Guten Tag,
zweierlei Bitten
(a) mag wohl jemand beispielhaft einige Sätze mit an-/er- oder sonstigem -heischen aufschreiben? Gibt es dazu ein echtes Nomen?
(b) Was ist „es“ für ein Satzglied?
Es regnet.
Es wurde ihr ungemütlich.
dalga, nicht ungemütlich aber neugierig
Hallo,
ich hoffe, ich schreib jetzt nicht totalen Blödsinn und alle lachen mich aus, aber ich würde beim „es“ darauf tippen, dass es einfach das Subjekt ist…„Wer oder was wurde ihr ungemütlich? -Es“.
Ein Satz mit -heischen fällt mir vielleicht irgendwann ein, jetzt leider nicht. Ein dazugehöriges Substantiv fällt mir aber auch absolut nicht ein, so dass ich glaube, es gibt keins. Ist aber auch nicht sicher. Erheischung existiert wohl, aber das trifft es wohl nicht in jedem Fall.
Grüße
Idhre
(a) mag wohl jemand beispielhaft einige Sätze mit an-/er- oder
sonstigem -heischen aufschreiben? Gibt es dazu ein echtes
Nomen?
Ich kann einen aus der österreichischen Rechtsordnung anbieten:
§ 365 ABGB: „Wenn es das allgemeine Beste erheischt , muß ein Mitglied des Staates gegen eine angemessene Schadloshaltung selbst das vollständige Eigenthum einer Sache abtreten.“
(Wie an der Formulierung unschwer zu erraten ist, steht dieser Satz seit dem 1.1.1812 in Kraft 
Das Substantiv ist „es“. (So wie zB auch bei „es gibt“ etc)
Ciao
P.
Hallo, Dalga,
(a) mag wohl jemand beispielhaft einige Sätze mit an-/er- oder
sonstigem -heischen aufschreiben?
zu „heischen“ findest du Beispiele auf http://dict.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site…,
auf http://wortschatz.uni-leipzig.de/ kannst du auch „erheischen“ „anheischig“ eingeben, die Beispiele stehen jeweils ganz unten.
Mehr zum Begriff „heischen“ auf
http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/h/kh02235.htm und
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…
Gruß
Kreszenz
Das Substantiv ist „es“. (So wie zB auch bei „es gibt“ etc)
Du meinst sicherlich Subjekt. Denn es ist ja ein Pronomen, kein Substantiv.
Gruß,
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(b) Was ist „es“ für ein Satzglied?
Es regnet.
im gegensatz zu den anderen bin ich nicht der meinung, daß „es“ in diesem und ähnlichen sätzen das subjekt ist. erstens finde ich die frage „wer oder was regnet?“ schwachsinnig (formal zwar richtig, aber nicht sinnvoll), zweitens gebe ich einen anderen beispielsatz:
es ist ein ros entsprungen.
wer oder was ist entsprungen? ein ros. und was ist nun mit dem „es“? es ist jedenfalls nicht das subjekt (denn das ist „ein ros“).
ich würde meinen, daß das „es“ in diesen fällen ein anhängsel des prädikats ist. die funktion ist auch einigermaßen klar: das prädikat kommt im satz normalerweise an zweiter stelle, man könnte also auch sagen: „ein ros ist entsprungen“. will man die das subjekt aus poetischen, logischen oder anderen gründen nach hinten umstellen, stellt man ein „es“ an die erste stelle.
so auch:
etwas ist heute passiert.
heute ist etwas passiert.
=> es ist heute etwas passiert.
bei bestimmten floskeln ist das „es“ teil unerläßlicher teil des prädikats, wie eben bei „es regnet“. nicht irgendwas regnet, sondern das „es“ ersetzt eben ein nicht vorhandenes subjekt.
Hallo, gyuri,
im gegensatz zu den anderen bin ich nicht der meinung, daß
„es“ in diesem und ähnlichen sätzen das subjekt ist
…
ich würde meinen, daß das „es“ in diesen fällen ein anhängsel
des prädikats ist.
dieses „es“ wird auch als formales Subjekt bezeichnet
Das Pronomen es _steht als rein formales, d.h. bedeutungsloses Subjekt bei unpersönlichen und unpersönlich verwendeten Verben. Es kann in der Regel nicht weggelassen oder ersetzt werden:
Es regnet stark.
Stark regnet es.
Es schneit schon den ganzen Tag
Den ganzen Tag schon schneit es.
Es handelt sich um ein Missverständnis.
Handelt es sich um ein Missverständnis?
…_
http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Inflecti…
Und in aller Ausführlichkeit „Das Horizontpronomen es“:
http://www.cl.uni-heidelberg.de/kurs/haenelt/referat…
Gruß und frohe Feiertage
Kreszenz
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dieses „es“ wird auch als formales Subjekt bezeichnet
ok, bei „es regnet“ ist es so, danke, wieder was dazugelernt.
aber was ist nun mit „es ist ein ros entsprungen“? da trifft die beschreibung nicht zu.
aber was ist nun mit „es ist ein ros entsprungen“? da trifft
die beschreibung nicht zu.
Da steht es als „Platzhalter“:
Das Pronomen es _kann anstelle des Subjekts an erster Stelle im Satz stehen.
Es steht ein Schrank im Gang. (Subjekt = ein Schrank)
…_
http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Inflecti…
Gruß
Kreszenz
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Platzhalter ‚es‘
dieses „es“ wird auch als formales Subjekt bezeichnet
ok, bei „es regnet“ ist es so, danke, wieder was dazugelernt.
Ist doch immer wieder erfreulich, gell Gyuri?!!?
aber was ist nun mit „es ist ein ros entsprungen“? da trifft die beschreibung nicht zu.
Da hast du nun wieder Recht.
Hier ist das „es“ bloß ein **Platzhalter>/B>.
Dazu: Duden-Grammatik $$ 1107 und 1121.
Das „es“ tritt an die erste Stelle des Satzes und verdrängt das Subjekt von dort, weil man diesem weniger Bedeutung zumessen will als dem Verb.
Im Satz „Eine Rose ist entsprungen.“ liegt die Betonung auf dem Subjekt „Rose“.
Formuliert man: „Es ist eine Rose entsprungen.“ so bekommt des „entspringen“ eine höhere Wertigkeit.
Es ist also eine Frage des Stils und der Redeintention, wenn man des „ES“ als Platzhalter einsetzt.
Gruß Fritz**