Hallo Wolfgang,
genau so isses, sofern die Fragestellerin deutsche
Staatsbürgerin ist. Besitzt sie die Staatsangehörigkeit eines
x-beliebigen anderen EU-Landes, darf sie in Deutschland
unbehelligt jedes Handwerk ausüben.
sogar die Öschis (sorry, Österreicher natürlich) sind uns da voraus ! Bei denen darf mittlerweile auch ein Geselle ein Handwerk ausüben, wenn er mind. 3 Jahre Berufserfahrung vorweist.
Merke: Wer als Deutscher in Deutschland Zipfelmützen
schneidern will und keinen Meisterbrief besitzt, bekommt Ärger
bis zur Betriebsschließung mit der Handwerkskammer. Der
Meisterbrief ist entbehrlich, wenn man einen griechischen oder
portugiesischen Schafhirten als Konzessionsträger vorweisen
kann.
Oder als grenznaher Bürger seinen Wohnsitz einfach mal um, sagen wir, 2 km ins Ausland verlegt, um dann in Deutschland eine Filiale zu eröffnen.
Bald sind Wahlen, aber keiner der Bewerber um den Chefposten
in diesem Land will an diesem bürokratischen Mist etwas
ändern.
Der einzigste, der am Anfang seiner Amtszeit was machen wollte war Wirtschaftsminister Müller, den man dann aber „stillgelegt“ hatte (ich glaube, dass hat er sich als ehemaliger Wirtschafts-Manager aber auch anders vorgestellt).
Übrigens: habe heute im N-TV gelesen, dass Stoiber sich unser schwäbisches „Cleverle“ als Wahlkampfunterstützer und späteren Wirtschaftsminister geangelt hat (Anmerkung: ich bin sehr gegen Stoiber, aber für Späth, der auch oder gerade ausserhalb der Politik etwas bewegt hat). Späth unterstützt in Jena viele Existenzgründer und war meines Wissens auch gegen die Meisterpflicht. Aber ob er sich gegen die Lobby durchsetzen kann ?
Aber Arbeitsplätze schaffen wollen die wirtschaftlich
so unglaublich kompetenten Herren.
Aber möglichst ohne gegen die Lobby (Handwerker, Gewerkschaften usw.) ankämpfen zu müssen. So wird das nie was.
Dampf ablassen…das mußte mal wieder sein.
Kann ich nur zustimmen.
Grüsse
Sven