Heizkostenabrechnung nach Verdunsterprinzip

Sehr geehrte Damen und Herren,

mich würde eines interessieren. Wenn ein Haushalt nach dem Verdunsterprinzip der Heizkörper abgerechnet wird, worauf sollte geachtet werden?

Wenn z.B. die der Heizkörper mehrfach im Jahr entlüftet werden muss, da er nur bis zur unteren Hälfte des Heizkörpers heizt (an dem auch der Verdunster angebracht ist), ist dann eine korrekte Abrechnung noch möglich?
Denn wenn man das Ventil auf 3 normalerweise stehen hat, damit ein Zimmer „normal“ geheizt (ca. 20 °C) werden kann, muss man wenn der Heizkörper wieder nur bis zur unteren Heizkörperhälfte heizt, das Ventil auf 5 drehen, um die gleiche Raumtemperatur zu erhalten. Wird dadurch nicht mehr verbraucht?

Ich möchte lediglich das Prinzip der Verdunstung verstehen.

Für Antworten wäre ich sehr dankbar!
Vielen Dank!

Viele Grüße

Susanne

Hallo Susanne!
Das Problem bei den Heizkörpern ist die, dass die Flüssigkeit auch im Sommer verdunstet, weil es ja warm ist. Aber das, was du beschreibst ist nicht normal, da solltest du dich an deinen Vermieter wenden. Denn die Heizung ja nicht intakt ist, worum ER sich zu kümmern hat.

Viel Erfolg(weil Vermieter sowas genelell nicht mögen und es umzugehen versuchen:wink: )

Hallo Seltsam78,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Das Problem ist, verdunstet der Heizkörper nun mehr, da er auf 5 aufgedreht werden musste?
Nach langem Hin und Her, wurde ein automat. Entlüftungsventil eingesetzt, jedoch erst kurz vor der Abrechnung. Von daher würde ich gern eben wissen, wie das mit dem Verdunstungsprinzip, wie oben beschrieben funktioniert.

Danke und Gruß

Susanne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin, Susanne,

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier ist Duzen üblich :smile:

Verdunster messen die Wärmemenge, die ein Heizkörper abgibt - ganz grob und simpel gesagt. Wenn der Heizkörper nicht entlüftet ist, wird er nicht schnell genug warm, es verdunstet also nicht mehr, auch wenn es mehr Zeit braucht, den Raum warmzukriegen.

Wird dadurch nicht mehr verbraucht?

Die Wärmemenge, die der Raum zum Warmwerden benötigt, ist immer die gleiche.

Ich möchte lediglich das Prinzip der Verdunstung verstehen.

Je heißer der Heizkörper, desto mehr verdunstet. Mehr steckt nicht dahinter.

Dabei wird nicht direkt gemessen, sondern verglichen: Ein Heizkörper gleicher Größe hat das gleiche Röhrchen, also kann man bei gleicher Strichzahl annehmen, dass dort die gleiche Wärmemenge entnommen wurde. Die Striche im ganzen Haus werden zusammengezählt und die einzelne Wohnung wird nach den jeweiligen Strichen anteilig belastet.

Gruß Ralf

Hi,

Je heißer der Heizkörper, desto mehr verdunstet. Mehr steckt
nicht dahinter.

genau das ist hier aber das Problem.

Dabei wird nicht direkt gemessen, sondern verglichen: Ein
Heizkörper gleicher Größe hat das gleiche Röhrchen, also kann
man bei gleicher Strichzahl annehmen, dass dort die gleiche
Wärmemenge entnommen wurde.

Schon richtig, aber wenn ein Heizkörper nicht vollständig warm wird muß der erwärmte Teil des Heizkörpers mehr Energie abgeben um die gleiche Heizleistung zu erreichen (deswegen mußte das Thermostat höher gedreht werden als bei entlüftetem Heizkörper).
Anders ausgedrückt: der Heizkörper wird virtuell kleiner, das Verdunsterröhrchen ist aber auf die ursprüngliche Größe ausgelegt.

Also ich sehe hier schon, daß der an diesem Verdunsterröhrchen abgelesene Wert nicht zur Heizkostenverteilung herangezogen werden kann, da es einen höheren Verbrauch „anzeigen“ wird.
Der obere Teil des Heizkörpers würde normalerweise Wärme abgeben, ohne daß diese vom Röhrchen erfasst werden kann (was aber durch die Skaleneinteilung berücksichtigt wird).
Einem real betroffenen Mieter würde ich empfehlen das Thema mit dem Mieterbund zu besprechen.

Gruß Stefan

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Moin, Stefan,

Anders ausgedrückt: der Heizkörper wird virtuell kleiner, das
Verdunsterröhrchen ist aber auf die ursprüngliche Größe
ausgelegt.

gutes Argument, hatte ich nicht bedacht.

Gruß Ralf

Hallo,
prinzipiell hast Du recht: wenn die Heizungsanlage nicht in Ordnung ist, gibt es Fehlmessungen.

Schon richtig, aber wenn ein Heizkörper nicht vollständig warm
wird muß der erwärmte Teil des Heizkörpers mehr Energie
abgeben um die gleiche Heizleistung zu erreichen (deswegen
mußte das Thermostat höher gedreht werden als bei entlüftetem
Heizkörper).
Anders ausgedrückt: der Heizkörper wird virtuell kleiner, das
Verdunsterröhrchen ist aber auf die ursprüngliche Größe
ausgelegt.

Wenn der Heizkörper an der Stelle, an der das Röhrchen hängt, gar nicht warm wird, zählt es viel weniger als tatsächlich benutzt.

Es kommt also auf den Einzelfall an, was passiert.
Gruß
loderunner