Hallo zusammen,
mein Heizungsmonteur hat mir heute gesagt dass wenn ich meine Heizung den ganzen Tag laufen lasse spare ich mehr als wenn ich die Heizung tagsüber absenke.
Mir leuchtet zwar ein dass die Raumtemperatur nicht komplett wieder hochgefahren werden muss, aber dafür läuft der Brenner doch die ganze zeit auf kleiner Flamme.
Kann man pauschal sagen welche Methode am günstigsten ist (die ganze Zeit auf kleiner Flamme oder morgends und abends heizen)?
Danke
Christian
Hallo
Dein Heizungsbauer kann schon recht haben, je nach Verhältnissen, die vorliegen. In einem Gebäude mit sehr energieaufnehmenden Wänden macht es keinen Sinn, abzuschalten, im umgekehrten Fall, bei dem die Wände keine Wärme aufnehmen können, ist eine Aufheizung nur dann sinnvoll, wenn man den Raum auch nutzt. Dies sind die beiden Extreme, die man pauschal beantworten kann. Alles andere liegt dazwischen. Wenn jedoch beim erneuten Aufheizen eine Zeitspanne oberhalb einer (halben)Stunde vergeht, die eine Behaglichkeit im Raum ermöglicht, ist die Absenktemperatur deutlich zu niedrig. Je kälter es wird, umso eher muss auch nachgeheizt werden. Bitte nicht die Lufttemperatur, die am Thermometer irgendwo abgelesen wird, mit Behaglichkeitstemperatur verwechseln. Behaglichkeit ensteht erst dann, wenn die Luft- und Wandtemperatur im Mittel gewünschte Solltemperatur erreichen.(Lagerfeuereffekt, vorne warm, hinten kalt)
Bis hierhin
auch ein
Christian
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Hallo zusammen,
mein Heizungsmonteur hat mir heute gesagt dass wenn ich meine
Heizung den ganzen Tag laufen lasse spare ich mehr als wenn
ich die Heizung tagsüber absenke.
Das ist Unsinn. Beim Absenken der Raumtemperatur ist die Temp.differenz zwischen Drinnen und Draussen verringert, daher wird weniger Wärme nach Außen verloren. Außerdem springt der Brenner weniger häufig an, so daß die Systemverluste (Aufheizen des Kessels und der Rauchgaswege)ebenfalls verringert werden.
Mir leuchtet zwar ein dass die Raumtemperatur nicht komplett
wieder hochgefahren werden muss, aber dafür läuft der Brenner
doch die ganze zeit auf kleiner Flamme.
Beim Ölofen, beim Zentralheizungskessel läuft der Brenner ein paar Minuten und heizt das Heizwasser z.B. auf 90 °C auf und schaltet wieder ab, bis die Heizwasertemp. auf ca. 60 °C abgesunken ist.
Kann man pauschal sagen welche Methode am günstigsten ist (die
ganze Zeit auf kleiner Flamme oder morgends und abends
heizen)?
Natürlich Temperaturabsenkung.
Wolfgang D.
Hallo
Dein Heizungsbauer kann schon recht haben, je nach
Verhältnissen, die vorliegen. In einem Gebäude mit sehr
energieaufnehmenden Wänden macht es keinen Sinn, abzuschalten,
Meinst Du gut isolierte Wände? Auch in dem Fall ist die Drosselung der Heizung wirtschaftlich. Die Ersparnis ist aber nicht so groß, weil durch die Isolierung wenig Wärme verlorengeht.
im umgekehrten Fall, bei dem die Wände keine Wärme aufnehmen
können, ist eine Aufheizung nur dann sinnvoll, wenn man den
Raum auch nutzt.
Also schlecht isolierende Wände - da macht sich die Heizungsabsenkung - wie Du sagst - richtig bezahlt.
Wolfang D.
Hi Christian,
die Verluste steigen mit der Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen. Wenn es drinnen so kalt ist wie draußen, verlierst Du keine Wärme (allerdings an Wohlbehagen), und je höher die Temperatur im Raum, desto größer ist der unvermeidliche Fluss durch Decken und Wände.
Wenn Du sparen möchtest, dann schalte die Nachtabsenkung ein, im Luxusfall über die Heizungssteuerung, wenn keine da ist, mittels Funkschalter für die Pumpensteuerung, das erfüllt sogar die EnEV. Und schmeiß den Heizungsbauer raus.
Gruß Ralf