Heizen mit Wärmepumpe?

Hallo zusammen,

als ich mit meinem Heizungsfachmann über die neue Heizung sprach (bisher geplant: Ablösung Ölheizung durch Gas), machte dieser mich auf die Möglichkeit des Heizens mit einer Wärmepumpe aufmerksam.
Die Investition sei natürlich sehr hoch, die Einsparung aber auch, so dass sich der Mehrpreis gegenüber einer Gasheizung nach ca. 8-10 Jahren amortisiert habe (d.h. eine Investition mit ca. 10% Rendite).

Die Elemente können in eine Tiefenbohrung (80 Meter) oder auf einer Fläche von 200m² 80 cm tief in die Erde gebracht werden. Da hier sowieso gerade eine Fläche neu gemacht werden muss, würden sich die Flächenelemente anbieten.

Hat jemand Erfahrung damit?
Funktioniert das auch in einem strengen Winter, wenn der Boden sehr kalt ist?
Gibt es (abgesehen von den Kosten) weitere Vor- oder Nachteile?

Grüße
Sebastian

Hallo!
Erfahrung damit habe ich keine, hab schon etwas darüber gelesen,
weil ich eine Werkstatt damit beheizen wollte. (Was aber in meinem Fall nicht wirtschaftlich möglich ist)
Eine Wärmepumpe ist schon eine feine Sache, man muss aber mit einer niedrigen Vorlauftemperatur auskommen.
Also ist das nur bei Fussbodenheizung sinvoll, wo man so mit 40 Grad hinkommt. Wenn mit einer Wärmepumpe eine höhere Temp. erzeugt werden soll, wird das Verhältnis zwischen der kostenlosen Umweltenergie (Erdwärme) und Hilfsenergie (Strom) ungünstiger.
Dann gibt es noch die Möglichkeit der Luftwärmepumpe, die aber einen schlechteren Wirkungsgrad hat.
Das wird nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn ein kleines und sehr gut wärmegedämmtes Haus zu beheizen ist.

Grüße, Steffen!

Hallo !

Frag mal den Handwerker, wieviel Erfahrung er hat. Wieviele Anlagen er schon gebaut hat!
Meistens waren sie nur auf einem Lehrgang einer betreffenden Firma und versuchen jetzt ihr Glück, den Leuten so eine Anlage aufzuschwatzen.

Laß die Finger davon, wenn Du das Geld nicht dafür übrig hast.

mfgConrad

Hallo,

Frag mal den Handwerker, wieviel Erfahrung er hat. Wieviele
Anlagen er schon gebaut hat!

Die Firma hat bereits mehrfach sowohl Anlagen mit Tiefenbohrung, als auch solche mit den auf Fläche eingegrabenen Elementen gebaut.

Grüße
Sebastian

Hallo,

Frag mal den Handwerker, wieviel Erfahrung er hat. Wieviele
Anlagen er schon gebaut hat!

Die Firma hat bereits mehrfach sowohl Anlagen mit
Tiefenbohrung, als auch solche mit den auf Fläche
eingegrabenen Elementen gebaut.

Hallo,
dann würde ich mir die Referenzen geben lassen und die Leute persönlich befragen.
Kann zusätzlich berichten, dass ein Kollege von mir mit seiner Wärmepumpen-Anlage (Grundwasser) seit mehr als zwanzig Jahren sehr zufrieden ist. Allerdings - wie schon anderweitig gesagt - mit niedriger Vorlauftemperatur und relativ trägem Ansprechverhalten. D.h. besser geeignet für kontinuierliches Durchheizen, schnelles Hochheizen (z.B. wenn man zum Feierabend nach Hause kommt) ist nicht drin.
Gruß
Karl

Grüße
Sebastian

Hallo!

als ich mit meinem Heizungsfachmann über die neue Heizung
sprach (bisher geplant: Ablösung Ölheizung durch Gas), machte
dieser mich auf die Möglichkeit des Heizens mit einer
Wärmepumpe aufmerksam.
Die Investition sei natürlich sehr hoch, die Einsparung aber
auch, so dass sich der Mehrpreis gegenüber einer Gasheizung
nach ca. 8-10 Jahren amortisiert habe (d.h. eine Investition
mit ca. 10% Rendite).

Die Elemente können in eine Tiefenbohrung (80 Meter) oder auf
einer Fläche von 200m² 80 cm tief in die Erde gebracht werden.
Da hier sowieso gerade eine Fläche neu gemacht werden muss,
würden sich die Flächenelemente anbieten.

Hat jemand Erfahrung damit?
Funktioniert das auch in einem strengen Winter, wenn der Boden
sehr kalt ist?
Gibt es (abgesehen von den Kosten) weitere Vor- oder
Nachteile?

Du solltest auf jeden Fall das Ganze selbst (in aller Ruhe) nachrechnen, und dabei vielleicht auch den etwas zu optimistisch kalkulierten Strompreis anpassen. Im Prinzip ist das heizen mit einer (elektrischen) Wärmepumpe nämlich (fast) eine Elektroheizung.
Ich persönlich würde eine Wärmepumpe, die von einem Diesel- oder Gasmotor angetrieben wird bevorzugen, habe aber selbst keine weiteren Erfahrungen.

Cu Rene

Hallo René!

Ich persönlich würde eine :Wärmepumpe, die von einem :smiley:iesel- oder Gasmotor :angetrieben wird bevorzugen, :habe aber selbst
keine weiteren Erfahrungen.

Eigene Erfahrungen mit Wärmepumpen habe ich auch nicht. Trotzdem folgende Überlegung: Ein handelsüblicher Dieselmotor in gehobener Pkw-Qualität kommt auf eine Lebensdauer von geschätzt 5.000 bis höchstens 10.000 Stunden, sofern er regelmäßig gewartet wird. Mit 5.000 Stunden kommt man nicht viel weiter als eine Heizperiode. Ein langlebiger Motor wird seeehr teuer!

Betreibe einen gewöhnlichen Dieselmotor auf einem Prüfstand mit Nennlast. Da fallen Dir die Ohren ab, so einen Radau macht das Ding. Das ist nichts fürs Einfamilienhaus, man braucht ein separates, gut schallisoliertes Gebäude für den Motor.

Und schließlich: Ein Verbrennungsmotor kommt auf etwa 35% Wirkungsgrad. Du zahlst aber für 100% Heizwert von Öl oder Gas. Deshalb halte ich es für nicht möglich, mit Öl oder Gas zum Betrieb eines Verbrennungsmotors gegenüber Strom für den Betrieb eines E-Motors etwas zu sparen.

Gruß
Wolfgang

Hallo, Sebastian!

Meine Eltern bauen gerade eine solche Heizung in unser Haus. Und da muss ich gleich mal Steffen widersprechen: Unser Haus ist riesig, mit drei Etagen und das lohnt sich! Also nicht nur bei einem kleinen Haus rechnet sich das. Mein Vater ist Fachmann und hat es lange durchgerechnet.

Die Fläche, in die die tausend laufenden Meter Rohrleitungen in 1,40 m Tiefe bei uns gelegt werden, ist allerdings 24 x 70 Meter groß! Also geht das nur, wenn bei Dir genügend Platz ist.

Und zwei ganz wichtige Tips noch:

  1. unbedingt nicht geschweißtes Kupferrohr mit Kunststoffummantelung nehmen!
  2. unbedingt „abdrücken“, das heißt: Die Leitungen, wenn sie verlegt sind, zwei Tage lang unter großen Druck setzen, um sicher zu gehen, dass es kein Leck gibt! Denn ist erst mal alles zugeschüttet…naja, mehr muss ich nicht sagen.

In jedem Fall ist diese Investition sinnvoll, vor allem, sich vom Öl und auch vom Gas (!) unabhängig zu machen.

Na denn, mutig voran!

Gruß
Lea

Nabend Sebastian
Nach dem ich die bisherigen antworten gelesen hab und mich langsam vom lachen wiedererhohlt habe komme ich zu dem Schluß das kaum jemand weiß was ne Wärmepumpe überhaubt ist . Heizungsbauer sind mit sowas in der Regel überfordert weil da ohne feuer was warm wird und das kann es nicht geben bei Heizungsbauern .
Nun aber zu deiner Frage eine Wärmepumpe ist eine der wirtschaftlichsten Heizmetoden . Es wird mit 1/3 Ennergieaufwand 2/3 Wärme erzeugt . Bei dem System der Tiefenbohrung wird von einer Wasser -Wasser Wärmepumpe gesprochen dabei werden ein saug und ein Schluckbrunnen gebohrt . Da Wasser in diesen Tiefen immer im schnitt 4-10 grad + haben wird dieses Wasser mittels einer Wärmepumpe abgekühlt und über wärmetauscher wird das Heizungswasser erwärmt .
Ich habe bei Tests mittels einer Luft-wasser Wärmepumpe sogar bei luftthemperaturen von +2 Grad noch eine Wassterthemperatur von 60 grad erreicht .
Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank nur dass nicht das zu kühlende innen ist sondern außen . wer schon mal den schwarzen Kondensator hinter einem Kühlgerät berührt hat weiß das dort sehr hohe Themperaturen entstehen .
Dieses System wird in vielen Anlagen benutzt wo Kühlanlagen bestehen Großfleischerei Milchlandwirtschaft angewenndet dort wird es als Wärmerückgewinnung bezeichnet , es wird die wärme der Kühlanlagen genutzt um heißes Wasser zu erzeugen .
Außsagen es wäre ähnlich einer Elektroheizung is Unqualifizierter blödsinn . oder mann bezeichnet die konwenzionelle feuerungstechnik auch als Elektroheizung .
Es wird empfohlen eine Bivalente anlage zu bauen di auch zur Not mal mit einem konvenzionellen Heizsystem gekoppelt ist . Muss aber mit ausnahme der Luft-Wasser Wärmepumpe nicht unbedingt sein .

Also ich kann dir nur empfehlen ein solches System einzubauen wenn dich nicht die Kosten abschrecken . Als andere alternative ist ein kleines Blockheizkraftwerk in Erwägung zu ziehen . bei diesen Gräten könntest du Kostenneutral heizen nur halt die anschaffungskosten schrecken erst mal ab .

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Milchmädchenrechnung
Hallo,

Nach dem ich die bisherigen antworten gelesen hab und mich
langsam vom lachen wiedererhohlt habe komme ich zu dem Schluß
das kaum jemand weiß was ne Wärmepumpe überhaubt ist .

Na bloß gut, daß wir Dich hier haben :smile:

Ich konnte im übrigen keine Inhalt in den anderen Postings
Beiträgen finden, der übermäßig zum Lachen anregen könnte.
Ich hatte auch nicht den Eindruck, daß die Antworten völlig
am Thema vorbei gehen und daß die Leute nicht wissen, was
'ne Wärmepumpe ist.

Heizungsbauer sind mit sowas in der Regel überfordert weil da
ohne feuer was warm wird und das kann es nicht geben bei
Heizungsbauern.

Wie aber berichtet wurde, hat der Anbieter sogar schon
mehrere Anlagen gebaut. Es gibt also schon Referenzen, die
man sich ansehen könnte.

Nun aber zu deiner Frage eine Wärmepumpe ist eine der
wirtschaftlichsten Heizmetoden . Es wird mit 1/3
Energieaufwand 2/3 Wärme erzeugt.

Und wo bleibt das letzte Drittel ???

Gut, Du meintest sicher 3/3 Wärme, oder?
Man holt also aus 1KWh Elektroenergie ca 3KWh Wärmeenergie.

Das ist aber trotzdem eine Milchmädchenrechnung.
Die eingesetzte Elektroenergie ist die teuerste Energieform,
die man haben kann und der Wirkungsgrad ist knapp besser
als 1/3.

Wenn man also für eine KWh Elektroenergie ca. 13…14Cent
bezahlt, und für 3 KWh Gas/Ol ca.15…18Cent, dann kann
man vielleicht 2…3 Cent pro KWh einsparen.

Bei 15000KWh Jahresverbrauch für ein gut isoliertes
Einfamilienhaus komme ich auf ein Einsparpotential von
gerade mal 300…450€ pro Jahr + evtl. Grundgebühren für
Gas (ich bezahle da ca. 180€ pro Jahr).

Bei diesem Einsparpotential ist es dann schon sehr fraglich,
ob es je rentabel ist, sich eine solche Anlage mit vielen
tausend € Mehrkosten zu installieren.

Sollte man allerdings auf deutlich steigende Energiepreise
spekulieren, dann würde ich annehmen, daß die Strompreise
annähernd äquivalent mit ansteigen.

Bei dem System der
Tiefenbohrung wird von einer Wasser -Wasser Wärmepumpe
gesprochen dabei werden ein saug und ein Schluckbrunnen
gebohrt . Da Wasser in diesen Tiefen immer im schnitt 4-10
grad + haben wird dieses Wasser mittels einer Wärmepumpe
abgekühlt und über wärmetauscher wird das Heizungswasser
erwärmt .
Ich habe bei Tests mittels einer Luft-wasser Wärmepumpe sogar
bei luftthemperaturen von +2 Grad noch eine Wassterthemperatur
von 60 grad erreicht.

Niemand hat bestritten, daß dies nicht mit Wärmepumpen
möglich sei. Es wurde aber darauf hingewiesen, daß bei
höheren Vorlauftemp. der Wirkungsgrad sinkt. Das ist dann
ja wohl ein guter grund, die Anlage entsprechend auszulegen.

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank nur dass
nicht das zu kühlende innen ist sondern außen.

Also ist eine Wärmepumpe ein „Kühlschrank für draußen“ ???

Wer schon mal
den schwarzen Kondensator hinter einem Kühlgerät berührt hat
weiß das dort sehr hohe Themperaturen entstehen.

Ja, bloß daß das heiße Teil hinten dran nicht der
Kondensator, sondern der Kompressor ist.

Außsagen es wäre ähnlich einer Elektroheizung is
Unqualifizierter blödsinn.

Die Aussage hieß: „… nämlich (fast) eine Elektroheizung.“

Wenn man akzeptiert, daß ausschließlich Elektroenergie
eingesetzt wird (die auch die Verbauchskosten bestimmt),
um Wärme ins Haus zu „pumpen“, so kann ich in dieser
Aussage nicht was total Falsches finden.
Natürlich macht der Wirkungsgrad den Unterschied.

Es wird empfohlen eine Bivalente anlage zu bauen di auch zur
Not mal mit einem konvenzionellen Heizsystem gekoppelt ist .
Muss aber mit ausnahme der Luft-Wasser Wärmepumpe nicht
unbedingt sein .

Das ist dann wirklich Blödsinn, wenn man den letzendlich
geringen Einspareffekt auch noch durch ein redundantes
2. Heizsystem völlig zunichte macht ???
Anbieter von Wärmepumpen werden wohl solchen Unsinn nicht
„empfehlen“.

Also ich kann dir nur empfehlen ein solches System
einzubauen wenn dich nicht die Kosten abschrecken . Als
andere alternative ist ein kleines Blockheizkraftwerk in
Erwägung zu ziehen. Bei diesen Gräten könntest du
Kostenneutral heizen nur halt die anschaffungskosten
schrecken erst mal ab .

Ja, und die Lebendauer und die Wartung und der Krach
und und und und …
Was soll in diesem Zusammenhang eigentlich kostenneutral
bedeuten???

Gruß Uwi

Hallo Sebastian,
habe mich in den letzen Monaten sehr intensiv mit WP beschäftigt (wir bauen gerade mit WP)
wenn ich dich richtig verstanden habe, renovierst du. Da ist eigentlich das wichtigste die Vorlauftemperatur. Wenn du eine recht hohe Vorlauftemperatur brauchst (alte Fussbodenheizung od. Radiatoren) wird´s eng mit der Rentabilität.
Hast du dich auch schon mal mit einer Luft/Wasser WP auseinandergesetzt? Die ist zwar nicht sooo effektiv, aber wenn man sich die Kosten für die Tiefenbohrung oder Kollektoren überlegt, muss man schon genau durchrechnen wann man bei einer anderen WP in die Rentabilität kommt.
Informiere dich doch mal unter http://www.waermepumpe-bwp.de/
Ausserdem: soviele Schweizer (40%aller Schweizer Neubauten heizen damit, in bestimten Regionen sind es sogar 80% aller Neubauten)und Skandinavier (v. a. die Norweger) können nicht iren oder?
WICHTIG WICHTIG WICHTIG wie meine Vorredner schon sagten: FACHBETRIEB mit viel Erfahrung!
Grüße
Jule

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Und schließlich: Ein Verbrennungsmotor kommt auf etwa 35%
Wirkungsgrad. Du zahlst aber für 100% Heizwert von Öl oder
Gas. Deshalb halte ich es für nicht möglich, mit Öl oder Gas
zum Betrieb eines Verbrennungsmotors gegenüber Strom für den
Betrieb eines E-Motors etwas zu sparen.

Das würde wahrscheinlich erst dann sinnvoll, wenn man die Abwärme des Motors (Kühlwasser, Abgaskühlung) ebenfalls nutzen würde, so dass möglichst wenig der erzeugten Energie ungenutzt bleibt. Aber das ist vermutlich viel zu teuer in der Anschaffung. Ich habe auch keine Lust, mich ständig mit dem Betrieb einer solchen Anlage (Wartung etc.) zu beschäftigen, und einen Hausmeister werde ich deshalb sicher nicht einstellen :wink:

Grüße
Sebastian

Hallo,

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank nur dass
nicht das zu kühlende innen ist sondern außen.

Also ist eine Wärmepumpe ein „Kühlschrank für draußen“ ???

Genau so isses! Beim Kühlschrank wird die Wärme von innen nach außen gepumpt, bei der WP-Heizung von außen nach innen.

Wer schon mal
den schwarzen Kondensator hinter einem Kühlgerät berührt hat
weiß das dort sehr hohe Themperaturen entstehen.

Ja, bloß daß das heiße Teil hinten dran nicht der
Kondensator, sondern der Kompressor ist.

Auch der Kondensator (das Gitter) wird sehr warm, nicht nur der Kompressor. Irgendwo muss ja die Wärmeenergie hin, die dem Innenraum entzogen wird.

Man könnte ja auf den Gedanken kommen, dass es im Winter Blödsinn ist, einen Kühlschrank mit Energieeinsatz zu kühlen, wenn es draußen doch eh kalt ist, man braucht doch nur Kaltluft von draußen in den Kühlschrank zu leiten. Gegenargument: Mit der dem Kühlschrankinneren entzogenen Energie wird er Raum zusätzlich geheizt, diese Energie spart man wieder beim Heizen ein, also doch keine große Vergeudung.

Wenn man akzeptiert, daß ausschließlich Elektroenergie
eingesetzt wird (die auch die Verbauchskosten bestimmt),
um Wärme ins Haus zu „pumpen“, so kann ich in dieser
Aussage nicht was total Falsches finden.
Natürlich macht der Wirkungsgrad den Unterschied.

Widerspruch! Die Elektroenergie wird für den Betrieb der Anlage eingesetzt, wie bei der Öl- und Gasheizung auch. Die an die Räume und das Heißwasser abgegebene Energie kommt eben (bei richtiger Auslegung der Anlage) nicht aus dem Strom, sondern wird dem Erdreich entzogen.

Sorry, wenn ich jetzt als Poster der Ursprungsfrage hier die Antworten reinschreiben, aber dieser Teil der Geschichte war mir schon vorher klar. Meine Frage zielt darauf, wie das in der Praxis aussieht.

Grüße
Sebastian

Vielen Dank allen bisherigen Antwortern!
Hallo Jule,

wenn ich dich richtig verstanden habe, renovierst du. Da ist
eigentlich das wichtigste die Vorlauftemperatur. Wenn du eine
recht hohe Vorlauftemperatur brauchst (alte Fussbodenheizung
od. Radiatoren) wird´s eng mit der Rentabilität.

Ja, die alte Ölheizung macht zunehmend Zicken, und jetzt steht die Entscheidung an a) wieder Ölheizung b) Gasheizung c)Wärmepumpenheizung, wobei a) eigentlich schon draußen ist.
Dem Thema Vorlauftemperatur werde ich auf jeden Fall noch erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Wir haben ganz normale Heizkörper, also brauchen wir schon so 60°C, sonst wird das nix. Auch das Warmwasser mögen wir gerne etwas heißer, nicht nur 40°C oder so.

Vorteil am Rande: Das Haus wird gerade komplett wärmeschutzgedämmt, das wird natürlich den Energiebedarf für’s Heizen deutlich absenken.

Hast du dich auch schon mal mit einer Luft/Wasser WP
auseinandergesetzt? Die ist zwar nicht sooo effektiv, aber
wenn man sich die Kosten für die Tiefenbohrung oder
Kollektoren überlegt, muss man schon genau durchrechnen wann
man bei einer anderen WP in die Rentabilität kommt.

Nein, bisher nicht, werde ich aber noch tun.

Informiere dich doch mal unter http://www.waermepumpe-bwp.de/

Super-Tipp! Vielen Dank! Allein schon das Lexikon ist Gold wert.

Ausserdem: soviele Schweizer (40%aller Schweizer Neubauten
heizen damit, in bestimten Regionen sind es sogar 80% aller
Neubauten)und Skandinavier (v. a. die Norweger) können nicht
iren oder?

Ich habe gehört, dass man in Schweden inzwischen für reine Öl- und Gasheizung keine Genehmigung mehr bekommt.

WICHTIG WICHTIG WICHTIG wie meine Vorredner schon sagten:
FACHBETRIEB mit viel Erfahrung!

Ja, ich werde auf jeden Fall mal noch genauer fragen, wie viele Installationen genau und welche die bisher gemacht haben und mir vielleicht mal eine oder zwei vor Ort anschauen und mit den Leuten reden.

Vielen Dank für Deine Infos!

Grüße
Sebastian

Hallo Sebastian,

Widerspruch! Die Elektroenergie wird für den Betrieb der
Anlage eingesetzt, wie bei der Öl- und Gasheizung auch.

um eine Therme zu betreiben, brauche ich ziemlich wenig elektrische Energie, um die Pumpen eines Wärmetauschers zu betreiben, ziemlich viel.
Selbst wenn es sich finanziell lohnen würde, wärs ökonlgisch Blödsinn.
Der Strom wir mit einem Wirkungsgrad von maximal einem guten Drittel erzeugt. ‚Nebensächlichkeiten‘ wie Leitungsverluste lasse ich mal außen vor.
Dann erzeugst Du mit dem Strom vor Ort gerade mal so viel Nutzenergie wie Du aus Gas direkt erzeugen könntest. Dazu kommt die Energie die für die Bohrung gebraucht wird, die Energie für die Herstellung der Rohre etc.
Ökologisch rechnet sich das mit Strom aus den Netz nicht, höchstens mit solchem, der regenerativ erzeugt wurde.

Die an
die Räume und das Heißwasser abgegebene Energie kommt eben
(bei richtiger Auslegung der Anlage) nicht aus dem
Strom, sondern wird dem Erdreich entzogen.

zu etwa zwei Drittel!

Gandalf

Hallo!

Und schließlich: Ein Verbrennungsmotor kommt auf etwa 35%
Wirkungsgrad. Du zahlst aber für 100% Heizwert von Öl oder
Gas. Deshalb halte ich es für nicht möglich, mit Öl oder Gas
zum Betrieb eines Verbrennungsmotors gegenüber Strom für den
Betrieb eines E-Motors etwas zu sparen.

Das würde wahrscheinlich erst dann sinnvoll, wenn man die
Abwärme des Motors (Kühlwasser, Abgaskühlung) ebenfalls nutzen

Das war von mir so gedacht, da man dann Wirkungsgrade (inklusive Wärmepumpe) deutlich jenseits von 50% erreichen können sollte, was (zumindest gesamtwirtschaftlich) besser sein sollte als alles was rein elektrisch möglich ist.

würde, so dass möglichst wenig der erzeugten Energie ungenutzt
bleibt. Aber das ist vermutlich viel zu teuer in der
Anschaffung. Ich habe auch keine Lust, mich ständig mit dem
Betrieb einer solchen Anlage (Wartung etc.) zu beschäftigen,
und einen Hausmeister werde ich deshalb sicher nicht
einstellen :wink:

Wie gesagt, mit praktischen Erfahrungen kann ich leider nicht dienen, aber auch eine andere Heizungsanlage will gewartet werden…

Cu Rene

Hallo!

Das ist aber trotzdem eine Milchmädchenrechnung.
Die eingesetzte Elektroenergie ist die teuerste Energieform,
die man haben kann und der Wirkungsgrad ist knapp besser
als 1/3.

Wenn man also für eine KWh Elektroenergie ca. 13…14Cent
bezahlt, und für 3 KWh Gas/Ol ca.15…18Cent, dann kann
man vielleicht 2…3 Cent pro KWh einsparen.

Danke, daß du für mich dieses klargestellt hast - so meine ich meine Aussage auch, nur wollte ich hier nicht in die Details gehen.

Cu Rene