Hallo!
Kann jemand mitteilen, wie die Redensart „einem etwas heimzahlen“ die pejorative Bedeutung im Sinn von „sich rächen“ bekam?
Geht das auf ein literarisches Werk zurück?
Kennt jemand eine Arbeit, in der man darüber nachlesen kann?
Im GRIMM finde ich dazu auch nichts, außer dass „Heimzahlung“ nichts Böses bedeutet(e).
Und, bitte, keine unbegründeten Vermutungen, zu denen der Baier nur sagen kannn: „Ko(n sei(n und ned aa“.
Dank im voraus und schöne Grüße!
H.
Hallo, Hannes,
es ist möglich, dass das „heim-“ in dieser Fügung gar nicht auf das germanische *haima- = „Welt, Heim“ zurückgeht, sondern wie auch das Wort „Heimtücke“ auf eine Zusammensetzung mit „hämisch“ zurück zu führen ist. Dieses ist als Adjektiv bereits im 13.Jh. nachweisbar. Im Mhd. als hem(i)sch zu finden und lt. „Kluge“ erweitert aus mhd. hem = „aufsässig, böswillig“.
Gruß
Eckard
Hallo, Hannes,
Kann jemand mitteilen, wie die Redensart „einem etwas
heimzahlen“ die pejorative Bedeutung im Sinn von „sich rächen“
bekam?
Geht das auf ein literarisches Werk zurück?
Und, bitte, keine unbegründeten Vermutungen,
Röhrich schreibt unter „Münze“:
„Mit gleicher (grober) Münze heimzahlen (zurückzahlen) steht bereits bei Abraham a Santa Clara (‚Etwas für alle’, 163 [*]) und bedeutet: jem. in ähnl. unfreundlicher, grober Weise behandeln…“
([*] Leider habe ich den Originaltext nicht)
…und darauf begründe ich meine Vermutung, es könne sich um eine verkürzte Form dieser Wendung handeln 
Gruß
Kreszenz
Hallo, Eckard!
Originell Dein Vorschlag.
Aber dagegen spricht, dass „Heimzahlung“ mit der Belegstelle bei GRIMM durchaus soviel wie „Rückzahlung“ etwa eines Lotterieeinsatzes bedeutet.
Gruß!
H.
Hi,
nun ist ja „Rückzahlung“ auch schon zweideutig. Man sagt ja auch im Sprachgebrauch „das kriegst du zurück“ oder das „zahl ich dir zurück“, um auszudrücken, dass man sich für eine schlechte Behandlungen rächen will.
Grüße, Christine