Heizkostenexplosion

ok…also nehmen wir mal an, ein mieter hätte in einem jahr für seinen (oel)heizungsverbrauch 9 ct/kwh in rechnung gestellt bekommen…im nächsten jahr soll er dann 28 ct für jede verbrauchte kwh zahlen…wäre das im rahmen des vertretbaren bzw. könnte man das als nachvollziehbar einstufen?
gibt es irgendeine erklärung, warum eine heizungsanlage von einem jahr zum nächsten die 3-fache menge an öl verbrauchen soll? (bei gleichem verbrauch durch den mieter entsprechend des wärmemengenzählers)

danke für eure antworten!
sonnige grüße
kathrin

und wenn man nun annimmt, die hausverwaltung würde sagen, dass nur die verbrauchten liter an oel relevant für die abrechnung sind, die ja scheinbar nachweisbar getankt wären, müßte das ein mieter dann so hinnehmen? und wenn dann im nächsten jahr plötzlich die 5-fache menge an öl getankt würde, obwohl ein mieter laut wärmezähler den gleichen verbrauch hätte…dann ist das eben so und er müsste das dann zahlen??? wo ist da die grenze??? gibt es einen grenzwert, der sagt, was eine verbrauchte kwh (für ölheizung) kosten darf???

Hi,

es könnte sich hier um einen schlichten Abrechnungsfehler handeln. Es wurde nicht berechnet wie viel die Heizung tatsächlich verbraucht hat, sondern wie viel nachgetankt wurde. Das Öl, dass sich noch unverbraucht im Tank befindet würde dann als verbraucht berechnet. Was aber nicht stimmt.
Ich würde nachfragen wie der Ölverbrauch festgestellt wird.

MFG

moin,

nur eine technische Information:

Bei Gas stieg der Preis pro kWh in den letzten 2 Jahren von 5,7ct über 6,2ct auf derzeit 6,5ct pro kWh ( zuzügl. Grundpreis )

Im Handwerksbrett hab ich gelesen, Öl und Gas soll kostenmäßig ähnlich sein

Die 28ct pro kWh sind also zweifelhaft

möglicherweise liegt der Grund für die Kostenexplosion im Grundpreis (=die Fixkosten pro Jahr). Wir kennen die Berechnungsgrundlage ja nicht

Gruss

Beispiel
Angenommen Abrechnung 1.Januar bis 31.Dezember

Richtig:
Abgelesen 1.Januar 2011 Tankfüllstandsanzeige: 1000L
Tankquittung(en) über 8000L
Abgelesen 1.Januar 2012 Tankfüllstandsanzeige: 5000L

Es wurden also 4000L verbraucht. Diese 4000L sind die Berechnungsgrundlage für die Nebenkosten.

Falsch:
Tankquittung(en) über 8000L

In den Nebenkosten wird ein Verbrauch von 8000L angesetzt.

berechnung des oelverbrauches stimmt wohl…zumindest der anfangsbestand = endstand vorjahr…plus getankte liter…abzüglich des endstandes… und deshalb auch die antwort der hausverwaltung, dass für sie genau das relevant ist…der tatsächliche verbrauch des öls. und wenn die mieter das öl verbraucht hätten, obwohl die wärmemengenzähler etwas anderes sagen…dann müssten die mieter das halt zahlen…
klar…liegt bestimmt daran, dass alle 5 wärmemengenzähler des hauses gleichzeitig kaputt gegangen sind…

ok…hat sie verstanden… :wink:
wie unter richtig geschrieben, wurde der verbrauch in rechnung gestellt.
nur hätte dann die heizungsanlage die 3-fache menge an öl verbraucht, um die gleiche leistung zu bringen…und genau das verstehe ich eben nicht…

Hmm,

Der Endstand ist exakt so groß wie der Anfangsstand? Halt ich für unrealistisch, kann natürlich alle Jubeljahre mal vorkommen aber ist doch eher unwahrscheinlich.
Ganz ordinär: Die Anzeige für den Füllstand ist defekt?
Wenn es mehrere kleine Tanks sind verzählt verrechnet?

Ist der Tank dicht? Na gut, bei der Menge müsste da schon einiges versickert sein.
Heizung im Sommer vielleicht im falschen Betriebsmodus?
Heizung zB Ventil defekt weswegen der Verbrauch zu hoch ist.
Wurde die Heizung korrekt gewartet? Vielleicht ein anderer defekt?
Wurde der Vermieter bei der Betankung übers Ohr gehauen und versucht das jetzt auf die Mieter umzuwälzen?
Ist durch Feuchtigkeit vielleicht die Wärmedämmung des Gebäudes defekt weswegen der Verbrauch tatsächlich gestiegen ist?
Wurde Öl gestohlen?

MFG

ok…also nehmen wir mal an, ein mieter hätte in einem jahr
für seinen (oel)heizungsverbrauch 9 ct/kwh in rechnung
gestellt bekommen…im nächsten jahr soll er dann 28 ct für
jede verbrauchte kwh zahlen.

Es gibt demnach Wärmemengenzähler, die angeben, welche Energie in die Wohnung „geflossen“ ist.

Hier würde man - abseits der Frage - übrigens dringend prüfen, ob die noch geeicht sind.

Dass ein und dieselbe Heizung einmal Öl für 9ct und einmal Öl für 28ct benötigt haben soll, um einen kWh Energie ins Wasser zu bringen, halte ich für unmöglich (bzw. nur durch einen Defekt erklärbar).

Viel wahrscheinlicher wurde die verbrauchte Ölmenge falsch berechnet.
Etwa, weil nicht der Verbrauch, sondern der Zukauf berechnet wurde.

Ein Liter Heizöl hat ca. 11kWh Energie.
Verluste des Brenners, der Leitungsführung, usw. kann man vielleicht mit 10% ansetzen.
Aber so oder so kann man sagen:
Circa 10kWh pro Liter.
Und da ein Liter Heizöl nicht einmal 90ct und nun 280ct kostet, kann das nicht stimmen.

hmm…also der anfangsstand des öls im tank is der selbe wie der endstand von der vorjahresabrechnung…das sollte so doch auch sein…oder nich???

am 1.1.2011 waren noch 10650 l öl im tank
im april wurden 6071 l öl getankt
im dezember 4321 l
am 31.12.2011 waren noch 7500 l öl im tank

macht einen verbrauch von 13542 l. für einen verbrauch von 36524 kwh.
kosten für das öl: 9455 euro, heiznebenkosten 814 euro, zusatzkosten heizung (miete /wartung) 517 euro…macht einen preis pro verbrauchte kwh von 29,53ct.

vorjahr:

verbrauch von 48856 kwh zu einem gesamtpreis von 4700 euro.
macht einen preis von 9,62 ct pro verbrauchte kwh.

also für 5 wohneinheiten

hausverwaltung sagt, der ölverbrauch wäre durch tankquittungen nachgewiesen, die wartung wäre ohne beanstandung gewesen…also muss gezahlt werden…

nein…es wurden tatsächlich nur die (angeblich?) verbrauchten liter öl in rechnung gestellt.

daran liegt es also leider nicht, wäre ja schön, wenn es so einfach wäre…

das einzige was ich mir vorstellen kann, ist, dass mehrere häuser unseres vermieters nacheinander betankt wurden, die rechnung aber (selbstverständlich lediglich versehentlich!!! haha) auf unser haus geschrieben wurde… ist ja nur eine idee, weil ich mir beim besten willen den 3-fach höheren ölverbrauch pro kwh nicht anders erklären kann. dummerweise wäre so ein „versehen“ wohl kaum nachweisbar. für mich stellt sich nur die frage, ob ein mieter diesen ums 3-fache gestiegenen preis pro kwh, wie auch immer er zu stande gekommen ist, tatsächlich zahlen muss…

hmm…also der anfangsstand des öls im tank is der selbe wie der :endstand von der vorjahresabrechnung…das sollte so doch auch :sein…oder nich???

Hab mich verlesen, das ist korrekt.

macht einen verbrauch von 13542 l. für einen verbrauch von
36524 kwh.

13542L Öl sollten ca 135420kWh liefern.
Wo sind die anderen 100000kWh hin? Es fehlen 10000L Öl
Das widerspricht den Gesetzen der Physik.

Die plausibelste Lösung ist, dass Öl geklaut wurde, Öl versickert ist, oder die Quittung falsch ist.
Ein Betrüger der 13542L quittiert hat aber nur 3542L geliefert hat.

Entweder Versicherungsschaden oder Betrug.

Moment mal,

Quittung1: 6071L
Quittung2: 4321L

Ist genau die fehlende Menge
Sicher, dass die Jahreszahl stimmt?
Sind das vielleicht Quittungen vom Jahr davor?
Und in diesem Jahr wurde gar nicht getankt?

also erstmal ein ganz dickes danke!!! für deine schnellen antworten…das is echt cool…mit nach nachzahlung von 1200 euro bei einer ersparnis von 40 % heizkosten…da is mir grad echt schlecht…

die tankquittungen für das letzte jahr hab ich selbst noch nich gesehen, laut hausverwaltung sind sie aber ok…

und das is das einzige, was die hausverwaltung interessiert… tankrechnungen sind deren auffassung nach ok…also müssen die mieter zahlen…

selbst wenn öl (in diesen dimensionen???) versickert wäre…oder es sich um betrug handeln sollte…selbst wenn die heizung wegen eines defektes tatsächlich so viel verbrauchen sollte…oder auch vielleicht wegen irgendeines versehen bei der tankrechnung…bin ich dafür als mieter haftbar??? muss ich so einen hohen preis pro verbrauchte kwh tatsächlich zahlen???
ein klares nein unter angabe entsprechender paragraphen wäre mir jetzt eigentlich die liebste antwort… :smile:

Hi,

der Mieter hat das Recht alle Belege persönlich im Original ein zu sehen. Was ich vergessen habe: Auf der Quittung muss auch stehen an wen geliefert wurde. Vielleicht wurde das Gebäude verwechselt.

MFG

huhu… :smile:

ich werde nächste wo mal um vorlage der original tankquittungen bitten.

aber gehen wir jetzt doch einfach mal davon aus, dass da auch drauf steht, was die hausverwaltung nochmal bestätigt und entsprechend abgerechnet hat…

13500 l öl getankt… 36500 kwh verbraucht…

muss ich dann wirklich inkl. heizungsneben- und zusatzkosten 30ct für jede verbrauchte kwh bezahlen???

und für dieses jahr legen sie uns dann vielleicht tankrechnungen von
20.000 euro für den selben verbrauch auf den tisch…und dann darf ich 60 ct pro kwh bezahlen???

ach menno…was weiß denn ich, wohin das öl verschwunden is… hallo…wir reden hier von 10.000 l… die können doch nich einfach weg sein…

"Sehr geerhter Herr Verwalter,
bei der Begutachtung der letzten Heizkostenabrechnung musste ich feststellen, dass unsere Heizung aus mir unerklärlichen Gründen einen ungefähr dreifach höheren Heizölbedarf pro bereitgestellter kWh Wärme hat.
Dies lässt sich wohl nur durch einen schweren Defekt des Brenners oder einen Rechenfehler bei der Verbrauchsermittlung erklären.

Bitte stellen Sie fest, wo der Fehler besteht und lassen mir dann eine korrigierte Abrechnung zukommen."

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Hi,

wo ist da
die grenze??? gibt es einen grenzwert, der sagt, was eine
verbrauchte kwh (für ölheizung) kosten darf???

nein - aber der Vermieter muß Öl so kostengünstig wie möglich beschaffen…also dann Heizöl kaufen wenn der Preis niedrig ist und nicht erst im Winter wenn´s evtl. teurer ist…

ich hab mal das Beispiel von Safrael hier reingekopiert:
Richtig:
Abgelesen 1.Januar 2011 Tankfüllstandsanzeige: 1000L - wie hoch war bei der Lieferung damals der Anschaffungspreis (also 2010?)?

Tankquittung(en) über 8000L - wie hoch war der Anschaffungspreis?

Abgelesen 1.Januar 2012 Tankfüllstandsanzeige: 5000L

evtl. kommt man bei einem sehr unterschiedlichen Ölbeschaffungspreis auch zu höheren Zahlungen - wurde darüber schon mal nachgedacht?

Viel Gruß von Sid

Hallo,

[…]aber der Vermieter muß Öl so kostengünstig wie möglich
beschaffen…also dann Heizöl kaufen wenn der Preis niedrig
ist und nicht erst im Winter wenn´s evtl. teurer ist…

das stimmt nicht, der Vermieter darf auch im Winter Heizöl kaufen und muß nicht beim billigsten Anbieter beziehen. Ich denke, du beziehst dich auf das Wirtschaftlichkeitsgebot im §556 BGB. Deine Aussage wird darüber aber nicht abgedeckt.

Gruß

xxxxx

Hallo,

[…]aber der Vermieter muß (sollte) Öl so kostengünstig wie möglich
beschaffen…also dann Heizöl kaufen wenn der Preis niedrig
ist und nicht erst im Winter wenn´s evtl. teurer ist…

das stimmt nicht, der Vermieter darf auch im Winter Heizöl
kaufen und muß nicht beim billigsten Anbieter beziehen. Ich
denke, du beziehst dich auf das Wirtschaftlichkeitsgebot im
§556 BGB. Deine Aussage wird darüber aber nicht abgedeckt.

Gruß

xxxxx

hab meinen Text angepasst mit dem Wörtchen „sollte“,

ansonsten Energiepreise und geschätzte Steigerungen siehe hier
http://www.heizungsvergleich.de/preise.htm

von 2010 auf 2011 kostete der Liter Öl 12ct mehr
von 2010 auf 2012 sind´s 17ct…

ausserdem war´s nur eine Anregung über diese Kostensteigerungen mal nachzudenken…es kann gut und gern auch an den schon genannten Möglichkeiten liegen…:smile:

Viel Gruß von Tara

wobei ich vor kurzem Zahlenmaterial zu Gesicht bekam, aus dem hervorging, dass gerade 2010-2011 das Heizöl zum Jahreswechsel erheblich billiger war als Sommer 10 und Herbst 10

vnA