Heizkurve optimal einstellen

Hallo Leute,

vor 5 Tagen haben wir die alte Heiztherme durch eine neue Brennwerttherme mit Wasservorlage ersetzt. Diese ist auch mit einem Außentemperaturfühler ausgestattet. D.h. die Vorlauftemperatur wird abhängig von der Außentemperatur gesteuert. Richtig tolles Teil mit den Einstellmöglichkeiten eines PC :wink: Aber Spaß beiseite.
Nun hat man uns gesagt, daß die Heizkurve wie folgt eingestellt werden soll:

Man öffne in dem Zimmer in dem man sich am meisten aufhält - Wohnzimmer - die Thermostaten an den Heizkörpern ganz und stelle dann die Heizkurve so ein, daß sich in diesem Zimmer die gewünschte Raumtemperatur einstellt. In unserem Fall ca. 19° Raumtemperatur die für uns absolut ausreichend ist. Danach stelle man die Heizkurve um 0,1 höher und stelle die Heizkörperthermostaten auf Stufe 2,5 -3.

Ich habe an dieser Prozedur so meine Zweifel zumal ich den Verdacht habe, daß wir nun mehr Gas verbrauchen als mit der Alten und stelle das hier zur Diskussion.

Vielen Dank im Voraus.

Grüße Thomas

Das von dir abgeschriebene Verfahren ist vollkommen richtig und fast perfekt. Einzig dein Verdacht jetzt mehr Gas zu verbrauchen bringt mich zum staunen.
Wenn deine Frau nicht mit Gas kocht, dürfte es ein leichtes sein, den Gasverbrauch täglich am Zähler zu überprüfen und aufzuschreiben. Aber bitte immer zur gleichen Zeit und wenn möglich mit Angabe der Aussentemperatur.

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Hallo zusammen,
zu ergänzen wäre eventuell noch, dass nach nur fünf „Heiztagen“ noch schwer auf den künftigen Gasverbrauch geschlossen werden kann. Zudem unterscheiden sich bei modernen Heizsystemen die Brennerlaufzeiten
bisweilen deutlich von denen, betagterer Geräte. Auch dieser Umstand
könnte zu Irritationen führen.
Wie schon angeregt, weiterhin gut beobachten und dokumentieren. Sollte Dein Verdacht sich dennoch bestätigen, ist die installierende Fachfirma sicherlich noch greifbar und somit in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen.

Derweil mit sonnigen Grüßen

Reinhard

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Man öffne in dem Zimmer in dem man sich am meisten aufhält -
Wohnzimmer - die Thermostaten an den Heizkörpern ganz und
stelle dann die Heizkurve so ein, daß sich in diesem Zimmer
die gewünschte Raumtemperatur einstellt. In unserem Fall ca.
19° Raumtemperatur die für uns absolut ausreichend ist. Danach
stelle man die Heizkurve um 0,1 höher und stelle die
Heizkörperthermostaten auf Stufe 2,5 -3.

Ich habe an dieser Prozedur so meine Zweifel zumal ich den
Verdacht habe, daß wir nun mehr Gas verbrauchen als mit der
Alten und stelle das hier zur Diskussion.

Wieso zweifelst Du?
Die o.g. Prozedur sorgt dafür, dass die Vorlauftemperatur gerade so ausreicht, um das betreffende Zimmer auf Wunschtemperatur zu halten.
Die Zugabe +0,1 sorgt dafür, dass es nicht ewig dauert, diese Temperatur auch zu erreichen. (Für das Aufheizen benötigt man mehr Leistung als für das Halten der Temperatur).

Deinen Verdacht kannst Du begründen? Du hast Vergleichszahlen zu Verbräuchen bei genauso kaltem Wetter vom Vorjahr?

Vielen Dank für Eure Antworten. Den Gasverbrauch dokumentiere ich seit 3 Tagen. Euren Auführungen nach zu schließen ist die Prozedur doch richtig. Vielleicht hat mich auch verwirrt, daß die Brennerlaufzeiten der neuen Brennwerttherme doch länger sind als bei der Alten. Hat auch sicherlich seine Begründung in der Ausnutzung der Kondensationswärme, die bei einem hohen Durchsatz an Verbrennungsgasen nicht ganz so optimal wäre.
Nochmals Danke. Wenn ich noch Fragen habe wende ich mich wieder an Euch.

Grüße Thomas

Hallo,

Vielen Dank für Eure Antworten. Den Gasverbrauch dokumentiere
ich seit 3 Tagen.

Das bringt an sich nicht wirklich viel, weil der Verbrauch stark
von Wetter (insbesondere Temp, Sonnenscheindauer und Wind)
abhängt. Da Wetter aber sich täglich ändert, bekommt man bei
tägl. Aufzeichnungen rel. starke Schwankungen.
Sinnvoller ist es z.B. Monatlich die Werte aufzuzeichnen.
da bekommt man eine guten Mittelwert und kann das über die
Jahre gut vergleichen.
So mache ich das seit 10 Jahren. Am 1.des Monats wird
Gas, Wasser, Strom abgelesen und in ein Heft eingetragen.

Euren Auführungen nach zu schließen ist die
Prozedur doch richtig. Vielleicht hat mich auch verwirrt, daß
die Brennerlaufzeiten der neuen Brennwerttherme doch länger
sind als bei der Alten.

Das hat erstmal nix zu sagen.
Zunächst kommt es auf die Brennerleistung an (evtl. hatte der
alte deutlich mehr Power) und dann wird der neue Brenner
auch noch in der Leistung moduliert. Der bringt also in
Anhängigkeit von den Regelparametern nicht immer die max.
Leistung sondern irgend einen Wert zwischen ca. 30% und 100%.
Entsprechend sollte auch der Brennstoffverbrauch niedriger sein.

Hat auch sicherlich seine Begründung
in der Ausnutzung der Kondensationswärme, die bei einem hohen
Durchsatz an Verbrennungsgasen nicht ganz so optimal wäre.

Hat damit nix zu tun, aber natürlich sollte bei gleichem
Brennstoffeinsatz jetzt die verfügbare Wärmemenge paar % höher sein.
Gruß Uwi