Heisses Öl im Mittelalter

Hallo

Bitte? Wenn ich hier grundlos angezickt werde, bemühe ich
gerne mal das ein oder andere Klischee.

Angezickt? Jeder versteht das was er verstehen will. Es war eine reine Information, dass ich nicht von der Schweiz rede…

Womit? Anstatt mit irgendetwas „ewig weiterzumachen“ schlage
ich vor, Du änderst Deinen Umgangston.

Dann änderst du evtl. deine Einstellung und fängst an logisch zu denken? Du hast von der Schweiz angefangen. Kein anderer hat vorher jemals die Schweiz erwähnt. Und das sowas von Land zu Land verschieden sein kann versteht sich wohl von selbst, oder?

Für die Langsamen: Darum ging es eben nicht, sondern um den
Ton. Dein Beitrag zum Thema Lehrerausbildung war rein
informationstechnisch sowieso nicht das Gelbe vom Ei. Dass man
üblicherweise nicht zwei volle Studien aneinanderhängt, vor
allem, wenn man es sich zum Ziel gesetzt hat, den Lehrerberuf
auszuüben, versteht sich von selbst.

Nein? Was war denn daran nicht das Gelbe bom Ei? Soll ich es nochmal erklären? Langsam und mit Bildern?

Grüsse

Grüße zurück

Wiesel

Christina

tach auch

wenns zum frieden beiträgt

ich studiere selbst physik. von 135 studenten an der TU Darmstadt sind (leider) nur 7 studies, welche auf sek 2 gehen werden. auch diese müssen alle vorlesungen besuchen und prüfungen schreiben wie ein studie, der den bachelor erreichen möchte. lediglich ein paar wenige grundpraktika (5 von 35) müssen nicht erbracht werden, ansonsten haben sie noch 3 semster mehr vor sich.
es wird mehr fachwissen studiert als pädagogik. das ist das was heutzutage sehr traurig ist am lehrerberuf. Denn all diese inhalte, welche im fachwissen stecken, werden dann nicht annähernt als lehrer benötigt.

so
far
so
borg

Hi!
Ja, bis zum Bachelor ist das auch relativ normal. Bei uns wird grad der Bachelor eingeführt (leider), aber bisher wars halt Vordiplom. Und nach der Zwischenprüfung müssen die Lehramtsleute noch 2 Vorlesungen im Fach Mathe machen. Meist Zahlentheorie und Fu-Ana1 (davon die erste Hälfte), aber ein ganz klein wenig Auswahlmöglichkeit (ein oder zwei Fächer noch) gibts wohl. Zahlentheorie muss ich im ganzen Studium nicht machen sondern geb mir das aus Interesse so und Fu-Ana muss ich zwei Vorlesungen besuchen. Da kommt natürlich noch einiges dazu. Man könnte also sagen, dass Lehramtsstudenten die fachspezifische Ausbildung nach dem Grundstudium so gut wie durch haben (die haben auch Sachen im Hauptstudium, die bei uns Vordiplomsstoff sind). Also bis zum Bachelor hat da wohl auch nicht viel zu sagen. Abgesehen davon läufts beim Bachelor doch ganz anders. Wird doch drauf hinauslaufen, dass jeder nur noch ein Hauptfach hat.
Ach, ich hasse den Bachelor. Aber das wird jetzt langsam zu sehr off-topic…

Gruß
Christina

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Das mit der Stoff-Fülle im Studium ist eine schlimme Sache.

Natürlich ist es wichtig, eine gewisse Breite zu vermitteln. Aber die Aufnahmefähigkeit der Menschen ist unterschiedlich.

Nur automatenähnliche Gestalten oder ganz wenige absolute Lichtgestalten haben im Studium eine Chance auf ein dauerhaftes und endgültiges „Erfolgserlebnis“. Ob der automatenähnliche Typ von Mensch es ist, der später optimal der Gesellschaft nutzen kann, bezweifle ich stark. Eher werden sie zu gut funktionierenden Rädchen. Für diese These spricht auch, welch großer Wert auf Notendurchschnitte und kurze Studienzeiten gelegt wird, wenn Jobs verteilt werden.

Mir kommt es ganz so vor, als ob mit zu hohen Anforderungen gezielt eine Typisierung der Absolventen und eine Verhinderung freien Studiums und freier Wissenschaft betrieben würde.

Ich glaube auch, daß bei Benotungen viel geschoben wird und es etablierte bundesligaähnliche Durchlaß-Systeme gibt.

Die betroffenen Hochschulen und Universitäten wären dann im Prinzip Präge-, Verhinderungs- und Kontrollanstalten eines abscheulichen Systems (666).

Ausnahmen gibt es bestimmt. Man sollte nach ihnen suchen.

Diese Ausführungen beziehen sich auf das Studium im allgemeinen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

Man bedenke immer: Der Mann ist Physiklehrer, nicht zu
verwechseln mit Physiker. Physiker wissen mehr und besser.

Ich dachte eigentlich, dass man hierzulande (Schweiz) auf
gymnasialer Ebene ein abgeschlossenes Studium des jeweiligen
Faches benötigt, um unterrichten zu dürfen. Irre ich?

Und vielleicht nützt Dir auch noch eine echte Antwort:
In der Schweiz hat ein Mittelschullehrer für ein naturwissenschaftliches (und auch mathemtisches) Fach in der Regel ein Hauptfachstudium absolviert. Doch was in diesen Studiengängen präsentiert wird ist nicht in erster Linie „Alltagphysik“, sondern die (modernen) physikalischen Theorien (Mechanik, QM, Relativitätstheorie, Elektrodynamik,…), oder dann auch aktuellere Experimente. Die kleinen physikalischen Phänomene haben eher einen untergeordneten Stellenwert.
Dein Lehrer weiss sicher, dass Oel stärker erhitzt werden kann als Wasser, er weiss vermutlich sogar eine Erklärung dafür, aber die Theorie liefert nicht, dass damit andere Leute „effizienter“ verletzt werden können.

Gruss Urs

Noch was
Hi,

mir fällt neben den beiden genannten „Vorteilen“ von Öl

  • Erhitzbarkeit auf höhere Temperaturen („Fleisch anbraten“)
  • Geringere Verdampfung beim Fall und dadurch geringere Abkühlung (Dampfdruck)

noch etwas ein:

  • Höhere Viskosität
  • Benetzung

Natürlich haben wir als Kinder mal versucht, (kaltes) Wasser vom Balkon auf Passanten zu schütten… mit dem Effekt, daß das Wasser sich zerstreute und unten als feine Tröpfchen ankam - Wasserbombem waren einfach effektiver:wink: Worauf ich hinaus will - ich schätze, wenn man Öl herunterschüttet, dann verteilt sich das nicht so stark und bleibt in größeren Tropfen zusammen.
Wenn das Öl noch schön dickflüssig ist, dann ist es richtig fies, dann benetzt es die Kleidung besser, kann nicht abgeschüttelt werden und wirkt …

Schon mal mit Heißkleber die Finger verbrannt? Dann weiß man, wovon ich rede …

Gruß
Moriarty

P.S. ich bin zwar Physiker, aber ich bin relativ sicher, daß man da auch ohne Studium draufkommen kann …

Off-Topic bzw. Relativierung
Hallo nochmal!

Naja - hier diskutieren jetzt wieder Fachleute - da sieht aber wieder den Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

Was der Lehrer gemeint haben könnte, ist folgendes (ich springe jetzt einmal für ihn in die Bresche): Er hat durch seine Aussage versucht, einen realistischen Bezug der hypothetischen Diskussion herzustellen.

Will sagen: Angesichts der vielen (teilweise merkwürdigen) Antworten, bin ich mittlerweile der Überzeugung - der Lehrer hat völlig recht gehabt.

Ob mir jemand 5 Liter siedendes Öl oder 5 Liter siedendes Wasser über die Rübe giesst - meinetwegen auch Wasser zu nur 80°C und Öl zu 160°C - das ist sowas von egal, ich hätte in beiden Fällen sehr wahrscheinlich die Schnauze voll vom Kampf.

Der einzige Vorteil von Öl könnte sein, dass es schneller zu erhitzen ist (eine logistische Frage), und - wie schon gesagt - dass es brennbar wäre.

Will man - wie die meisten hier im Brett - den taktischen Vorteil der „Brennbarkeit“ nicht nutzen, dann ist es völlig gleich.

Dann wäre die Aussage des Lehrers - relativiert auf die heutige Zeit - in etwa wie: „Prinzipiell ist es egal, ob die Polizei eine Faustfeuerwaffe Kaliber .32, .38 oder .45 verwendet - die Wirkung ist erfüllt den gewünschten Effekt in jedem Fall (ausser natürlich bei vorsätzlicher Tötungsabsicht)“.

Lieben Gruß
Patrick

Dann wäre die Aussage des Lehrers - relativiert auf die
heutige Zeit - in etwa wie: „Prinzipiell ist es egal, ob die
Polizei eine Faustfeuerwaffe Kaliber .32, .38 oder .45
verwendet - die Wirkung ist erfüllt den gewünschten Effekt in
jedem Fall (ausser natürlich bei vorsätzlicher
Tötungsabsicht)“.

Da haben wirs ja.
Ebenso, wie nicht egal der Kaliber der Polizeiwaffe ist (weil der Zweck der Mannstoppwirkung MASSIV mit dem Kaliber und der Geschossart zusammenhängt), so ist auch nicht egal, ob feinzerstäubtes 80 Grad warmes Wasser, oder zusammenklebendes 140 Grad heisses Öl auf den Angreifer vergossen wird.

Die Menschen in extremen Situationen (dazu gehört sowohl das Erstürmen einer Festung, wie auch ein Kampf mit einem Polizisten) stehen unter starkem (körpereigenen) Drogeneinfluss. Da stört einen 'n Bisschen warmes Wasser oder eine 7,62 mm Erbse nicht richtig.

Es sind Fälle überliefert, wo Angreifer mit mehreren Rumpftreffern von 9 mm Para noch in der Lage waren zu gehen, mit Messer zu kämpfen oder zielgenau zurückzuschiessen. Mit passender Polizeimunition wäre das nicht passiert.

Was mittelfristige Tödlichkeit angeht, sind die o.a. Kaliber sicherlich vergleichbar. Was aber die polizeilich erwünschte sofortige Mannstoppwirkung angeht, so liegen Welten dazwischen.

MfG

C.

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Das ist der Punkt
Ich glaube, das ist der Kern des Problems um den Physiklehrer, welches Du präziese seziert hast. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er sich auf Grund von solchen (unqualifizierten) Meinungen zu seiner Aussage hat hinreissen lassen.

Mal ganz im Ernst: schütte mal einen 10 Liter Eimer Wasser vom Balkon aus dem zweiten Stock. Da reden wir nicht von Tröpfchen, wenn das eine Person trifft. Wenn das Wasser kochen sollte, wird die Person aller Wahrscheinlichkeit nach keine große Lust mehr auf einen Kampf haben. Schon gar nicht, wenn ein zweiter Eimer bereit steht.

Die Geschichte mit der Mann-Stopp-Wirkung von Projektilen ist etwas, was Waffenlobbyisten gerne hören. Aber glaubst Du wirklich, dass das zur Normalität gehört: dass jemand mit einer Projektilverletzung einen Angriff weiter fortsetzt? Das ist genauso unrealistisch, als dass ein mit einem Messer bewaffneter Mann einen Polizisten mit einer Pistole angreift (in der richtigen Welt).

Und wenn die Mechanik beschädigt wurde (Muskel, Sehne, Knochen), dann ist der Bewegungsablauf sowieso gestört. Der erste Impuls, den Du dann zwangsläufig erstmal hast, ist dass Du die Wunde untersuchen möchtest.

Wenn wir uns auf psychoendokrinologische Ebene begeben - und auf die willst Du ja mit dem Thema Kampf- oder Blutrausch hinaus - dann ist dasjenige Hormon, welches in Stresssituationen die Glukoseverstoffwechselung (Energiegewinnung) erheblich verbessert das Kortisol. Die Achse, über die der Stoff ins Blut gelangt, ist nicht besonders priorisiert im Organismus (dient eher der Krankheitsabwehr als der Gefahrenabwehr), und das dauert ca. 15 Minuten, bis das effizient wirkt.

Also wenn man nicht die Wahrheit aus Hollywood der Welt zugrunde legt (hier steht der Böse auch nach dem dritten Mal immer wieder auf), dann ist das doch alles recht unwahrscheinlich.

Natürlich IST so etwas unter Garantie schon einmal passiert, aber es handelt sich um EINZELFÄLLE!

Wenn Du Dich nach der Darstellung in Filmen richten möchtest (da sind Punkte wie: Munitionswirkung - z.B. Leathel Weapon 3; Kaliber - z.B. Dirty Harry) immer gerne genutzte Themen. Schaue lieber auch mal einen Antikriegsfilm, da ist die Darstellung wirklichkeitsgetreuer (Im Actionfilm macht es sich nicht so gut, wenn sich der Held einscheisst).

Lieben Gruß
Patrick

Einfach mal die Geschichte der Dum-Dum Geschosse anschauen, dann weisst du dass es durchaus solche Fälle gab in denen stark angeschossene Menschen noch locker weiterkämpfen.
hollywood hin oder her, in Stress-Situationen merkt man Schmerzen nicht immer, egal wie unwahrscheinlich einem dies erscheinen mag!

Gruß Wizard of War

Hallo „Wizard of War“!

Dass es Einzelfälle gegeben hat, ist mit durchaus bewusst und habe ich zuvor bereits geschrieben.

Bei einer allgemeinen Aussage sollte man aber nicht nur den Einzelfall berücksichtigen, sondern nach Möglichkeit eine allgemeine Aussage treffen, die besonders gut auf die Grundgesamtheit zutreffend ist. Alles andere ist wesentlich für „RTL & Co.“, die das Bild von der Wirklichkeit zugunsten von Einschaltquoten verzerren, aber im wirklichem Leben nicht hilfreich.

Zu Deiner Anmerkung bezüglich Stress ist folgendes zu sagen:

Schmerzen werden sublektiv tatsächlich nicht mehr so intensiv wahrgenommen. Aber auch die Wahrnehmung in anderen Bereichen wird erheblich eingeschränkt. Legen wir die Performanz des Arbeitsgedächtnisses als Steuerungselement von gezielten (bewussten) Handlungen zugrunde, so bleibt festzustellen, dass in der Literatur Befunde über eine negative Beeinträchtigung von pharmakologischen Cortisolgaben (Stresshormon) auf die Performanz des AG in Humanexperimenten (z.B. Lupien, Gillin & Hauger, 1999; (Wolf et al., 2001) und Tierexperimenten (Rosendahl et al., 2004) existieren. Erhöhte, unegrichtete Umgebungsaufmerksamkeit wird zu Lasten konzentrativer Aufmerksamkeitsmechanismen reduziert (Al Absi et al., 1997). Feldmann et al., 1995 bzw. Petrusz et al., 1992 schliessen daraus, dass eine Aktivierung unter Stress derjenigen Systeme stattfindet (und eine ABschaltung von anderen Systemen), welche für ein Fluchtverhalten relevant sind („Feed-Forward-Modell“). Performanzen zugunsten für Kampf sind zunächst einmal reduziert.

Um solchen biologischen Prozessen entgegen zu wirken, werden Soldaten vor Kampfeinsätzen sogar pharmakologisch behandelt.

Des Weiteren ist wesentlicher Bestandteil von Polizei bzw. Armee, eben mit diesen Reaktionen umgehen zu lernen bzw. dem Performazverlust entgegen zu wirken.

Vor solchem Hintergrund sind Dienstvorschriften wie z.B. das Abgeben eines Warnschusses bei der Polizei als auch bei der Armee sinnvoll; würde man Deiner Einschätzung folge leisten wollen, dann wären solche Vorschriften in der Tat sinnlos. Aber ich glaube, wenn tatsächlich eine erhöhte Gefahr für Beamte bestehen würde, hätte sich das auch schon bis zu denen herumgesprochen.

Als letztes möchte ich allen, die zugunsten von schwerem Geschütz etc. argumentieren mögen, noch folgenden Hinweis geben: Empathie. Bevor auf solcher Basis diskutiert wird, solltet Ihr euch erst einmal versuchen vorzustellen, wie Ihr auf eine solche Reaktion reagieren würdet - in der Wirklichkeit! Oder schaut zurück, wie die Reaktion in Gefahrensituationen bereits stattgefunden haben mag. Wie sieht die ganz persönliche Reaktion in Bezug auf Bedrohung aus?

In diesem Sinne,
lieben Gruß
Patrick

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Hi Patri500k

Also es ging ja um das Mittelalter, und da war es um Wissenschaftliche Studien wahrscheinlich nicht so gut bestellt, ausser das was der Inquesitor durchführte :wink:

Heutzutage gibt es ja sowas wie Menschenrechte und die räumen selbst gefährlichen Straftätern eine Verhältnismäßigkeit ein. Man versucht eben mit dem geringsten Mitteln den „Gegner“ zu stoppen, daß normae 9mm Para bei Otto-normal-Bankräuber ausreichen ist unbestritten, nur stehen diese ja eben auch meist net unter Drogeneinfluss.

Mal zum Thema der DumDum-Geschosse zurückzukommen, da du dies ja scheinbar vollkommen überlesen hast:

  • um 1890 glaubich, war das Britische Imperium in Indien unterwegs
  • Eine Festung der Briten wurde von Einheimischen Kriegern angegriffen, dabei standen diese unter starken Drogen und kämpften weiter wenn sie schon mehrere Treffer mit der damaligen Munition einstecken mussten (7,7mm glaubich).

Also kamen Sie auf die Idee (oder vielleicht auch zufällig) den Geschosskopf abzufeilen / abzusägen um den Bleikörper freizulegen.
Beim Auftreffen verursachte dies extrem große Wunden und zerfetzten die Körper regelrecht. Aber das Ziel war erfüllt: Der Gegner war nicht mehr Kampffähig.
Mitlerweile sind die Geschosse von den Genfer Konventionen verboten.

Gruß Wizard of War

Lass nur, du hast schon recht. Der hier weiß auch alles zur SRT besser - nur begriffen hat er sie bis jetzt nicht.

Gruß
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lass nur, du hast schon recht. Der hier weiß auch alles zur
SRT besser - nur begriffen hat er sie bis jetzt nicht.

Gruß
Frank

Nur der Vollständigkeit halber: SRT???

Gruß
Christina

Hallo Wizard!

Also es ging ja um das Mittelalter, und da war es um
Wissenschaftliche Studien wahrscheinlich nicht so gut
bestellt, ausser das was der Inquesitor durchführte :wink:

Experimentelle Studien gehen bis auf die Bibel zurück. Das Einführen von Placebokontrolle, Stichprobenbeschreibung etc sind Gegenstand vieler historischen Forschungen. Wenn es das nicht gegeben hätte, wären wir heute nicht, wo wir sind.

Heutzutage gibt es ja sowas wie Menschenrechte und die räumen
selbst gefährlichen Straftätern eine Verhältnismäßigkeit ein.
Man versucht eben mit dem geringsten Mitteln den „Gegner“ zu
stoppen, daß normae 9mm Para bei Otto-normal-Bankräuber
ausreichen ist unbestritten, nur stehen diese ja eben auch
meist net unter Drogeneinfluss.

Drogeneinfluss hat die gleiche Wirkung wie akuter Stress (Zumindestens bei Drogen wie Amphetamin oder Opiaten). Beide sind Dopamin-Reuptake-Blocker (Wolverton & Johnson, 1992). In Bezug auf jemanden, der Drogenmissbrauch betreibt, ist dein Argument hinfällig.

Aus meiner persönlichen Erfahrung mit Drogenabhängigen Straftätern kann ich sagen, dass mir persönlich kein einziger Fall untergekommen ist, in dem der Delinquent nicht um jeden Preis hätte fliehen wollen. Die Performanz des Delinquenten war in jedem Fall so erheblich eingeschränkt, dass - selbst wenn der Fluchtversuch misslang und der Delinquent in die Ecke gedrängt gewesen ist - selbst ein bewaffneter Angriff (Messer) abgewehrt werden und der Delinquent mit waffenloser Gewalt entwaffnet werden konnte.

Mal zum Thema der DumDum-Geschosse zurückzukommen, da du dies
ja scheinbar vollkommen überlesen hast:

  • um 1890 glaubich, war das Britische Imperium in Indien
    unterwegs
  • Eine Festung der Briten wurde von Einheimischen Kriegern
    angegriffen, dabei standen diese unter starken Drogen und
    kämpften weiter wenn sie schon mehrere Treffer mit der
    damaligen Munition einstecken mussten (7,7mm glaubich).
    Also kamen Sie auf die Idee (oder vielleicht auch zufällig)
    den Geschosskopf abzufeilen / abzusägen um den Bleikörper
    freizulegen.
    Beim Auftreffen verursachte dies extrem große Wunden und
    zerfetzten die Körper regelrecht. Aber das Ziel war erfüllt:
    Der Gegner war nicht mehr Kampffähig.

Das zweifelhafte an der Geschichte ist, wer soll so etwas überliefert haben? Aller wahrscheinlichkeit nach handelt es sich doch um einen der britischen Soldaten. Ob die Notwendigkeit, die Praxis der Dum-Dum Geschosse anzuwenden wirklich notwendig gewesen ist, wage ich zu bezweifeln. Aber es macht sich in der SChilderung eines Veteranen sehr wahrscheinlich besser, wenn der Gegner unbesiegbar gewesen ist und man nur mit knapper Not gewinnen bzw. entkommen konnte (je nach dem).

Mitlerweile sind die Geschosse von den Genfer Konventionen
verboten.

Was mit Sicherheit auch gut so ist. Erst redest Du von mannstoppender Wirkung, jetzt ein beinahe Pladoyer für Dum Dum Geschosse. Wie passt das Zusammen, dass beim Militär Geschosse mit hoher Durchschlagskraft verwendet werden?

Aber mich deucht, Du warst persönlich weder bei der Armee, noch hast Du jemals eine akute Gefahrensitation durchlebt oder wenn, dann erfolgreich verdrängt.

In der Realität ist es egal, wie groß eine Bedrohung auch wirken mag. Es spielt auch keine Rolle, dass man heroisch wie im Kino sein möchte. Wenn Du in so einer Situation bist, hast Du immer vor allem auch eine scheiss Angst.

Wobei dies im Mittelalter wohl noch tragischer gewesen sein dürfte, dqa dort selbst kleiner Verletzungen meistens den Tod zur Folge gehabt haben.

Gruß Wizard of War

Lieben Gruß
Patrick

Hi Patrick,

Das zweifelhafte an der Geschichte ist, wer soll so etwas
überliefert haben? Aller wahrscheinlichkeit nach handelt es
sich doch um einen der britischen Soldaten. Ob die
Notwendigkeit, die Praxis der Dum-Dum Geschosse anzuwenden
wirklich notwendig gewesen ist, wage ich zu bezweifeln. Aber
es macht sich in der SChilderung eines Veteranen sehr
wahrscheinlich besser, wenn der Gegner unbesiegbar gewesen ist
und man nur mit knapper Not gewinnen bzw. entkommen konnte (je
nach dem).

Ich gebe dir Recht, Geschichte schreibt immer der Sieger (in dem Fall die Briten), trotzdem halte ich das schon für einigermaßen glaubhaft.

Mitlerweile sind die Geschosse von den Genfer Konventionen
verboten.

Was mit Sicherheit auch gut so ist. Erst redest Du von
mannstoppender Wirkung, jetzt ein beinahe Pladoyer für Dum Dum
Geschosse. Wie passt das Zusammen, dass beim Militär Geschosse
mit hoher Durchschlagskraft verwendet werden?

Sicher ist das gut, aber heutzutage geht es ja nicht darum blosses Fleisch zu zerreissen sondern eben Multifunktionale Anwendbarkeit und am besten auch noch Durchschlagen von Panzerungen.
Abgesehen davon gibt es heutzutage unterschiedliche Geschosstypen.

Aber mich deucht, Du warst persönlich weder bei der Armee,
noch hast Du jemals eine akute Gefahrensitation durchlebt oder
wenn, dann erfolgreich verdrängt.

Tja da täuscht du dich gewaltig ich war bei der BW (wenn du das als Armee bezeichnen willst) und zwar net nur als Wehrpflichtiger.

Ich habe dort zwar keine echte Gefahrensituation erlebt aber eine simulierte und war im nachhinein erstaunt welche Reserven mein Körper noch in sich hatte nach den Kräftezehrenden Märschen vorher.

Auf deine Hollywoodvergleiche lasse ich mich gar nicht erst ein.

Gruß Wizard of War

Lass nur, du hast schon recht. Der hier weiß auch alles zur
SRT besser - nur begriffen hat er sie bis jetzt nicht.

Gruß
Frank

Nur der Vollständigkeit halber: SRT???

Was ich hier korrigiert hab: http://physik.kds-nano.com/Widersprueche%20der%20ART…

Gruß
Frank