Heimnetzwerk - von Grund auf

Liebe Experten/Innen,

wir renovieren gerade einen Teil unseres Hauses - möchte diesen Anlass nutzen um ein paar Schritte in die Zukunft zu gehen - bin aber fachlich eine absolute Null :wink:

Wunsch:
zentraler Server, soll gleichzeitig im Inet hängen, Zugriff von aussen erwünscht aber nicht lebensnotwendig, dient als Speicherplatz für Filme (digitalisiere dann meine DVD´s u. möchte eben von allen Clients darauf zugreifen), Mp3s, Bilder usw. Eventuell Itunes für 2 Iphones ebenfalls über das Dingi (ähm, muss ich die Iphones dann zum Server tragen oder kann ich das weiterhin über die Lapis???)

zu diesem Zwecke wird ein Elektriker ein paar Kabel an die zentralen Punkte des Hauses ziehen (Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer), Rest dann via WLAN

Frage:
welche Art von Server nimmt man hierfür…
welches Betriebssystem? Win7? Vista? Mac os?
Fernzugriff via Lapis? Wählt man sich einfach am Server ein u. kann dann konfigurieren?
spezielles das es zu bedenken gilt…

Vielen Dank für eure geschätzten Ideen!

Liebe Grüsse aus Wien

Bankerdenker =)

wir renovieren gerade einen Teil unseres Hauses - möchte diesen Anlass nutzen um ein paar Schritte in die Zukunft zu gehen

Kluge Idee.

Frage:
welche Art von Server nimmt man hierfür…

Egal. So sparsam im Stromverbrauch wie möglich.
Ich hab einen uralten Rechner aus der Computerschrott-Kiste gekramt und mit ein paar Ersatzteilen (Via C3 CPU, SATA-Kontroller und 500er Notebook-Platte und kleines Netzteil) auf viel Speicherplatz und wenig Stromverbrauch getrimmt.
Die Leistungsfähigkeit von dem Ding ist gemessen an heutigen Standards natürlich ein Witz, aber ein Server muss ja auch gar nicht großartig rechnen.

welches Betriebssystem? Win7? Vista? Mac os?

Völlig egal - solange es Benutzerrechte kennt. Bei so einem schwachen Rechner wie dem meinen sind Leistungsfresser wie Win7 natürlich eine eher schlechte Idee. Bei mir läuft immer noch Win2000.

Fernzugriff via Lapis? Wählt man sich einfach am Server ein u. kann dann konfigurieren?

Jep. Ich arbeite zu diesem Zwecke mit UltraVNC. Von überall her, zur Not auch im Urlaub aus einem Internetcafe in Marokko.

spezielles das es zu bedenken gilt…

Nicht wirklich.
Auf meiner uralten Muschel laufen derzeit ein Torrent und ein DC+±Client sowie ein Download-Manager für OCH. Die Kiste ist für alle Up- und Downloads zuständig. Dazu ein UPnP-Server für die Streaming-Clients (Video und Musik).
Dazu der eBay-Sniper (die Anwendung für alle Schnäppchen-Jäger, den benutzen mittlerweile auch ein halbes Dutzend meiner Freunde mit), ein FTP-Server, über den ich einige Freunde mit den aktuell aufgenommen Radio-Hörspielen versorge, zusätzlich ein Webfilter und ein Traffic-Shaper.

Mittlerweile hat er noch eine Satelliten-Karte nebst Aufnahme-Software (hat gegenüber dem Festplatte-Receiver den Vorteil, das ich den via VNC von überall auf der Welt programmieren kann).

Trotz Antiquitäten-Hardware pendelt die CPU-Last mit der ganzen Software so um die 10% bis max. 20% - also noch reichlich Luft für weitere Jobs.

Geplant ist noch ein „richtiger“ HTTP-Server, auf dem ich ein persönliches Wiki laufen lassen will - als Notizbuch (das ich dann auch von überall auf den Welt benutzen kann).
Auch spiele ich mit dem Gedanken, den mit einer Voice-Modemkarte noch zum Faxgerät incl. Anrufbeantworter aufzurüsten.

Und mit einer Multi-I/O-Karte soll er irgendwann mal (wenn mein Haus soweit ist) auch noch die eine oder andere Aufgabe in der Hausautomatisierung übernehmen. Ich hab dabei primär an die Steuerung der Belüftungsanlage gedacht, aber möglich ist da ja vieles . . .

Mein Rat: stell dir erst mal einen alten Rechner in den Keller (wenn du keinen hast: ein alter Rechner in der Celeron 800-Klasse wird auf eBay regelmäßig für 10 bis 20 Euro verramscht), bring den evtl. mit ein paar Ersatzteilen auf ordentlich Speicher (Platte) und wenig Stromverbrauch (Notebook-Platte!) und fang einfach an.
Die Ideen, was man dem Ding alles an Arbeit aufhalsen kann, kommen nach und nach.

lg, mabuse