Hallo Wizard!
Also es ging ja um das Mittelalter, und da war es um
Wissenschaftliche Studien wahrscheinlich nicht so gut
bestellt, ausser das was der Inquesitor durchführte 
Experimentelle Studien gehen bis auf die Bibel zurück. Das Einführen von Placebokontrolle, Stichprobenbeschreibung etc sind Gegenstand vieler historischen Forschungen. Wenn es das nicht gegeben hätte, wären wir heute nicht, wo wir sind.
Heutzutage gibt es ja sowas wie Menschenrechte und die räumen
selbst gefährlichen Straftätern eine Verhältnismäßigkeit ein.
Man versucht eben mit dem geringsten Mitteln den „Gegner“ zu
stoppen, daß normae 9mm Para bei Otto-normal-Bankräuber
ausreichen ist unbestritten, nur stehen diese ja eben auch
meist net unter Drogeneinfluss.
Drogeneinfluss hat die gleiche Wirkung wie akuter Stress (Zumindestens bei Drogen wie Amphetamin oder Opiaten). Beide sind Dopamin-Reuptake-Blocker (Wolverton & Johnson, 1992). In Bezug auf jemanden, der Drogenmissbrauch betreibt, ist dein Argument hinfällig.
Aus meiner persönlichen Erfahrung mit Drogenabhängigen Straftätern kann ich sagen, dass mir persönlich kein einziger Fall untergekommen ist, in dem der Delinquent nicht um jeden Preis hätte fliehen wollen. Die Performanz des Delinquenten war in jedem Fall so erheblich eingeschränkt, dass - selbst wenn der Fluchtversuch misslang und der Delinquent in die Ecke gedrängt gewesen ist - selbst ein bewaffneter Angriff (Messer) abgewehrt werden und der Delinquent mit waffenloser Gewalt entwaffnet werden konnte.
Mal zum Thema der DumDum-Geschosse zurückzukommen, da du dies
ja scheinbar vollkommen überlesen hast:
- um 1890 glaubich, war das Britische Imperium in Indien
unterwegs
- Eine Festung der Briten wurde von Einheimischen Kriegern
angegriffen, dabei standen diese unter starken Drogen und
kämpften weiter wenn sie schon mehrere Treffer mit der
damaligen Munition einstecken mussten (7,7mm glaubich).
Also kamen Sie auf die Idee (oder vielleicht auch zufällig)
den Geschosskopf abzufeilen / abzusägen um den Bleikörper
freizulegen.
Beim Auftreffen verursachte dies extrem große Wunden und
zerfetzten die Körper regelrecht. Aber das Ziel war erfüllt:
Der Gegner war nicht mehr Kampffähig.
Das zweifelhafte an der Geschichte ist, wer soll so etwas überliefert haben? Aller wahrscheinlichkeit nach handelt es sich doch um einen der britischen Soldaten. Ob die Notwendigkeit, die Praxis der Dum-Dum Geschosse anzuwenden wirklich notwendig gewesen ist, wage ich zu bezweifeln. Aber es macht sich in der SChilderung eines Veteranen sehr wahrscheinlich besser, wenn der Gegner unbesiegbar gewesen ist und man nur mit knapper Not gewinnen bzw. entkommen konnte (je nach dem).
Mitlerweile sind die Geschosse von den Genfer Konventionen
verboten.
Was mit Sicherheit auch gut so ist. Erst redest Du von mannstoppender Wirkung, jetzt ein beinahe Pladoyer für Dum Dum Geschosse. Wie passt das Zusammen, dass beim Militär Geschosse mit hoher Durchschlagskraft verwendet werden?
Aber mich deucht, Du warst persönlich weder bei der Armee, noch hast Du jemals eine akute Gefahrensitation durchlebt oder wenn, dann erfolgreich verdrängt.
In der Realität ist es egal, wie groß eine Bedrohung auch wirken mag. Es spielt auch keine Rolle, dass man heroisch wie im Kino sein möchte. Wenn Du in so einer Situation bist, hast Du immer vor allem auch eine scheiss Angst.
Wobei dies im Mittelalter wohl noch tragischer gewesen sein dürfte, dqa dort selbst kleiner Verletzungen meistens den Tod zur Folge gehabt haben.
Gruß Wizard of War
Lieben Gruß
Patrick