Hallo,
Auszug Mitte Juli 2010 aus der alten Wohnung, die dazugehörige Nebenkostenabrechnung März 2011. Die Heizkosteneinheit hat sich um einen knappen Euro erhöht.
Abrechnung wurde kontrolliert und festgestellt, dass zu den Heizkosten die Tankfüllung Mitte Dezember, Wartungskosten und Schornsteinfeger im Dez dazu kamen.
Also Wartungskosten und Schornsteinfeger sind o.k. Die fallen nunmal nur einmal im Jahr an und sind soweit auf das Jahr aufzuteilen. Wenn man also am 15. Juli ausgezogen ist und das gleichzeitig auch Ende des Mietvertrages war, dann bezahlt man auch nur 6,5/12 dieser Kosten oder entsprechend der Gradzahltage. Abrechnungszeitrum ist schließelich das Kalenderjahr.
Beim Tanken wird es schon spannender. Schließlich muss nur der Verbrauch bezahlt werden. Verbrauch ist die Differenz zwischen dem was am 31.12. noch da war und dem was am 01.01. des gleichen Jahres schon vorhanden war plus dem was in der Zwischenzeit getankt wurde.
Getankt wurde jedoch im Februar schon, sogar 9l mehr für ca. 300€ weniger!
Ist schon mal an der Tankstelle aufgefallen, dass man da manchmal für das gleiche Geld mehr bzw. weniger bekommt als man ein paar Minuten vorher bekommen hätte? Solche Preise schwanken nunmal. Hier zum Beispiel gestern abend Super 1,489€uro, heute früh 1,569 €uro. Man hab ich mich gefreut, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs war.
Gibt es da Urteile oder faire Ergebnisse?
Wenn es so abgerechnet wurde, wie oben beschrieben, dann ist es o.k. Solche Abrechnung sind jedoch nicht 100% fair, sondern nur eine Annäherung. Eine 100% korrekte Abrechnung würde jedoch einen so hohen Aufwand verursachen, dass das meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt wäre.
Die knapp 7 Monate machen fast genauso viel wie die 12 Monate für das Jahr zuvor! Klar, die Preise sind gestiegen.
Das ist ein Aspekt. Zwei weitere Aspekte sind, dass der Winter Anfang 2010 nicht nur besonders kalt sondern auch sehr lang war. Da kann es durchaus passieren, dass sich die Heizkosten verdoppeln. Die meisten Heizkosten fallen doch ohnehin in den ersten drei Monaten an. Nach Gradtagzahlen immerhin 45%, wobei das in 2010 wohl sogar noch zuwenig war.
Aber es ist nicht ok, dass aufgrund der Dez. Aktionen der Einheitspreis auch für die Ausgezogenen so steigt!?
Also natürlich muss nur der Ölverbrauch und nicht der Lagerbestand bezahlt werden. Die letzten paar Tage nach der letzten Lieferung dürften also kaum einen so hohen Einfluss auf den Einheitspreis ausgeübt haben.
Einfach nochmal genau in die Abrechnung schauen, was und wie da gerechnet wurde. Die Kosten für den Lagerbestand, der am 1.1.2011 noch im Öltank war, darf natürlich nicht in die Verbrauchskosten von 2010 eingehen.
Grüße