Heizkörper plätschern

Hallo,

ich habe mir vor ca. 1,5 Jahren ein Reihenhaus, BJ 1960 zugelegt. Das Heizgerät ist ein Gaswandheizgerät Vailland VC 194/3-C aus dem Jahre 2003. Ich habe insgesamt 6 Rippenheizkörper, vermutlich aus den
70 èr Jahren und 3 Plattenheizkörper, davon 1 Stück mit einer Platte und 2 Stück mit 2 Platten pro Heizkörper. Die 2 Stück mit den 2 Platten habe ich im Jahre 2008 neu anbringen lassen. Leider habe ich seit dem Probleme mit dem Plätschern der beiden Heizkörper. Einen muß mindestens 2 Mal pro Woche entlüften, ansonsten bleibt er kalt. Auch nach dem Entlüften plätschert hört es kurz auf, plätschert dann aber wieder. Ich habe schon die Wasserwaage draufgelegt, jedoch stimmt die Montage, da der Heizkörper zum Entlüftungspunkt hin leicht ansteigt. Die Firma, die die Heizkörper montiert hat ist der Meinung, daß das Ausdehnungsgefäß kaputt sei und hat mir ein ziemlich teures Angebot für dessen Erneuerung eingereicht. Ich habe das Gefäß noch von 2 anderen Firmen prüfen lassen und beide waren der Meinung, daß es ok ist. Eine Firma hatte mir geraten, den Druck in der Anlage zu erhöhen. Dieses hat das plätschern tatsächlich für 3-4 Wochen beseitigt, jedoch konnte die Anlage den hohen Druck dann nicht mehr halten und es plätscherte wieder. Dann hat die Heizungsfirma den Druck am Ausdehnungsgefäß direkt geändert. Nun wird zwar ein gewisser Pegel der Anzeige gehalten, aber das plätschern blieb. Die Firma meinte, daß das Ausdehnungsgefäß eventuell zu klein sein könnte, da die „Problemheizkörper“ im 1. OG sind. Dieses erscheint mir recht logisch zu sein, denn der Brenner ist im Keller und zwischen Keller und 1. OG sind ca. 5 -5,50 m Höhenunterschied.
Kennt sich jemand aus und kann mir einen Rat geben?

Grüße

Hallo,

zuerst möchte ich das Entlüften ansprechen.
Dieses machen viele auch falsch.
Das Wichtigste beim Entlüften:
-Heizung abstellen. (Das die Pumpe nicht mehr läuft)
-ca. 1Std warten, bis sich das Wasser in den Leitungen beruhigt hat.
-Dann von unten nach oben üntlüften und IMMER den Anlagendruck im Auge behalten. (Also dieses am besten zu zweit.

  • Nach dem letzten Heizkörper die Anlage mit ca. 2 Bar befüllen und wieder in betrieb nehmen.

Ein Ausdehnungsgefäß von einer Therme ist deswegen so teuer, weil es hinter dem Wandhängendem Gerät sitzt.
Kostensparend, würde ich erstmal vorschlagen, das Ausdehnungsgefäß anschauen und dort ein Luftbefüllventil zu suchen.(Das sieht aus wie ein Autoreifenventil)
Dort den kleinen Nippel kurz drücken ob Luft ausströmt oder nichts mehr kommt.
Ich würde hier auf jeden Fall erstmal mit einer Fußpumpe mit Druckanzeige den Druck prüfen bzw. auf 2 Bar aufpumpen. Wir selber als Kundendienstmonteure haben es immer so gemacht, weil wir keine Kunden verärgern oder verlieren wollten, wenn wir ihm sagten das ein neues Gefäß istalliert werden muss. Ich weiß das ist Teuer, aber halt nur wegen dem Zeitaufwand.
(Zum Vergleich: Ich wechsel ein normales Ausdehnungsgefäß in 20 Minuten, bei einer Therme kann es schon in die 4-5 Std. gehen.)

Wichtig ist beim befüllen acuh das der Schlauch, mit dem man befüllt nicht leer ist. Also, obwohl es vielleicht etwas Feucht sein könnte, schliessen sie den Schlauch am Befüllhahn an und lassen sie erstmal Wasser laufen bis dieses auch vorne am Schlauch ankommt. Denn sonst drückt man jedes mal neue Luft in die Leitung.
Dann würde ich auch nochmal den Selbsttätigen Entlüfter an der Therme prüfen. So einer kostet nicht die Welt und bläst während des Betriebes die sich im Gerät befindliche Luft sofort ab, ohne das Wasser austritt.

Also:
Selbsttätigen Entlüfter prüfen
Ausdehnungsgefäß prüfen ggf. mit Luft befüllen
Heizungsanl. entlüften (befüllen)

Sollte das nicht klappen machen wir uns weitere gedanken, wie wir das problem aus der Welt geschafft bekommen.

Beste Grüße
Torsten

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

HAllo

Wenn des Ausdehnugsgefäß nicht defekt ist und der Vordruck bezüglich des Anlagendrucks richtig eingestellt ist, sollte die Größe eigentlich ok sein.
Denn bezüglich der Geräteleistung werden die Gefäße werksseitig diemsnioniert.
Leider sind diese internen Gefäße recht häufig defekt und ein Austauscgefäß kostet schnell mal über 100 Euro zzgl. Ein- und AUsbau und dabei ist zu berücksichtigen wie gut man an das Gefäß kommt, denn bei Vaillantgeräten muß es z.B. meist häufig nach oben rausgezogen werden.
Ich würde mal schauen das sich jemand mit der Anlage auseinandersetzt der sich auch hydraulisch auskennt.
Würde empfehlen an die Heizkörper Thermostatventile mit geringen Widerstand anbringen zu lassen (z.B. Heimeir V-exakt) die reduzieren die Fließgeräusche an den Ventilen selbst schon auf ein Minimum.
Und die Durchflussmenge des Heizungswassers sollte an die Heizkörperleistung angepasst werden (google dazu malk nach dem Begriff „hydraulischer Abgleich“)
Schau mal auf meiner privaten Homepage, da hab ich dies so erklärt das es auch ein Nichtfachmann versteht:
http://shk-mayer.homepage.t-online.de/41019.html

S.g. Tacc-Vent Ventile sollten die Luft aus den Problemheizkörpern automatisch entweichen lassen. Aber man sollte auch mal nach der Ursache der Lufteintragung suchen.
Wie wird denn die Anlage nachgefüllt?
Bestimmt mittels handelsüblichen Gartenschlauch…
Hoffe der Schlauch wird vorher immer mit Wasser gefüllt bevor er an die Heizungsanlage zum Nachfüllen angeschlossen wird?
Sonst drückt man die ganze Luft aus dem Schlauch in das Heizsystem und schon gibt´s Probleme.

Hoffe ich konnt etwas weiterhelfen?
MfG
T.Mayer

Hallo Isa08

Meine Frage wäre die Größe des Ausdehnungsgefäß (AG) und mit was für einen Vordruck hat es die Heizungsfirma versehen?

Das Gluggern kann von einem defekten AG kommen. Doch du kannst es, wenn es wirklich defekt ist) auch sehr schnell feststellen indem du beim Aufheizen der Anlage ein starkes erhöhen des Wasserdrucks erkennen kannst im Gegensatz zu einer kalten Anlage.

Das weitere kann Luft in der Heizungsanlage sein, doch das schließe ich jetzt erst mal aus denn das müsste das erste sein was auszuschließen wäre.

Ein weiterer Tipp wäre zu prüfen ob die betroffenen Heizkörper auch mit dem richtigen Gefälle eingebaut wurden. Der höchste Punkt an dem Heizkörper muss da sein wo die Entlüftungsschraube ist.

LG Daniel

Hallo,

vielen Dank. Folgenden Umstand kann ich mir nicht erklären. Wie schon erwähnt, wurde bei meiner Anlage der Vordruck des Ausdehnungsgefäßes etwas erhöht. Was mich nur wundert ist, daß ich bevor der Vordruck des Ausdehnungsgefäßes erhöht wurde, die Anlage mit einem Fülldruck von 2 bar (war sonst immer bei 1-1,5 bar) fahren konnte und dann das Plätschern aufhörte. Ich habe beobachtet, daß der Anlagendruck bei 2 bar war, wenn es keine Wärmeanforderung eines Heizkörpers gab und nach Wärmeanforderung sehr stark über 2 bar, fast in Richtung 3 bar (2 bar ist das Ende des grünen Bereiches) anstieg. Ich musste die Heizkörper noch nicht einmal entlüften. Nur die Druckerhöhung hat das Plätschern vollkommen beseitigt. Länger als 4-5 Wochen konnte jedoch der Druck aber nicht gehalten werden und es plätscherte wieder und ich musste nachfüllen.
Nach dem Erhöhen des Vordruckes des Ausgleichsgefäßes steigt der Druck bei Wärmeanforderung fast nie über 2 bar, aber nach kurzer Zeit plätscherte es wieder.

Kann mir jemand das erklären?

Das mit dem hydraulischen Abgleich wäre dann der nächste Schritt, den ich machen lasse.

Grüße

PS:
Die Ratschläge zur richtigen Entlüftung habe ich schon berücksichtigt.

Hallo Daniel,
in der Tat hatte ich, bevor der Vordruck erhöht wurde den Effekt, daß bei Wärmeanforderung eines Heizkörpers der Fülldruck sehr stark anstieg, so gegen 3 bar und bis 2 bar ist die Anlage im grünen Bereich. Alleine der hohe Druck hat ausgereicht, um das plätschern zu beseitigen, ohne daß ich entlüften mußte. Nachdem der Vordruck erhöht wurde, geht die Anlage nicht mehr über 2 bar. Ich hatte insgesamt 3 Heizungsbauer da. Einer war der Meinung, daß AG-Gefäß wäre defekt und 2 befanden es für gut. Einer hat den Wasserdruck erhöht und eine Weile gewartet und hat gesagt, daß bei einem Defekt der Druck während der Wartezeit wieder absacken müßte. Die Heizkörper habe ich geprüft, leichter Anstieg zum Entlüftungspunkt hin.

Grüße

Auf dem AG müsste eine Literzahl angegeben sein. In der Regel werden 35 l AG´s eingebaut.

Was für eines ist verbaut?

Nachtrag:
Bitte unter diesem Beitrag nachsehen
http://www.wer-weiss-was.de/Anfragen/www_de/archiv/1…

Peter Becker, der erste Kommentar hat es beschrieben wie man das AG berechnet und den Vordruck einstellt!

LG Daniel

Sollte der Beitrag mehrfach zu Ihnen kommen, tut es mir Leid. Bisher bekam ich immer Fehlermeldungen…

Hallo,
was haltet Ihr von dem Beitrag von Eberhard Pfeifer auf dem angegebenen Link, ein externes Ausdehnungegefäß anzuschließen und das vorhandene zu belassen? Externe Geräte sind ja deutlich günstiger und die Reparaturkosten dürften m.E. auch geringer sein, da man ja nicht an das Heizgerät muß?
Grüße

Hallo,
was haltet Ihr von dem Beitrag von Eberhard Pfeifer auf dem
angegebenen Link, ein externes Ausdehnungegefäß anzuschließen
und das vorhandene zu belassen?

Ich würde das machen wenn es Räumlich geht und die Optik nicht zerstört, also in einem seperaten Heizungsraum auf jeden Fall die günstigte Variante!