher. Ich möchte natürlich bei den Verhandlungen nicht zu
viel, aber auch nicht zu wenig verlangen. Grob geschätzt würde
ich 100 EUR für die PC-Nutzung, Strom und Miete veranschlagen.
Wäre das zu billig?

Du kannst Die Kosten ja leicht ausrechnen: Den Wert des PC verteilt auf die Rest-Abschreibungszeit (maximal 4 Jahre). Wenn der PC älter als 4 Jahre ist, hat er den Wert 0 Euro, also würde ich dafür nichts mehr nehmen. Ist er zwei Jahre alt, kannst Du 1500/2 = 750 Euro pro Jahr veranschlagen.

Da Du Ihn ja auch privat weiter nutzt, musst Du dann natürlich den Privatanteil herausnehmen. Also bei 50% Privatnutzung = 375 Euro pro Jahr. Das macht dann pro Monat 31,25 Euro für die Hardware-Nutzung.

Stromkosten kannst Du direkt ausrechnen (Stromverbrauch der Geräte x Arbeitsstunden pro Monat x Dein aktueller Stromtarif). Das wird sich aber eher im Bereich von 2-3 Euro pro Monat abspielen.

Heizkosten: Die Gesamtkosten für das Jahr auf die Quadratmeterzahl deines Heimbüros umrechnen. Wenn Dein Büro also 15 qm groß ist, und Deine Wohnung 150 qm hat, wären das 10%. Dann also diese 10 Prozent monatlich ansetzen, natürlich vorausgesetzt, dass Du jeden Tag voll in dem Büro arbeitest und am Wochenende nicht heizt :wink:. Ansonsten wieder den Privatanteil herausrechnen.

Das was dann herauskommt, könntest Du als Anhaltspunkt für Verhandlungen nehmen. Ich würde so eine Aufstellung vielleicht nicht gerade dem Arbeitgeber vorlegen, weil das sicher zu sehr nach Erbsenzählerei aussieht (es sei denn, Du arbeitest als Buchhalter :smile: )

Gruß
Marian