Heizkosten

Hallo,

Fall:

2 Familienhaus
Unten wohnt Vermieter
Oben wohnt Mieter

Zähler für die Heizkosten seit Jahren kaputt.

Wie teilt man die Heizkosten auf?

Vermieter heizen von früh morgens bis spät abends
Mieter heizen erst abends ab 17.00, da berufstätig.

Geht doch eigentlich nicht, daß man die Heizkosten nach qm aufteilt (also in diesem Fall so ungefähr 50/50), oder wie macht man das in so einem Fall?

Danke

Hallo

Heizkosten müssen nach Grund- und Verbrauchskosten abgerechnet werden, d.h. über die qm und den eigentlichen Verbrauch.
Heizkostenverteiler kann man kaufen oder mieten und die Kosten bei Miete dem Mieter auferlegen.
Wo liegt das Problem, wenn diese seit Jahren kaputt sind?

Einfach 50/50 aufteilen geht nicht.

Kleiner Tipp am Rande: viele Mieter meinen, sie sparen Heizkosten wenn sie tagsüber nicht heizen. Falsch. Es sollte immer geheizt werden, tagsüber kann man etwas drosseln wenn man nicht da ist, aber auf keinen Fall ganz abstellen. Die Energie, die abends benötigt wird um die Räume zu heizen (ganz davon zu schweigen, dass es lange dauert bis es warm wird) unterschätzen viele.

Hallo Nathalie,

Wie teilt man die Heizkosten auf?

Was steht denn im Mietvertrag? Das müsste ja da geregelt sein.

Vermieter heizen von früh morgens bis spät abends
Mieter heizen erst abends ab 17.00, da berufstätig.

Der Unterschied ist zwar relevant, aber nicht so groß, weil eben die kalte Wohnung wieder aufgeheizt werden muss.

Zähler für die Heizkosten seit Jahren kaputt.

Je nachdem was das für ein Zähler ist bzw. sein sollte, könnte ein neuer Zähler auch mit erheblichen Kosten verbunden sein, die wieder auf beide Parteien umgelegt werden.

Cheers, Felix

Die Energie, die abends benötigt wird um die Räume zu heizen (ganz
davon zu schweigen, dass es lange dauert bis es warm wird)
unterschätzen viele.

Hallo,

ja das Aufheizen braucht Energie. Aber der Vermieter braucht diese Energie ja auch. Es ist doch kein Unterschied ob man diese Energie morgens um 7 braucht oder erst abends um 17.00.
Es bleibt trotzdem dabei, daß in der Wohnung des Vermieters 10 Stunden pro Tag mehr geheizt wird. Nachts wird die Heizung in beiden Wohnung auf Null gestellt.
Energie zum aufheizen brauchen beide.
Oder?

Wie schon einmal gefragt wurde:

welcher Abrechnungsmodus ist im MV vereinbart?

Ohne Ablesegeräte wird man keine zufriedenstellende Lösung finden.

Heizkostenverteiler kann man auch mieten, kosten einige Euro im Jahr.

Hallo,

Kleiner Tipp am Rande: viele Mieter meinen, sie sparen
Heizkosten wenn sie tagsüber nicht heizen. Falsch. Es sollte
immer geheizt werden, tagsüber kann man etwas drosseln wenn
man nicht da ist, aber auf keinen Fall ganz abstellen. Die
Energie, die abends benötigt wird um die Räume zu heizen (ganz
davon zu schweigen, dass es lange dauert bis es warm wird)
unterschätzen viele.

eine nicht ausrottbare und dennoch falsche Behauptung! Sie beruht auf dem mangelnden Verständnis des Unterschieds zwischen Leistung und Energie. Du brauchst zum Aufheizen der Wohnung mehr Leistung, aber weniger Energie als für das Durchheizen. Ein wesentliches Problem ist, dass die Leistung möglicherweise nicht reicht, um abends eine ausgekühlte Wohnung in angemessener Zeit wieder angenehm warm zu bekommen. Wenn die Leistung reicht, ist es energetisch immer günstiger, tagsüber die Heizung auszuschalten.

Gruß, Niels

1 „Gefällt mir“

eine nicht ausrottbare und dennoch falsche Behauptung! Sie
beruht auf dem mangelnden Verständnis des Unterschieds
zwischen Leistung und Energie. Du brauchst zum Aufheizen der
Wohnung mehr Leistung, aber weniger Energie als für das
Durchheizen. Ein wesentliches Problem ist, dass die Leistung
möglicherweise nicht reicht, um abends eine ausgekühlte
Wohnung in angemessener Zeit wieder angenehm warm zu bekommen.
Wenn die Leistung reicht, ist es energetisch immer günstiger,
tagsüber die Heizung auszuschalten.

Gruß, Niels

da ich keine Fachfrau bin, muss ich kein Verständnis für Leistung und Energie haben.

Aber hier scheint es vor Experten zu wimmeln und alles, was man im Internet und von Fachleuten zum Thema Heizen liest und hört, ist nach eurer Meinung falsch. Meine Ausführung ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen, zeigt aber meine Erfahrung.

Komisch, dass sich alle Experten, Energieberater, Heizungsfachleute und Wissenschaftler irren - nur ihr nicht. Solltet ihr mal gegen vor gehen, denn diese Leute verbreiten ja nur Falschmeldungen - eurer Meinung nach.

Hallo,

da ich keine Fachfrau bin, muss ich kein Verständnis für
Leistung und Energie haben.

Du musst genau genommen nicht mal irgendwas dazu schreiben, wenn Du Dich nicht damit auskennst.

Aber hier scheint es vor Experten zu wimmeln und alles, was
man im Internet und von Fachleuten zum Thema Heizen liest und
hört, ist nach eurer Meinung falsch.

Wenn Du mal intensiver, vielleicht auch hier im Archiv suchst, findest Du evt. heraus, dass keineswegs alle Experten die gleiche falschen Meinung haben.

Meine Ausführung ist ja
nicht auf meinem Mist gewachsen, zeigt aber meine Erfahrung.

Das zweifle ich jetzt einfach mal an. Ich spreche Dir nämlich ab, dass Du jemals gemessen hast, wieviel Energie das warm-halten im Vergleich zum warm-machen benötigt.

Komisch, dass sich alle Experten, Energieberater,
Heizungsfachleute und Wissenschaftler irren - nur ihr nicht.

Tja. Zum einen eben doch nicht alle. Zum zweiten wird etwas nicht richtiger, nur weil es viele behaupten.

Solltet ihr mal gegen vor gehen,

Ist doch grad passiert. Nicht gemerkt?

denn diese Leute verbreiten
ja nur Falschmeldungen - eurer Meinung nach.

Genau.

Ich verstehe nicht, warum Du Dich geärgert fühlst, wenn man Dich korrigiert. Wo Du doch nach eigenem Bekunden nicht mal Verständnis von der Sache hast. Ist doch keine Schande, das zuzugeben.

Und wenn Du willst, kann man Dir die Sache ja vielleicht nochmal erklären. Allerdings wäre das Brett „Hauswirtschaft und Handwerk“ dazu vielleicht besser geeignet.

Gruß
loderunner

Moin, Irene,

das Internet eignet sich besser als jedes andere Medium, das es vorher gab, zur Verbreitung von geistigem Müll.

Solltet ihr mal gegen vor gehen, denn diese Leute verbreiten
ja nur Falschmeldungen - eurer Meinung nach.

Gegen Dummheit kann man nicht vorgehen, gegen Aberglaube schon gar nicht.

Gruß Ralf

ps: Ich hatte ja gestern schon mal nach einer Begründung für diese Behauptung gefragt - da brauch ich wohl nicht zu hoffen?

Das zweifle ich jetzt einfach mal an. Ich spreche Dir nämlich
ab, dass Du jemals gemessen hast, wieviel Energie das
warm-halten im Vergleich zum warm-machen benötigt.

Das muss ich nicht messen, denn 500 l Öl weniger sprechen für sich.

Wenn Du mal intensiver, vielleicht auch hier im Archiv suchst,
findest Du evt. heraus, dass keineswegs alle Experten die
gleiche falschen Meinung haben.

jap, habe ich gemacht und u.a. das gefunden:

(Autor: millia 23.11.2007 11:52 Uhr, 64x geklickt, (0) Bewertungspunkte)
nochmals hallo,

auch wenn du z.b. mit höherer vorlauf-temp. eine zufriedenstellende wärme erhältst, solltest du auf keinen fall aus sparsamkeitsgründen die heizung tagsüber abstellen. drei bis vier grad absenkung sind noch ok.

die wände selbst sind eine art wärmespeicher und tragen stark zur „wohlfühltemperatur“ in räumen bei. wenn du sie abkühlen lässt (durch abschalten tagsüber), brauchst du abends eine höhere LUFTtemperatur (und mehr heizkosten), um zur gleichen wohlfühltemp. zu gelangen.

bei starken temperaturschwankungen handelst du dir über kurz oder lang zusätzlich ein schimmelproblem ein.

millia

Hallo,

Das muss ich nicht messen, denn 500 l Öl weniger sprechen für
sich.

eine entscheidende Voraussetzung bei Vergleichsmessungen ist, dass sie unter exakt gleichen Bedingungen stattfinden. Offensichtlich hast du es geschafft, zwei identische Häuser in identischer Wohnlage zu finden und diese im gleichen Winter zu beheizen. Solltest du aber das gleiche Haus während zweier Heizperioden vergleichen, kannst du das Ergebnis in die Tonne treten. Selbst zwei subjektiv gleiche Winter können bei subjektiv gleichem Heizverhalten 20 bis 30 Prozent Energiedifferenz ausmachen.

Wichtig: Momentan sprechen wir über physikalische Effekte. Deine Aussage, dass das Wiederaufheizen mehr Energie kostet, ist nicht völlig falsch, wenn man psychologische Effekte berücksichtigt. In einer ausgekühlten Wohnung wird man die Heizung weit „aufreißen“ um es schnell warm zu bekommen. Man fängt in dieser Kälte eher zu frieren an und braucht es dann anschließend umso wärmer, damit man sich wohl fühlt. Genau dieser Effekt macht einen großen Teil der Energieeinsparung zunichte. Wenn man es dann richtig warm hat, wird einem schnell zu warm und die „Fensterregelung“ wird angewendet.

Also: Falsch ist vor allem die physikalische Begründung des Mehrverbrauchs. Aufgrund psychologischer Effekte, könnte sich theoretisch schon ein Mehrverbrauch einstellen. Das hat dann aber nichts damit zu tun, dass das Wiederaufwärme soviel Energie frisst, sondern dass man dazu tendiert, höhere Temperaturen anzufahren als beim Durchheizen.

Mich hat nicht grundsätzlich die Aussage gestört, dass man lediglich eine leichte Absenkung machen sollte (hängt übrigens alles vom Haus ab), sondern dass eben mal wieder die falsche Begründung genannt wird. Das hört sich vielleicht kleinlich an, aber wenn du zB eine elektronische Regelung nimmst, die dir die Wohnung rechtzeitig aufheizt und abends vor dem Zubettgehen runterfährt, kannst du den psychologischen Effekt vermeiden und den physikalischen Effekt der kräftigen Temperaturabsenkung nutzen. Dann kannst du richtig Energie sparen. Das geht aber nur, wenn du dir der tatsächlichen Ursache bewusst bist.

Gruß, Niels

1 „Gefällt mir“

[MOD] Zurück zum Thema
Hi!

Bitte zurück zum Thema des Bretts - MietRECHT!

LG
Guido