Heimnetzwerk - Streamgeschwindigkeiten

Hi Experten,

hat wer eine Ahnung welche Technik bzw. welche Technik ausreichend Geschwindigkeit zur Verfügung stellt um Musik/Bilder und FILME von einem Homeserver zu den diversen Lapis/PC´s usw zu streamen?

Situation: Hätte im Büro gerne einen Server/NAS mit WLAN Antenne u. im ganzen Haus (das allerdings recht gross ist) Zugriff auf die Daten - zB vom Schlafzimmer od. Wohnzimmer … u know?

Sind diese Stromnetzwerkdinge dafür brauchbar?

Grüsse aus Wien

Das hängt vor Allem von der Anzahl paralleler Streams ab. Ich nutze bei mir zu Hause ein 100MBit-LAN (Kabel) und das reicht dicke für Video-Streams über die PS3. Nebenbei auf Dateien zugreifen und im Internet surfen geht auch ohne Probleme.

Über WLAN ist es allerdings etwas anders, da die Netto-Rate deutlich weniger gut ist, als beim Kabel. Bei einem großen Haus braucht man da durchaus schon mehrere Repeater. Damit die Geschwindigkeit ausreicht würde ich allerdings auf ein 300MBit-WLAN setzen, was die Hardware schon relativ teuer macht. Wenn die Möglichkeit besteht Kabel zumindest an bestimmte Punkte im Haus zu ziehen, würde ich das dem WLAN deutlich vorziehen.

Moien

Sind diese Stromnetzwerkdinge dafür brauchbar?

Definitives jein.

Erstmal gibt es Videos und Videos. Ein HD-Film in BluRay-ähnlicher Qualität braucht schon etwas mehr als ein YouTube-Clip.

Dann gibt es die Stromdinger (DLAN) in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Reichweiten. Die Geschwindigkeit der BasisModelle (85MBit) würde reichen, wenn sie den voll zur Verfügung steht. Mit etwas Pech ist die Gegenstelle aber zu weit weg und der Durchsatz schrumpft gewaltig.

Ausserdem gibt es unter den Internetnutzer auch Unterschiede. Ein Power-Sauger mit ständig 5-10 Torrents am laufen verursacht eine andere Last auf dem Netzwerk als ein YouTube-Kucker oder ein reiner email-Checker. Wenn das Streamen über das gleiche Netzwerk läuft wie das Internet spielt das schon eine Rolle.

Also erstmal Grenzen abklopfen:

Geht es um FullHD oder eher um DVD?
Wie viele Leute werden gleichzeitig Zeug kucken?
Und muss über das Netz auch Internet und wenn ja … welche Nutzung?

cu

Keine Blueray, „nur“ Dvd-Qualität. MP´3s u. Fotos, Internet nur surfen.

Geplant wäre ein Server mit Inetanbindung, alle anderen hängen drauf - es wird weder runtergeladen, nur surfen wie „damals im Mai“. Filme will ich überall streamen können, jedoch auch immer nur einer am schauen.

Thx,

Über WLAN ist es allerdings etwas anders, da die Netto-Rate
deutlich weniger gut ist, als beim Kabel. Bei einem großen
Haus braucht man da durchaus schon mehrere Repeater. Damit die
Geschwindigkeit ausreicht würde ich allerdings auf ein
300MBit-WLAN setzen, was die Hardware schon relativ teuer
macht. Wenn die Möglichkeit besteht Kabel zumindest an
bestimmte Punkte im Haus zu ziehen, würde ich das dem WLAN
deutlich vorziehen.

Die Möglichkeit bestände - sprich Kabel rauf ins Obergeschoss und runter in den Keller - dort dann mit Antenne u. Wlan weitermachen??

lG Mi

Im Grunde ist es Geschmackssache. Wenn es um ein qualitativ hochwertiges Netz geht würden ich Kabel immer eine kabellosen Technologie vorziehen. Wenn es aber unerwünscht ist etliche Meter an Kabeln zu verlegen, würde ich ein wenig testen, wie weit die WLAN-Geräte in den eigenen Wänden kommen. Bei meinen Eltern brauchte ich aufgrund der Deckendicke bereits einen Repeater, obwohl es nur ca. 5 Meter Luftlinie waren vom Router zum Rechner - Stahlbeton sei Dank…

Wenn man mal die Reichweiten ein wenig ergründet hat, ergibt sich eigentlich schon eine relativ sinnvolle Aufteilung der WLAN-Stationen. Möglicherweise braucht man nur 2 Stück: Eine im Untergeschoss und eine im Obergeschoss. Beide möglichst mittig im Haus (es sei denn es ist ein Palast mit 500m² Grundfläche) könnten bereits alle benötigten Räume abdecken. Wichtig ist im Grunde, dass man möglichst vermeidet an einer Außenwand ein WLAN zu platzieren, da sich die Funksignale immer kreisförmig um das Gerät aufbauen. Damit verringert man die maximal mögliche Flächendeckung um ca. 50% Schlimmer ist es noch, wenn man es in eine Hausecke platziert, da hier ca. 75% der Funksignale Richtung „draußen“ quasi verloren gehen.

Mein Favorit ist halt immer ein Kabel. In meinem Haus liegen bereits ca. 200m Netzwerkkabel, aber das hat sich auch gelohnt. Wer die Kosten und Mühe nicht scheut (aber: die Kosten stehen nicht immer in einem ungünstigen Verhältnis zu WLAN, denn entsprechende WLAN-Geräte hätten für meinen Anweundungsfall fast das Dreifache dessen gekostet, was mich Kabel, Dosen und Kabelschächte gekostet haben!) sollte das einer kabellosen Übertragung vorziehen. Wer eher Wert darauf legt nicht das frisch renovierte Heim neu zu durchlöchern, nicht bohren darf (Mieter z.B.) oder andere Gründe hat, der sollte sich mit einem fachkundigen im Bereich WLAN zusammensetzen und die sinnvollsten Punkte ausfindig machen, an denen man WLAN-AccessPOints zum Einsatz bringt, um mit möglichst wenig Geräten eine maximale Abdeckung zu erzielen.

Ich gebe hier aber nochmal zu bedenken, dass mit jedem weiteren WLAN-Gerät die maximale Bandbreite für alle Geräte reduziert wird (alle Geräte teilen sich die Bandbreite auf; anders als halt bei Kabel). Außerdem müssen mögliche Störquellen (abgeschirme ELektrogeräte wie z.B: Fernseher, Mikrowellen, etc.) beachtet werden. Wenn es funktioniert, ist es gut. Wenn nicht, kann man mit WLAN eine Menge Probleme haben. Bevor jedoch alles geplant wird, sollte man mal einen Blick in die Nachbarschaft werfen (sich alle WLANs in der Nähe anzeigen lassen), denn möglicherweise ist das Frequenzspektrum schon überfüllt (z.B. in Mehrfamilienhäusern) und WLAN sollte besser ausgeschlossen werden.

Sorry, wenn es soviel Hin und Her gibt, aber ein definitives Zugeständnis zu WLAN hängt von so vielen Punkten ab…

Mir düngt, du kennst dich aus :wink:

Mein Favorit ist halt immer ein Kabel. In meinem Haus liegen
bereits ca. 200m Netzwerkkabel, aber das hat sich auch
gelohnt. Wer die Kosten und Mühe nicht scheut (aber: die
Kosten stehen nicht immer in einem ungünstigen Verhältnis zu
WLAN, denn entsprechende WLAN-Geräte hätten für meinen
Anweundungsfall fast das Dreifache dessen gekostet, was mich
Kabel, Dosen und Kabelschächte gekostet haben!) sollte das
einer kabellosen Übertragung vorziehen. Wer eher Wert darauf
legt nicht das frisch renovierte Heim neu zu durchlöchern,
nicht bohren darf (Mieter z.B.) oder andere Gründe hat, der
sollte sich mit einem fachkundigen im Bereich WLAN
zusammensetzen und die sinnvollsten Punkte ausfindig machen,
an denen man WLAN-AccessPOints zum Einsatz bringt, um mit
möglichst wenig Geräten eine maximale Abdeckung zu erzielen.

Die Anlaufkosten sind mir relativ egal - „was nix kost is nix wert“…
Mein Problem ist vielmehr, das ich mir das Ding einbilde, die Überzeugungsarbeit bei der Chefin noch nicht wirklich vorgedrungen ist und ich daher schlecht herumbohren/stemmen/Leitungslegen lassen kann - ist ja alles mir Dreck und Handwerker (ich hab 2 Linke) verbunden… das die kabelgebundene Lösung besser und einfacher ist, war klar - mir gings darum herauszufinden, ob es möglihc ist, eine vergleichbare Performance mit WLAN od. kabellosen Derivaten herzustellen…

Ich gebe hier aber nochmal zu bedenken, dass mit jedem
weiteren WLAN-Gerät die maximale Bandbreite für alle Geräte
reduziert wird (alle Geräte teilen sich die Bandbreite auf;
anders als halt bei Kabel). Außerdem müssen mögliche
Störquellen (abgeschirme ELektrogeräte wie z.B: Fernseher,
Mikrowellen, etc.) beachtet werden. Wenn es funktioniert, ist
es gut. Wenn nicht, kann man mit WLAN eine Menge Probleme
haben. Bevor jedoch alles geplant wird, sollte man mal einen
Blick in die Nachbarschaft werfen (sich alle WLANs in der Nähe
anzeigen lassen), denn möglicherweise ist das Frequenzspektrum
schon überfüllt (z.B. in Mehrfamilienhäusern) und WLAN sollte
besser ausgeschlossen werden.

Nö - sind die einzigen - lang lebe die Pampa :wink:

lG aus Wien

Moien

Keine Blueray, „nur“ Dvd-Qualität. MP´3s u. Fotos, Internet
nur surfen.

Wenn es schnell und einfach gehen soll: DLAN, also Netzwerk über Strom. Bei den Anforderungen reicht die normale, billige 85MBit Version. (DVD sind maximal 9.8MBit und man kann etwa 80% der Kabelleistung auch real nutzen. Bei WLAN sind es 60% oder weniger).

Es kann allerdings an einem dummen Punkt scheitern: die Stromkabel müssen zueinander irgendwie in Kontakt stehen. Es gibt aber 3 Phasen und damit auch 3 unterschiedliche, getrennte Stromkreise. Die Überbrückung dieser (möglichen) Grenze funktioniert aber meistens recht problemlos wenn die Kabel eine längere Strecke im gleichen Leerrohr liegen. Dann springen die DLAN-Signale in die anderen Kreise über. Man kann es über Koppler auch erzwingen, aber die sollte ein Elektriker einsetzen.

cu

Hei!

Die Anlaufkosten sind mir relativ egal - „was nix kost is nix wert“…

Dann mach es richtig und leg Kabel. Bedenke, das man heute noch kaum abschätzen kann, was in Zukunft noch alles kommen mag.

Heute ist DVD vieleicht noch ausreichend, in fünf oder zehn Jahren wirst du dich ärgern, das es für HD nicht mehr reicht. Und was in 20 Jahren mal sein wird, kann man heute noch gar nicht abschätzen.

Ich verkabel mein klein Häuschen durchgehend mit GigaBit (und durchgehend kannst wörtlich nehmen, ich hab GB-Ethernet sogar auf’m Klo) und hab die Hardware gleich so gewählt, das ich durch Austausch des Routers/Switches auch 10 GbE noch fahren kann.
Ich sach mal: das sollte für die nächsten 30 Jahre reichen - und dannach dürfte es mir egal sein . . .

lg, mabuse

Ich denke, die habe ich (Ahnung) :wink: Danke für das Kompliment!

Wenn es dir rein um die Performance geht und ob die mit WLAN oder anderen Techniken erreicht werden können: Ohne es zu probieren wirst du es nie genau wissen. Niemand kann sagen, wie sich die elektromagnetischen Wellen ausbreiten und welche Elemente in der Wohnung sich negativ oder vielleicht sogar auch positiv (kann es auch geben) auswirken. Das Blöde an Funktechniken ist eben, dass nahezu alle Gegenstände (metallische besonders -> z.B. Stahlbeton) eine Reflektion des Signals verursachen. DIese Reflektionen überlagern sich, was sich in den meisten Fällen negativ auswirkt (Störungen). In guten Situationen können sich die Signale aber auch verstärken, da die Rahmenbedingungen dafür jedoch sehr eng gesteckt sind, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer (ca. 99%), dass die Signale unsauberer statt besser werden.

Für eine definitive Aussage ist es daher zu waage. Da sich bei dir jedoch keine weiteren WLANs in der Nähe befinden schließt das schonmal einen großen Nachteil aus. Denn: WLAN arbeitet mit einer Bandbreite von 20 MHz auf einer einstellbaren Frequenz. Die Frequenzen sind den Kanälen zugeordnet und die Bandbreite liegt dann ±10 MHz auf der eingestellten Frequenz. Da sich die Frequenz jedoch von Kanal zu Kanal um gerade mal 5 MHz erhöht ergibt sich daraus eine maximale Anzahl von 3 WLANs, die sich nicht gegenseitig stören: Kanal 1, 7 und 13. Standard ist bei den meisten Geräten Kanal 6. Das aber nur nice to know, da ja keine weitern WLANs in der Nähe sind.

Alternativen wären natürlich auch LAN über Strom, jedoch dann wie ein Vorredner bereits sagte mit der Schwierigkeit, dass die Steckdosen möglichst an der selben Phase hängen sollten. Da Stromkabel im Vergleich zu Netzwerkkabeln jedoch nicht geschirmt sind, sind sie ebenso anfällig, wie kabellose Techniken. Jedes Elektrogerät kann Störfrequenzen auf der Phase erzeugen, die andere Elektrogeräte nicht beeinflussen, jedoch eine negative Auswirkung auf das Netzwerk über Stromkabel haben kann.

Wie man sieht sind die Alternativen leider nicht so richtig toll. Wenn man jedoch nciht nso viel bohren möchte und nur wenig Platz hat (z.B. hinter der Fußleiste), dann bietet sich vielleicht auch Lichtwellenleiter aus Plastik an, die deutlich günstiger sind als richtiger Lichtwellenleiter aus Glasfaser, dafür allerdings auch etwas geringere Reichweitehaben. Hier käme es jedenfalls zu keiner Störung durch elektromagnetische Einflüsse. Medienwandler oder Netzwerkkarten sind mitlerweile auch erschwinglich, allerdings würde ich dann doch ein etwas größeres Loch bohren (das schafft man auch mit 2 linken Händen, man muss ja nur die Bohrmaschine festhalten :smile:) und normale Kabel ziehen.

Jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben, entschuldigung :smile:

Was ich eigentlich mit all dem sagen will: Es gibt Alternativen zu Kabel und auch zu WLAN. Die Alternativen sind allerdings noch nicht unbedingt ausgereift (PowerLAN) oder können nicht viel besser funktionieren (WLAN bzgl. Dämpfung durch Störeinflüsse). Die Datenraten für ein kleines Netzwerk mit wenigen Clients bekommt man allerdings mit WLAN in der Regel hin. Aber: Wie ich bereits sagte kann niemand abschätzen, ob du in einer Pappschachtel oder einem Stahlbeton-Bunker wohnst. Entsprechend musst du wohl oder übel rumexperimentieren - am besten mit geliehener Hardware - ob WLAN von der Signalstärke reicht und wie viele AccessPoints du benötigen wirst, um dein ganzes Haus abzudecken.

Danke f. deine Hilfe!

Ich geh mal die Alte weichklopfen :wink:))

G, Mi