Wohnung 4. Stock, alter Plattenbau; warmes Wasser, oft auch so heißes, daß es weh tut, kommt frühmorgens für einige Stunden beim Aufdrehen des kalten Wassers; Hausmeister sagt: Ventil kaputt in Heizungsanlage (Keller), und behauptet, das sei keine Energieverschwendung und den Mietern entstünden dadurch auch keine höheren Kosten ("…ist Sache der Heizungsfirma…"). Ich bin ertaubt und erst vor kurzem hier eingezogen und habe deshalb Schwierigkeiten, der Sache im Gespräch auf den Grund zu gehen.
- wie kann nicht gewolltes heißes Wasser OHNE Energieverschwendung produziert werden? (kommt mir unmöglich vor)
- wenn meine Vorstellung stimmt, daß durch das kaputte Ventil heißes Wasser in den Kaltwasserbehälter fließt oder aber für den Heißwasserbehälter bestimmte Heizleistung an den Kaltwasserbehälter abgegeben wird ((gibts da überhaupt Behälter?)), entstehen dadurch (erheblich!?) höhere Kosten für die Produktion des heißen Wassers, wie sollte es sein, daß die NICHT von den Mietern zu zahlen sind?
- kann ich dem Vermieter a) eine Frist von einem Monat für die Reparatur setzen und b) die Zahlung von anteiligen Heizkosten bei der nächsten Betriebskostenabrechnung verweigern, falls die Reparatur nicht zeitnah erfolgt?
Liebe Grüße
Hallo Inka (Meine Begrüßung)
Dein Posting berührt auch Rechtsberatung, ich werde mich mal auf die technischen Aspekte beschränken.
Wohnung 4. Stock, alter Plattenbau; warmes Wasser, oft auch so
heißes, daß es weh tut, kommt frühmorgens für einige Stunden
beim Aufdrehen des kalten Wassers; Hausmeister sagt: Ventil
Es ist ein absolutes Unding, wenn sowas passiert, grundsätzlich muss das abgestellt werden, schon weil die Funktion gefährlich gestört ist.
- wie kann nicht gewolltes heißes Wasser OHNE
Energieverschwendung produziert werden? (kommt mir unmöglich
vor)
Das Wasser wird zwar ungewollt, aber erwärmt und die warme Wassermenge wird ablaufenderweise verschwendet.
- wenn meine Vorstellung stimmt, daß durch das kaputte Ventil
heißes Wasser in den Kaltwasserbehälter fließt oder aber für
…
die Produktion des heißen Wassers, wie sollte es sein, daß die
NICHT von den Mietern zu zahlen sind?
Es gibt m.W. keine Kaltwasserbehälter aber die Kaltwasserversorgungsleitung hat über ein Ventil Verbindung zum Heizkessel, da kann warmes Wasser zurückgedrückt werden, vielleicht!?
Manchmal läuft die Kaltwasserleitung auch zu dicht am Kessel oder Kesselnahen Leitungen und wird über Nacht aufgeheizt.
Das ist in jedem Fall kein Normalzustand.
- kann ich dem Vermieter a) eine Frist von einem Monat für
die Reparatur setzen und b) die Zahlung von anteiligen
Heizkosten bei der nächsten Betriebskostenabrechnung
verweigern, falls die Reparatur nicht zeitnah erfolgt?
Hier ist die Rechtsberatung angesagt, aber aus dem oben Gesagten kannst Du Dir zusammenreimen, was Du machen kannst und sollst.
Manche Leute nehmen geern den Begriff Mietminderung in das Gespräch auf.
Gruß
Rochus
Die Ursachen könnte an defekten Rückschalgventilen oder an defekten Mischern an jeder Badewanne auftretet.
Auf jedenfall muß das Rückschlagventil und das Überdruckventil in der Warmwasserleitung direkt neben dem Heizkessel überprüft werde.
Gruß
Wolfgang
Herzlichen Dank! Ich hoffe jetzt, daß es wirklich am Ventil liegt, das kann ja wohl ausgetauscht werden; wenn es zu dicht liegende Leitungen sind (oder und schlecht isolierte Leitungen + Geräte?), wäre es wesentlich schwieriger. Ich habe soeben eine Mail an die Hausverwaltung geschickt: Reparatur innerhalb der nächsten vier Wochen, sonst Weigerung, die nächste Abrechnung anzuerkennen. Ein Fall für Mietminderung ist es, glaube ich, nicht, zumindest noch nicht. Die Kosten für die Verschwendung schlagen sich ja in der Betriebskostenabrechnung nieder. Das mit der gefährlich gestörten Funktion will ich aber im Auge behalten (wenngleich ich nicht weiß, was genau passieren könnte), da da vielleicht Mietminderung als „Drohung“ nötig wird.
Liebe Grüße