Heizkostenabrechnung zu hoch?!

Hallo,

ein Mieter hat für 2010/2011 eine HK-Abrechnung erhalten und muss 150 Euro nachzahlen. Um diese Nachzahlungen zu vermeiden, wurde Ende letzten Jahres sogar die Miete angehoben. Das hat offensichtlich nichts bzw. wenig genützt.

Der Mieter hat das Gefühl, dass da etwas nicht stimmt, denn er heizt vorbildlich (das behaupten sicher alle Mieter, aber es ist in der Tat so: keine Gegenstände vor den Heizungen, jeder Raum ist im Winter leicht beheizt etc. - so, wie es die Heizkostenfirma empfielt).

Die HK-Abrechnungen wurden immer höher - trotz Mietanpassungen:

11/2008: 45 Euro Nachzahlung
08/2009: 130 Euro Nachzahlung
09/2009: Mieterhöhung um 10 Euro
12/2010: 300 Euro Nachzahlung
12/2010: Mieterhöhung um 20 Euro
08/2011: 150 Euro Nachzahlung

Kann das alles sein? Sind die Rohstoffpreise wirklich so drastisch gestiegen, dass der Mieter jetzt jedes Jahr so viel nachzahlen muss? Für den Mieter ist das eine Menge Geld.

Laut der Heizkostenfirma sind die Heizungen in Ordnung, daran liegt es angeblich nicht (obwohl es schon seltsam ist, dass dem Mieter empfohlen wurde, die Heizung im Winter auf „2“ zu stellen, die Heizung dann aber kalt bleibt). Das hat der Vermieter auf Wunsch des Mieters letztes Jahr überprüfen lassen.

Was kann der Mieter tun? Hinnehmen, zahlen und noch mal die Miete erhöhen lassen? Oder bringt ein Heizkosten-Check etwas (kostet 35 Euro)? Der Mieter ist auch rechtsschutzversichert. Kann man mit sowas zum Anwalt gehen?

Für Tipps ist der Mieter sehr dankbar.

Viele Grüße!

Hallo,

ein Mieter hat für 2010/2011 eine HK-Abrechnung erhalten und
muss 150 Euro nachzahlen. Um diese Nachzahlungen zu vermeiden,
wurde Ende letzten Jahres sogar die Miete angehoben. Das hat
offensichtlich nichts bzw. wenig genützt.

Wurden auch an die steigenden Ölpreise gedacht?
Denn es müssen zweierlei Faktoren bedacht werden.

  1. Erhöhung aufgrund des Mehrverbrauchs
  2. Erhöhung aufgrund der steigenden Ölpreise.
    Wenn nur einer dieser Faktoren berücksichtigt und einkalkuliert wurde, ja dann muss man natürlich weiterhin nachzahlen. Ist logisch.

LG Jasmin

Der Mieter wohnt in einer Wohnung und bezieht Fernwärme. Wie diese produziert wird, ob mit Kohle, Gas, Öl etc., ist leider nicht bekannt.

Der Mieter wohnt in einer Wohnung und bezieht Fernwärme. Wie
diese produziert wird, ob mit Kohle, Gas, Öl etc., ist leider
nicht bekannt.

Okay, dann anders:
Wurden auch an die steigenden Energie preise gedacht?
Denn es müssen zweierlei Faktoren bedacht werden.

  1. Erhöhung aufgrund des Mehrverbrauchs
  2. Erhöhung aufgrund der steigenden Energie preise
    Wenn nur einer dieser Faktoren berücksichtigt und einkalkuliert wurde, ja dann muss man natürlich weiterhin nachzahlen. Ist logisch.

LG Jasmin

Der Gaspreis ist an den Ölpreis gebunden. Der Ölpreis hat sich in den letzten Jahren fast ver5facht. Gehen wir mal von einer Verdopplung aus. Hat sich die Heizkostenabrechnung verdoppelt? Dann ist sie wohl noch im Rahmen.
Dann gibt es noch Personalkosten, Materialkosten, Stromkosten. Alles ist nicht wirklich billiger geworden.
Kohle kommt inzwischen vielfach von irgendwo auf der Welt. Der für die Kraftwerke erforderliche Umweltschutz ist auch nicht kostenlos zu haben.
Gibt dann noch Fernwärme aus Müll. Da werden die erforderlichen Temperaturen aber auch mit einem fossilen Brennstoff erzeugt.

Alles in allem ist das mit der Wärme in den letzten Jahren so richtig teuer geworden, natürlich auch für den einzelnen Mieter.

Bevor hier mit dem VM der große Krieg begonnen wird wäre es angeraten mal höflich zu fragen und nicht gleich mit Kanonen zu kommen.

vnA

Die HK-Abrechnungen wurden immer höher - trotz
Mietanpassungen:

11/2008: 45 Euro Nachzahlung
08/2009: 130 Euro Nachzahlung
09/2009: Mieterhöhung um 10 Euro
12/2010: 300 Euro Nachzahlung
12/2010: Mieterhöhung um 20 Euro
08/2011: 150 Euro Nachzahlung

Kann das alles sein?

Der Mieter sollte zuerst prüfen ob er Mieterhöhungen hatte oder Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlungen.
Dann kann er seine Abrechnungen prüfen, darin stehen abgerechnete Kosten und Verbrauch, er kann auch beim Vermieter Einsicht in die Rechnungen nehmen.

Dem Mieter wurde die Vorauszahlung der Heiznebenkosten erhöht. Das wurde zuvor schon 2x gemacht, aber trotzdem waren die Heiznebenkosten immer höher, so dass diese hohen Nachzahlungen zustande kamen.