Heizkostenersparnis durch Wärmepumpe/kontr Lüftung

Liebe Ratgeber,

über eine Erklärung zu folgender Frage würde ich mich sehr freuen:

Mit welcher monatlichen prozentualen Ersparnis kann ich bei ansonsten gleichen Voraussetzungen (Dämmung, Fußbodenheizung etc.) in Bezug auf die reinen Heizkosten (ohne Berücksichtung der Anschaffungsinvestitionen) rechnen:

a) Luft-Wasser-Wärmepumpe gegenüber Gasheizung?

b) Kontrollierte Wohnraumbelüftung mit gegenüber ohne Wärmerückgewinnung?

Lieben Dank
Britta

Hei!

Antwort von Radio Eriwan:
Kommt ganz drauf an.

a) Luft-Wasser-Wärmepumpe gegenüber Gasheizung?

Neubau oder vorhandenes Haus?

Soll bedeuten: liegt der Gasanschluß im Haus schon, oder müsste der erst gezogen werden und die Kosten dafür berücksichtigt werden?

Eine pauschale Zahl wird dir niemand nennen können. Eine Wärmepumpe ist gar nicht so viel billiger zu betreiben.
Die Kilowattstunde Gas kostet derzeit so um die 6 cent, die Kilowattstunde Strom im Wärmepumpentarif so um die 17 bis 18 cent. Bei einem Leistungsfaktor von 4 kostet damit die Kilowattstunde Wärme aus der Wärmepumpe knapp unter 5 cent gegen über den 6 cent der Gasheizung.
Jetzt hängt’s natürlich von deinem Haus ab. Ne schlecht isolierte Butze (groß) kann schon mal 30.000 kWh im Jahr verballern. Macht dann grob 1500 Euro gegen 1800 Euro, also 300 Euro gespart.
Ein gut isoliertes, kleines Haus kann sich auch schon mit 8.000 kWh begnügen, dann schrumpt die Einsparung auf 80 Euro im Jahr zusammmen. Hängt also von der Größe des Hauses, der Isolation, der Heiz- und Badegewohnheiten und natürlich auch von der Zahl der Personen ab.

Meine ganz persönliche Meinung: sobald die Gasleitung schon liegt, wird sich der Mehrpreis für die aufwendige Wärmepumpe in 30 Jahren nicht rechnen, weil die Gasheizung sehr viel billiger ist.
Und wenn deine Bude wirklich so schlecht isoliert sein sollte, das sich die Wärmepume rechnet . . . nun ja, dann dürfte das Geld in einer ordentlichen Dämmung besser angelegt sein.

Bei einem Neubau muss man das mit spitzen Bleistift von einem Fachmann durchrechnen lassen. Ich halte trozdem nicht viel davon, da der Reparaturaufwand in den kommenden Jahrzehnten kaum abzuschätzen ist - eine Gasheizung dagegen kann man mit wenigen Handgriffen komplett austauschen.

Ich hab mich bei mir für eine Gasheizung entschieden.
Allerdings bin ich auch ein begnadeter Bastler, ich hab eine moderne Brennwerttherme für 850 Öcken auf eBay erbeutet und selber installiert, von daher war die Alternative eigentlich nur ein kurzes Gedankenspiel :wink:

b) Kontrollierte Wohnraumbelüftung mit gegenüber ohne Wärmerückgewinnung?

Hängt von der Menge des Luftaustausches ab. Aber die Wärmerückgewinnung sollte sich hier immer sehr schnell rechnen, da der Unterschied nur ein zusätzlicher Wärmertauscher ist, der kann soviel Aufpreis eigentlich gar nicht kosten.

lg, mabuse

Bei meinen Lüftungs-Heizungen wird eine Wärmerückgewinnung von 70% angegeben.

135qm DDH BJ 2002, Jahresverbrauch Heizung ca. 4400kw/h.

Es heisst KWh, nicht KW/h. owt
x

detailliertere Angaben -
Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort, mabuse!!!
Wenn ich Dich bitte nochmals um eine Stellungnahme bitten dürfte, zu den folgenden detaillierteren Infos?

a) Luft-Wasser-Wärmepumpe gegenüber Gasheizung?

Neubau oder vorhandenes Haus?

Es handelt sich um einen Neubau, die Leitungen müssen also noch gelegt werden. Dabei sind die Leitungsanschlüsse im Haus im Preis, die zum Haus müssen wir aber selber zahlen. Aufpreis der Lufzwärmepumpe mit Fußbodenheizung gegenüber der Gasheizung ohne Fußbodenheizung: ca. 10.000 EUR

–> Was meist Du?

b) Kontrollierte Wohnraumbelüftung mit gegenüber ohne Wärmerückgewinnung?
hmpf, der Aufpreis für die Wärmerückgewinnung beläuft sich auf gut 6.000 EUR. Der Anbieter schreibt Folgendes:


Anlage ohne Wärmerückgewinnung ist bereits im IBGHAUS Standard enthalten

Dezentrale oder zentrale Abluftanlagen fördern hierbei permanent kontrolliert und intelligent gesteuert die verbrauchte oder feuchte Luft von Küche und den Bädern nach draußen. Frische Zuluft strömt durch den so entstehenden leichten Unterdruck über Zuluftöffnungen in den Außenwänden nach. Durch minimale Schlitze unter den Türen entsteht ein so genannter Raumluftverbund. Die Versorgung von frischer Zuluft und die Entsorgung verbrauchter Luft ist damit im ganzen Haus sichergestellt.

Sie möchten zusätzlich eine kombinierte Wärmerückgewinnung? Kein Problem.

Als Sonderleistung erhältlich:

Anlage mit Wärmerückgewinnung

Die Frischluft wird hierbei zentral über die Anlage mit Wärmerückgewinnung angesaugt. Mit Hilfe eines Wärmtauschers wird dabei die Wärme der Abluft an die kalte Frischluft abgegeben und zwar bis zu 90 %. Über ein eigenes Kanalsystem wird die so vorgewärmte Luft den Wohnräumen zugeführt.


Liebe Grüße und vielen Dank
Britta

vielen Dank für die Antwort und die Korrektur …
ob kwh oder kw/h wär mir als Leihe gar nicht aufgefallen!

o)))

Jau, 4400KW pro Stunde wären auch recht böse… aber da ich keinen Induktionschmelzofen betreibe :wink:

Morgähn!

Wenn ich Dich bitte nochmals um eine Stellungnahme bitten dürfte, zu den folgenden detaillierteren Infos?

Gerne.
Aber vorab: Ich bin Chemiker und antworte dir nur, weil ich mich mit den gleichen Problemen herumgeärgert habe und mich ausgiebig informiert habe. Prinzipiell bin ich aber kein Fachmann, du solltest auf jeden Fall noch eine weitere Meinung einholen.

Es handelt sich um einen Neubau,

Das heisst aber auch, die Hütte ist erstklassig gedämmt? Das senkt das Sparpotential einer WP enorm, weil du eh wenig Energie verbrauchen wirst.

die Leitungen müssen also noch gelegt werden. Dabei sind die Leitungsanschlüsse im Haus im Preis, die zum Haus müssen wir aber selber zahlen.

Okay, Frage: Ist eine Gasleitung vorgesehen?
Also, wenn ihr euch für die WP entscheiden solltet, wollt/könnt ihr dann auf den Gasanschlus verzichten, oder wird der auf jeden Fall gelegt (Gasherd oder auch nur der Sicherheit wegen).

Schon bei den Stadtwerken/Energieversorgern nachgefragt, was der Hausanschluß kosten wird?

Aufpreis der Lufzwärmepumpe mit Fußbodenheizung gegenüber der Gasheizung ohne Fußbodenheizung: ca. 10.000 EUR

1.) Ist in diesem Preis schon der Gas-Hausanschluß berücksichtigt?
2.) Ihr vergleicht da ein wenig Äpfel mit Bananen. Würdet ihr wirklich eine Gasheizung ohne Fußbodenheizung haben wollen? Ich hätt heutzutage keine Lust mehr auf die ensetzlichen Heizkörper . . .

Wenn ich euch für Fußbodenheizung (erst mal unabhängig von der „Antriebstechnik“) entscheidet , dann solltet ihr auch Gasheizung mit Fußbodenheizung und Wärmepumpe mit Fußbodenheizung miteinander vergleichen.

–> Was meist Du?

Schwer zu sagen.
Wärmepumpe macht nur Sinn bei Niedertemperatur- sprich: Fußbodenheizung. Allerdings würde ich auf diesen Komfort auch bei den Alternativen nicht verzichten wollen, und Gasbrennwertgeräte laufen bei Fußbodenheizung auch einiges effizienter als bei normalen Heizkörpern, von daher solltet ihr erst mal eine Grundsatzentscheidung treffen, wie die Wärme im Haus verteilt werden soll.

Grundsätzlich seh ich das Einsparpotential einer Wärmepumpe in einem modernen Haus mit moderner, erstklassiger Dämmung als gering an. Rein aus’m Bauch raus würde ich sagen, bestenfalls 200 Euro im Jahr. Womit ihr die 10.000 Euro Aufpreis erst nach 50 Jahren wieder drin hättet. Also völlig witzlos, da hast du mehr davon, wenn du das Geld auf’s Sparbuch legst. Noch extremer, wenn man auf Kredit finanziert und die 10.000 Euro weniger abzuzahlen (und vor allem: zu verzinsen) hätte.

Das könnte sich allerdings ändern, wenn der Gas-Hausanschluß darin noch nicht berücksichtigt ist und ihr auf diesen verzichten könnt. Denn der ist nicht ganz billig. Mal nachfragen.
Ihr solltet das (möglichst mit konkreten Zahlen, evtl. aus Energieausweiß?) noch mal von einem Fachman nachrechnen lassen.

Sofern die WP nicht drastisch günstiger arbeitet würde ich persönlich immer noch zur Gasheizung (mit Fußbodenheizung) tendieren. Und das gesparte Geld später (wenn’s mit der Kohle nicht mehr so eng aussieht) in eine zusätzliche Solaranlage investieren. Gut gemeinter Rat: sofern ihr diese Alternative in Betracht zieht, lasst jetzt schon mal gedämmte Rohre und Kabel für eine Solaranlage vom Heizungsraum auf’s Dach legen. Das wird euch jetzt nicht viel kosten, später aber reichlich Geld und Dreck ersparen.

So, und jetzt die „Bauherren“-Lösung:
Ihr baut doch da ein Haus mehr oder weniger von der Stange?
1.) Gibt es schon einen Energieausweis für dieses oder ein entsprechendes Musterhaus?
2.) Ist dieses oder ein vergleichbares Haus nicht schon Dutzend- bis hunderfach gebaut worden? Könnte der Lieferant nicht mal ein paar Referenzobjekte nennen, bei denen man die Einwohner einfach mal nach dem Energieverbrauch fragen könnte, und was für eine Heizung sie gewählt haben?
Die meisten Leute, die ein Systemhaus bauen, sind da ausgesprochen auskunftsfreudig - wir haben bei Baustellenbesichtigungen, wo wir bei völlig fremden Leuten einfach mal reingeschaut haben, unglaublich viel gelernt.

hmpf, der Aufpreis für die Wärmerückgewinnung beläuft sich auf gut 6.000 EUR.

Kingt erst mal heftig - aber mit dem, was ich gleich noch schreiben werde, durchaus gerechtfertigt. Denn das, was man da ohne WT bekommt, ist nur eine halbe Lösung - bestenfalls.

Der Anbieter schreibt Folgendes:
Frische Zuluft strömt durch den so entstehenden leichten Unterdruck über Zuluftöffnungen in den Außenwänden nach.

Das ist die denkbar schlechteste Lösung.
Diese Zuluftöffnungen in den Außenwänden halte ich aus energetischer Sicht für eine mittelschwere Katastrophe. Da wird wahrschenlich auch ein Luft- und damit Wärmeaustausch stattfinden, wenn die Lüftung gar nicht läuft. Und im Winter möchte ich nicht in der Nähe einer solchen Öffnung sitzen.

Die 6.000 Euro Aufpreis dürften damit nicht nur den Wärmetauscher, sondern eine komplette „richtige“ Lüftung umfassen, mit zentraler Ansaugung.
Frag nach, wie die aufgebaut ist. Lass dir ne Schemazeichnung schicken. Frag, ob da auch ein vorgeschalteter Erdbodenwärmetauscher mit drin ist. Wenn nicht, was der an Aufpreis kostet.

Meine Meinung: Ganz oder gar nicht. Wenn euch die 6000 Euro für die richtige Lüftungsanlage zuviel sind, dann soltet ihr die „serienmäßige“ Lüftung auch abbestellen, mit dem Murks werdet ihr keine Freude haben.

Durch minimale Schlitze unter den Türen entsteht ein so genannter Raumluftverbund.

Das ist auch schon Murks.

Wenn schon keine richtige Rohrverbidnung zwischen den Räumen, dann macht das heute wenigstens über eine Zargenkopf-Lüftung. Dabei wird ganz einfach der Blendrahmen der Türen oben ein wenig eingefräst, so das der Rahmen nicht an der Wand anliegt, und der obere Spalt zur Wand wird beim Einbau der Türen nicht eingeschäumt.

Dann kann man wenigstens den Luftzug nicht spüren, weil er halt über den Köpfen stattfindet.

Die Frischluft wird hierbei zentral über die Anlage mit Wärmerückgewinnung angesaugt. Mit Hilfe eines Wärmtauschers wird dabei die Wärme der Abluft an die kalte Frischluft abgegeben und zwar bis zu 90 %. Über ein eigenes Kanalsystem wird die so vorgewärmte Luft den Wohnräumen zugeführt.

Das wäre ein ordentliche Lösung - aber nur mit einem vorgeschalteten Erdbodenwärmetauscher. Wie schon gesagt, ohne kann der Wärmetauscher der Lüftungsanlage ansonsten im tiefen Winter einfrieren. Und außerdem kühlt man damit die angesaugte Luft im Sommer ab, was bei genügend Leistung duraus eine Klimaanlage ersetzen kann - und die Feuchtigkleit draussen hält.

Da sind noch viele Informationen (und möglichst auch Gegenangebote von anderen Anbietern - die kann man dem Bauträger druchaus auch mal um die Ohren hauen!) erforderlich.

Schönes Wochenende!
mabuse

Ups
Ich nochmal.
Mir ist gerade beim Lesen noch ein Zauberwort aufgefallen . . .

Aufpreis der Lufzwärmepumpe

Luftwärmepumpe?
Keine Erdbodenwärmepumpe mit Tiefenbohrung oder Fläschenwärmetauscher?

Lass da blos die Finger von!

Ein Luftwärmepumpe holt die Energie aus der Umgebungsluft. Wie eine umgekehrte Klimaanlage. Dummerweise ist da am wenigsten drin, wenn ihr die Wärme braucht, logisch. Also muss so ein Ding so groß dimensioniert sein (damit sie auch in extremen Wintern genug Energie zum Heizen gewinnt), das sie an 10 Monaten im Jahr einfach nur hoffnungslos überdimensioniert ist.
Eine Luftwärmepumpe ist in vernünftiger Dimensionierung bestenfalls in der Übergangszeit als Zusatzheizung brauchbar.

Und 10.000 Tacken dafür halte ich schon fast für Beutelschneiderei.

Frag nochmal nach! Wenn die wirklich eine Luftwärmepumpe meinen, dann nimm Gas. Oder hol zumindest noch ein Angebot für eine ordentliche Erdwärmepumpe ein.

lg, mabuse

Hallo mabuse,
lieben Dank für die ausführliche und gut verständliche Erklärung.
Es handelt sich tatsächlich um eune Luft(Wasser)wärmepumpe, die im Garten steht.

…So viele Fragen und bei jeder Antwirt enstehen noch mehr :o(

Könntest Du mir vielleicht noch helfen: Was verstehst Du denn unter einer „sehr guten“ Isolierung? Unser Neubau wäre kfw85-fähig gedämmt (Wanddemmung mit einem U-Wert von 0,15W/qmK). Das kann man natürlich auch noch aufrüsten, aber natürlich nicht umsonst…

Viele Grüße Steffi

Hallo Steffi,

…So viele Fragen und bei jeder Antwirt enstehen noch mehr :o(

Naja, wenn es einfach wäre, dann hätten ja alle Häuser die gleiche Heizung und die Alternativen würden gar nicht erst angeboten werden :wink:

Frag mal bei den lokalen Stadtwerken, manche haben einen Energieberater, der euch einiges erzählen und auch konkret vorrechnen kann.

Könntest Du mir vielleicht noch helfen: Was verstehst Du denn
unter einer „sehr guten“ Isolierung? Unser Neubau wäre
kfw85-fähig gedämmt (Wanddemmung mit einem U-Wert von
0,15W/qmK).

Asche auf mein Haupt: Das sagt mir nicht viel.
Gut wäre aus meiner Sicht (Käufer einer alten Sparkasse, die ich selber zum Wohnhaus umbaue): mind 120 mm Styropor in mind. WLG 035.
Besser dicker.

Das kann man natürlich auch noch aufrüsten, aber natürlich nicht umsonst…

Hängt davon ab, wie es gemacht wird (außen aufgeklebt?) und wer es macht (Handwerker oder du selber?).

Ein Freund hat auch so ein modernes Systemhaus gebaut, da war die Dämmung bereits in den Steinen eingebaut. Ein bessere Dämmung bedeutet dabei also eine zusätzliche Dämmung, bei der auch die zusätzliche Arbeit bezahlt werden muss.

Wenn du dagegen normale Mauern hast, die von außen „eingepackt“ werden, dann kostet eine bessere Dämmung natürlich nur das dickere Material - denn die Grundkosten wie Untergrundvorbeitung, Klebstoff, Dämmstoffdübel, Armierungsgewebe, Außenputz und vor allem Arbeitszeit ändern sich durch dickeres Material ja so gut wie nicht. Dann kann man schon ordentlich hinlangen und 20 cm oder noch mehr aufkleben.

Aber vorher mal bei anderen Häusern anschauen: je dicker die Dämmschicht, um so tiefer liegen die Fenster. Besonders bei kleinen Fenster bekommt man irgendwann so einen „Schießscharten“-Eindruck. Da ist ein bischen Fingerspitzengefühl gefordert.

Wie du siehst: Schon wieder keine klare Ansage sorry.
Im Normalfall würde ich aber schon sagen, das man mit einer KFW-Einstufung schon ganz gut dabei ist. Zumindest so gut, das ich persönlich eine Wärmepumpe für uninteressant halten würde.

Ich gebe folgendes zu bedenken:
Achtet nicht nur auf dei Anschaffungskosten, sondern fragt auch nach Wartungs- und evtl. Reparaturkosten.
Ich selber (begnadeter Bastler und Heimwerker) hab mich nicht zuletzt auch deshalb für eine Gasheizung entschieden, weil das aus meiner Sicht eine recht simple Technik ist, an der ich im Ernstfall das meiste selber reparieren kann. Ich hab eine Wolff-Therme gekauft, weil im Handbuch die jährliche Wartung umfangreich und ausgiebig bebildert beschrieben ist - das kann jeder, der auch mit Messer und Gabel essen kann. Das bedeutet jetzt nicht, das ich gar keine Wartung vom Fachmann machen lassen werde, aber halt nicht jedes Jahr, sonder nur alle fünf Jahre. Bei einer Wärmepumpe würd ich mir das nicht zutrauen.

Daher mein grundsätzlicher Rat: lieber die billigere Heizung kaufen und das restliche Geld in dickere Dämmung (alternativ: bessere Fenster) investieren. Denn eine Dämmung bedarf keiner kostenintensiven Wartung und wird im Normalfall 50 Jahren ohne Defekte überstehen.

Und dann in ein paar Jahren evtl. mit Solar aufrüsten. Auch eine simple Technik (außer der Pumpe im Prinzip keine Verschleißteile), an der man so gut wie alles selber machen kann.

Schönen Sonntag!
mabuse