unter unserem Wohnzimmer liegt der Heizkeller und in dem sind zwei große Mauerdurchbrüche; diese sind außen mit einer Lochplatte gegen Nager etc. verschlossen aber zum einen kommen kleine Krabbeltiere durch aber viel unangenehmer ist in der Winterzeit die Kälte.
Uns ist klar, das dies der Sauerstoffzufuhr für die Heizung dient und auf keinen Fall luftdicht verschlossen werden darf, aber gibt es vielleicht eine Möglichkeit (z.B. über ein Flies oder andere geeignete Materialien) den Kälteeintrag zu veringern ohne den Sauerstoffaustausch in kritischem Maße zu beeinträchtigen?
Ist das wirklich so, dass ihr eine raumluftabhängige Heizung habt? Bei Brennwertkesseln hat man meist zwei Rohre ineinander: Das innere für die Abgase, das äußere, um von außen frische Luft zu ziehen. Oft stammt die Belüftung aus der Vergangenheit mit einer alten Heizung, und die neue braucht das nicht mehr. Erkundigt euch da mal.
Sei’s drum.
Mit einem Vlies oder so möchtest du möglicherweise verhindern, dass “einfach so” Luft rein- und rausströmt. Das erhöht aber auch den “Ansaugwiderstand” für die Heizung, wodurch die Abgase ggf. nicht korrekt abgeleitet werden. Außerdem, was die Heizung an Luft braucht, das zieht sie nunmal rein, kalt wird es so oder so.
Selbst ohne diese Heizung und diese Mauerdruchbrüche dürfte es kalt sein. Das Beste wäre wohl eine Kellerdeckendämmung. Ist das euer Haus? Ist handwerkliches Geschick vorhanden? Mineralwollplatten in 10cm Stärke dürften schon in den förderfähigen Bereich kommen, und sind ab 26€/m² zu haben.
Sprich mit (d)einem Heizungsbauer, was die aktuell verbaute Anlage wirklich braucht, und wie man das optimal lösen kann. @sweber hat das Thema Brennwertkessel ja schon angesprochen. Vielfach sind solche Zuluft-Öffnungen einfach nur vergessene Überbleibsel aus alter Zeit, die man schon beim letzten Wechsel der Anlage hätte schließen können.
Ich hab mit dem Vermieter gesprochen: das Haus wurde Mitte der 90er gebaut und die Heizung 2019 erneuert; ob die allerdings die Belüftung über die Mauerdurchbrüche noch benötigt oder, so wie oben beschrieben, nicht mehr, wusste er nicht, aber er will bei Gelegenheit mal bei seinem Heizungsfachbetrieb nachfragen.
Mitte der 90er hat man angefangen, Brennwerttechnik zu verbauen. Ich hab aber keine Ahnung, ob in diesen Anfängen bereits Außenluftunabhängigkeit gegeben war.
Aber wenn der neue Kessel von 2019 ist, kannst du zu 99% davon ausgehen. Neben dem Fachbetrieb wäre der Schornsteinfeger der richtige Ansprechparter, denn der nimmt so eine Anlage am Ende ab, kennt die Vorschriften besonders gut, und kennt kein Pardon, wenn was nicht stimmt. Grade bei deinem Thema wäre das ja durchaus wichtig.
Vielleicht ein paar Worte zur Technik: Bei Brennwerttechnik geht es darum, wirklich alles an Energie aus dem Brennstoff zu holen, was irgendwie möglich ist. Die Abgase sind dabei idealerweise sogar kälter als das erhitzte Heizungswasser. Bei mir sind das nicht mal 53°C. Dabei kondensiert jede Menge Wasser, das bei der Verbrennung entsteht. Und weil das einen gewöhnlichen gemauerten Schornstein mit der Zeit beschädigen würde, wird in den Schornstein dieses Doppelrohr aus Kunstoff oder Edelstahl eingesetzt, das kein Problem mit dem Wasser hat. Und während die Abgase die 8m hoch zum Dach strömen, geben sie weitere Wärme an die durch das äußere Rohr einströmende Außenluft ab, damit der Kessel wenig Energie drauf verwenden muss, diese Luft zu erwärmen. Man will also explizit, dass die Außenluft durch das Rohr angesaugt wird.
Hallo.meines wissens gehört pro heizungsrohr je eine doymadichtung in den wanddurchbruch.egal ob kabel.rohr oder sonstige medien.gleich ob erdberührter bereich oder oberhalb.gruss ringo
Servus, kann sweber nur zustimmen. Der Kaminkehrer weiß das genau. Mich meckert er bei meiner alten Anlage schon an, wenn die Öffnung aussen nur durch pflanzen zugewuchert ist.
Wenn immer der gleiche kommt, hat er deine Daten und kann es dir genau sagen.