heizöl

Liebe/-r Experte/-in,
Ich besitze einen kellergeschweissten Heizöltank. Gewerblicher Anbieter von Tankreinigungen und Tankauskleidungen machen mir immer wieder Angst, dass agressiver Ölschlamm auf dem Tankboden zu Durchrostungen führen können. Tankreinigungen und Tankauskleidungen erst recht halte ich für sehr teuer. Ferner besitze ich nicht das rechte Vertrauen, ob diese Massnahmen wirklich notwendig sind. Angeblich kann man den Grad der Rostbildung kontrollieren. Kann man dies auch selbst erkennen bzw. sich von einem Fachmann zeigen lassen? Zwei Nachbahrn von mir hatten schon direkt Gelegnheit, sich den Boden solcher Tanks anzuschauen (einer bei der Zerlegung von 2 Tanks, der zweiter bei entleertem Tank). In beiden Fällen war die Rostbildung und Schlammbildung nicht der Rede Wert. Da dies natürlich keine statistisch sichere Aussage ist. Frage ich Dich als Fachmann nach Deinen Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Liebe/-r Experte/-in,
Ich besitze einen kellergeschweissten Heizöltank. Gewerblicher
Anbieter von Tankreinigungen und Tankauskleidungen machen mir
immer wieder Angst, dass agressiver Ölschlamm auf dem
Tankboden zu Durchrostungen führen können. Tankreinigungen und
Tankauskleidungen erst recht halte ich für sehr teuer. Ferner
besitze ich nicht das rechte Vertrauen, ob diese Massnahmen
wirklich notwendig sind. Angeblich kann man den Grad der
Rostbildung kontrollieren. Kann man dies auch selbst erkennen
bzw. sich von einem Fachmann zeigen lassen? Zwei Nachbahrn von
mir hatten schon direkt Gelegnheit, sich den Boden solcher
Tanks anzuschauen (einer bei der Zerlegung von 2 Tanks, der
zweiter bei entleertem Tank). In beiden Fällen war die
Rostbildung und Schlammbildung nicht der Rede Wert. Da dies
natürlich keine statistisch sichere Aussage ist. Frage ich
Dich als Fachmann nach Deinen Erfahrungen auf diesem Gebiet

Hallo Herr Kausemann,
ich bin leider auf diesem Gebiet kein Fachmann, mit Tankreinigung etc. kenne ich mich nicht aus, ich verkaufe lediglich Heizöl.
Zur Beruhigung kann ich allerdings sagen, daß wir selber einen kellergeschweißten Tank haben, Baujahr 1975 und seitdem wurde weder Tankreinigung noch sonst etwas durchgeführt und unsere Heizung läuft und läuft…(Den Ölfilter an der Anlage wechseln wir regelmäßig).
Es ist allerdings so, daß man als Tankanlagenbesitzer die Pflicht hat, den Tank regelmäßig prüfen zu lassen, wegen Versicherungsschutz etc. Haben wir allerdings auch noch nie gemacht, aber im Zweifelsfall, wenn Heizöl durch den Tank ins Erdreich sickern sollte, aus welchen Gründen auch immer und der Tank nicht gewartet wurde ist man dran und die Versicherung zahlt nicht. Mir ist allerdings nicht ein einziger Fall bekannt.
Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.esyoil.com
Hoffe soweit weitergeholfen zu haben.
Viele Grüße
Kerstin Jobmann

Hallo, ich finde es nicht verwunderlich das Firmen die tollsten Geschäftsideen an den Tage legen nur um den Verbraucher abzuzocken.Fakt ist: Es bildet sich mit jeder Befüllung etwas Ölschlamm dieser ist nicht aggressiv und zum Rost darf man sagen es handelt sich hierbei um Kondenswasser was normal ist.Was mich in letzter Zeit stört das alle kellergeschweissten Tanks von TÜV Prüfern gern bemängelt werden,wegen der äusserlichen Rostansätze,daher vermute ich das deren Einstellung sie zum Kauf einer neuen Tankanlage bewegen soll.Man beachte von TÜV Abnahmen kann man nicht leben daher auch immer verlinkte Seiten zu namenhaften Herstellern so schauts im Internet aus.Fazit:Eine Tankreinigung ist überflüssig und überteuert,solang der Ölschlamm nicht angesaugt wird, so das die Brennerdüsen verstopfen ist alles im grünen Bereich.Ebenfalls die Verordnung das jeder der eine Heizölheizung betreibt gezwungen wird ,seine Anlage durch einen Sachverständigen prüfen zulassen ,ist ein Akt der Willkür des Staates und nenne es Abzocke…
Daher abschliessend: Man will nur ihr Geld, es gibt keine glaubhaften Gutachten und daher solch Angebote dankend ablehnen…
LG Maik

Hallo Herr Kausemann,

es ist in der Tat notwendig in bestimmten Zyklen seinen
Öltank reinigen und prüfen zu lassen.
Durch Kondensat im Tank kann sich dieses entstandene
Wasser mit den Schwefelanteilen im Heizöl verbinden und
wird zu einem sauren Medium,das sich am Boden des Tanks
absetzt. Dann entsteht natürlich Korrosion.
Bei der Tankreinigung wird dieses Gemisch entfernt und
durch Augenscheinnahme des leeren Tanks lässt sich der Zustand der Tankinnenflächen insbesondere der Bodenfläche begutachten. Bei dieser Aktion kann man
sich dann selbst vom Zustand des Objekts ein Bild machen.
Durch eben diese Reinigungsmaßnahmen läßt sich die
Korrosion weitestgehend vermeiden. Voraussetzung ist
natürlich eine regelmäßige Reinigung, deren Interwall
in Abhängikeit der Betankungszeiträume stehen.
D. h. bei einer durchschnittlich jährlichen Betankung
reicht ein 5 jährlicher Reinigungszyklus.
Je öfter getankt wird, umso kleiner der Zyklus
(3 Jahre).
Dies sind allerdings keine verbindlichen Richtwerte.
Die notwendigen Reinigungsinterwallen hängen von
allen möglichen Umständen ab.
Auf jeden Fall sollte man sich ein Urteil vom Zustand
des gereinigten Tanks bilden und so den nächsten
Reinigungstermin bestimmen.

Ich denke, daß nun gewisse Zweifel aus dem Weg geräumt
sind und die Notwendigkeit der Tankreinigung erklärt ist.

Mit frld. Grüssen

L.S.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wichtig ist, die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen.
Eine Tankauskleidung oder Tankreinigung ist aber nicht
vorgeschrieben. Eine Tankreinigung ist eigentlich nur dann angebracht, wenn der Filter anfängt sich durch Alterungsrückstände zuzusetzen.

Ob dann im Anschluss eine Tankauskleidung oder –beschichtung nötig ist kann wirklich nur der Fachmann vor Ort entscheiden.

Hier aber einige Tipps, die Dir hoffentlich helfen:

In Abständen von mehreren Jahren den Tank möglichst weit leer fahren, um die durchschnittliche Lagerzeit so gering wie möglich zu halten. Je geringer die Lagerzeit, je weniger Alterungsrückstände können entstehen.

Wenn eine Tankreinigung nötig ist, dann unbedingt den Tank so weit wie möglich leer fahren. Dadurch unterbindet man die Rückgabe von zwischengelagertem,
bereits gealtertem Heizöl EL und eine Verschleppung von Alterungsrückständen.

Bei der Tankreinigung sollten auch die Leitungen zum Brenner gespült werden!

Keine Opferanoden installieren lassen, die den Tank vor Korrosion schützen sollen!!!
Das dabei benötigte wässrige Korrosionsschutzmittel kann zu Betriebsstörungen führen.

Evtl. eine schwimmende Ansaugung einbauen lassen! Sedimente liegen am Tankboden und werden häufig durch zu tief liegende Ansaugleitungen angesaugt und führen zu Filterverstopfung. Eine schwimmende Ansaugleitung kann so etwas verhindern.

Tankreinigung sollten im Sommer durchgeführt werden. Wenn angeblich Tankraumsanierungs- maßnahmen durchgeführt werden müssen, kann man sich weitere Expertenmeinungen Angebote einholen. Dies kann etwas dauern, und im Sommer ist es nicht so schlimm wenn der Heizbetrieb unterbrochen ist!!

beste grüße
www.comoil.de

Frage ich

Dich als Fachmann nach Deinen Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Hallo,

zufällig sehe ich, dass meine Antwort vom Juli Dich gar nicht erreicht hat. Die Frage wird bei mir als unerledigt angeführt. Ich hoffe es ist nicht zu spät. Der Antworttext ist nicht mehr vorhanden. Also neu.
Heizöl hat immer Bestandteile, die von der Dichte her schwerer als Öl sind und sich absetzen. Deswegen sind Tankreinigungen notwendig. Da die Intervalle in der Praxis bei etwa 10 Jahren liegen, kommt ein Punkt hinzu. Die Information über den technischen Zustand (Lochfrasskorrosion). Das lässt sich nur im gereinigten Tank fest stellen.
Aber jetzt Achtung!
Manche Firmen leben davon, dass sie dem Kunden von gefährlichen Rostschäden berichten, die den Tank zerstören, wenn nicht sofort etwas dagegen getan wird. (z.B. Innenhülle, Beschichtung, Anoden usw.)
Tatsache ist, dass sich Schwebeteile im Öl befinden, die sich absetzen. Agressive Schlämme, eventuell sogar noch in Verbindung mit dem Schwefelanteil im Öl, gibt es im Tank nicht. Erst bei der Verbrennung entsteht schweflige Säure, die den Brennraum, den Kamin (Klappe für den Kaminkehrer) angreift. Der Vorgang der Korrosion im Tank ist ein elektro-chemischer. Durch die Bewegung des Öls, Rücklaufleitung, entstehen Ströme im Micro-Ampère-Bereich, die die weichen Bestandteile des Stahls, z. B. Magnesium, herauslösen. Das heisst Lochfrasskorrosion. Sie ist niemals flächig, sondern immer punktuell. Allerdings bis zum Durchgang. Überwiegend kleine Vertiefungen im Anfang in der Größe des Kopfes einer Stecknadel. Manchmal üppig nebeneinander, manchmal nur vereinzelt. So wie im flüssigen Stahl eben die Verteilung war.
Grundsätzlich darfst Du nicht vergessen, dass die VAwS für einwandige Behälter genaue Vorschriften zur Lagerung von wassergefährdenden Flüssigkeiten hat. D. h. nicht die Korrosion alleine muss Grund für eine Innenhülle sein, es können auch die zu geringen Wandabstände, Schäden in der Beschichtung des Auffangraumes, durchlaufende Rohre an Wänden oder dem Boden sein. Man hat mit mineralischen Untergründen - Beton, Estrich, Zementputz - nie für immer Ruhe. Die staatlichen Hochbauämter rechnen bei Betonbauwerken wie Brücken mit einer Sanierung nach 30 Jahren. Da kann im Boden oder einer Wand des Auffangraumes sich ein Riss gebildet haben, der evtl. quer unter dem Tank durch läuft. Dann ist eine Hülle der sicherste Weg der Sanierung.
Ich kann Dir nur raten, wenn die nächste Tankreinigung bei Dir an steht, gehe mit hinein und lass Dir exakt die Stellen zeigen. Nimm eine Schieblehre mit und miß die Tiefe. Unter 1 mm kannst Du alle Reparaturen ablehnen, wenn der Auffangraum Mängel frei ist. Bei der nächsten Tankreinigung (ca. 6 Jahre) kontrollierst Du wieder und kannst dann entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Stanke

Hallo Albert,

da die Rostverschmutzung nur in die Gesamunreinheit des Heizöls einfließt lässt sie sich nicht ohne weiteres messen.

Dein Heizöktank sollte spät. alles 10 Jahre von einem Fachman geprüft und ggf. gereinigt werden.