Heizkosten zu hoch, Gerätefehler?

Hallo zusammen,

diese Frage richtet sich an die Heizungsexperten.

Jemand sei ist Mitte 2009 in eine frisch kernsanierte Altbauwohnung in München gezogen, 1. Stock, 80m², Gasheizung.
Die Heizkosten (Verbrauchskosten) für das zweite Halbjahr 2009 könnten sich folgendermaßen zusammensetzen:

Gesamtbetrag: 6500
gesamte Einheiten: 60,00 MWh
Ihre Einheiten: 0,50 -> 60€

Wenn nun in 2010 (ganzes Jahr) folgende Kosten anfallen:

Gesamtbetrag: 7000
gesamte Einheiten: 65,00 MWh
Ihre Einheiten: 13 -> 1400 €

Könnten ca. 500 € Nachzahlung bedeuten.

Das entspräche fast dem 14-fachen der Vorjahresmessung. Und einem Fünftel der Gesamtmenge im Haus bei nichtmal einem Zehntel der Gesamtfläche.

Der Wärmemengenzähler (Modell sensus pollucom e) ist in der Regel an den Rohrleitungen im Badezimmer angebracht und hat auch diesen Wert (13) bei der Messung angezeigt.

Er läuft schnell, 70 Tage später steht er bereits bei 18. Das entspräche 0,07 MWh pro Tag. Geheizt werden würde normal, die Raumtemperaturen wären so bei 19-21 Grad.
Abgesehen davon, dass der 2009-Wert sehr niedrig wäre, wäre der 2010 Wert doch exorbitant hoch.

Der Vermieter könnte etwas sagen wie „sie haben wohl viel geheizt, der Winter war ja sehr streng“, das stimme schon und die Energiepreise seien ja auch gestiegen. Das würde für Gas aber nichtmal stimmen.

Es könnte gab es mal einen Wasserschaden an der Kaltwasserzuleitung der Badewanne gegeben haben - aber hätte damit ja eher nichts zu tun.

Es herrsche hoher Druck an den Wasserhähnen, weil die Rohrleitungen dünner als normal seien.

Meine Frage nun - was könnte man in so einer Situation tun? Können solche Geräte fehlerhaft sein? Kann man irgendwie feststellen und nachweisen, dass etwas nicht stimmt? Müsste das die Sanitärfirma machen, oder müsste man auf eigene Kosten einen Gutachter bestellen? Wenn ja, was für einen?

Vielen Dank schonmal vorab!

Hallo,

diese Frage richtet sich an die Heizungsexperten.

Jemand sei ist Mitte 2009 in eine frisch kernsanierte Altbauwohnung in München gezogen, 1. Stock, 80m², Gasheizung. Die Heizkosten (Verbrauchskosten) für das zweite Halbjahr 2009 könnten sich folgendermaßen zusammensetzen:

Kernsaniert bedeutet auch, dass das komplette Haus nach den neuesten Standards gedämmt wurde?

Gesamtbetrag: 6500
gesamte Einheiten: 60,00 MWh
Ihre Einheiten: 0,50 -> 60€

Wenn nun in 2010 (ganzes Jahr) folgende Kosten anfallen:
Gesamtbetrag: 7000
gesamte Einheiten: 65,00 MWh
Ihre Einheiten: 13 -> 1400 €

Könnten ca. 500 € Nachzahlung bedeuten.

Das entspräche fast dem 14-fachen der Vorjahresmessung.

Du meinst die Relation 0,5 zu 13? Das wäre bei mir das 26-fache.

Und einem Fünftel der Gesamtmenge im Haus bei nichtmal einem Zehntel der Gesamtfläche.
Der Wärmemengenzähler (Modell sensus pollucom e) ist in der Regel an den Rohrleitungen im Badezimmer angebracht und hat auch diesen Wert (13) bei der Messung angezeigt.
Er läuft schnell, 70 Tage später steht er bereits bei 18. Das entspräche 0,07 MWh pro Tag. Geheizt werden würde normal, die Raumtemperaturen wären so bei 19-21 Grad.
Abgesehen davon, dass der 2009-Wert sehr niedrig wäre, wäre der 2010 Wert doch exorbitant hoch.

Ich sehe den Wert 2010 eigentlich als normal an, wobei durchaus die Frage wäre, wie gut das Haus gedämmt ist. Der Wert 2009 ist in der Tat sehr gering. Hatten wir da bis Dezember relativ hohe Außentemperaturen? Da man erst Mitte 2009 eingezogen ist, fehlen da auch die besonders heizintensiven Monate Januar und Februar.

Es herrsche hoher Druck an den Wasserhähnen, weil die Rohrleitungen dünner als normal seien.

Und dadurch wird der Druck am Wasserhahn höher?

Meine Frage nun - was könnte man in so einer Situation tun?
Können solche Geräte fehlerhaft sein?

Grundsätzlich kann sowas nicht ausgeschlossen werden.

Kann man irgendwie feststellen und nachweisen, dass etwas nicht stimmt?

Sind die Teile denn geeicht?

Müsste das die Sanitärfirma machen, oder müsste man auf eigene Kosten einen Gutachter bestellen? Wenn ja, was für einen?

Natürlich sollte zumindest in Erfahrung gebracht werden können, ob das Teil korrekt eingebaut wurde und ob es dementsprechend richtig zählt. Da sollten Protokolle existieren, aus denen hervorgeht, auf welcher Basis das Teil zählt. Theoretisch denkbar wäre, dass dabei von einem größeren Rohrquerschnitt ausgegangen wird.
Zunächst sollte aber wirklich nochmaj geschaut werden, ob der Wärmeverbrauch nicht ikm üblichen Rahmen für eine solche Wohnung liegt. Vielleicht haben andere Bewohner besonders wenig verbraucht oder es standen Wohnungen leer. Je nach Verteilungsschlüssel kann das einen erheblichen Einfluss auf die abgerechneten Kosten haben.

Grüße

Hallo,
zur Bedienungsamleitung des Zählers: http://www.sensusesaap.com/de/warme-und-kaltezahler/…
Als default zeigt er danach die kumulierte Wärmemenge an, den Verbrauch zum programmierten Stichtag erst nach drücken der roten Taste (sofern aktiviert).
Wer hat den die Werte wann abgelesen?
Und natürlich immer die selbe Frage um eine Idee von der fiktiven Wohnung zu bekommen - was steht denn im Energiepaß und wie groß ist die Wohnung?

Cu Rene