Heizöl oder Brennholz?

Hallo wwwler,

wir wollen evtl. bald in ein Einfamilienhaus (Fachwerk, 150m², BJ 1936) ziehen. Dieses Haus hat eine Heizung, die sowohl mit Heizöl als auch mit Holz betrieben werden kann.

Meine Frage: was ist normalerweise preisgünstiger?

Einen Verwandten mit eigenem Forst haben wir leider nicht, also müßten wir das Holz normal kaufen. Macht man das eigentlich besser z.B. bei Landwirten und anderen Gelegenheitsanbietern oder über den offiziellen (Brenn-)Holzhandel? Muß Holz nicht trocken und lange gelagert sein, bis man es verbrennen kann? Oder geht das auch mit frischem?

Der Preis von 1 l Heizöl ist mir bekannt, aber leider kann ich die benötigte Menge Holz nicht einschätzen, die man brauchen würde, um dasselbe Wärmeergebnis zu erreichen.

Alter und Typ der Heizung weiß ich jetzt leider noch nicht, ich hoffe, Ihr könnt mir trotzdem über den Daumen gepeilt was raten.

So alt wie das Haus ist die Heizung aber in keinem Fall. :wink:

Schönen Dank schon mal und liebe Grüße,

Birte

Hallo,

ich kann Dir jetzt keine Vergleiche anstellen, aber aus meiner Erfahrung ein wenig berichten und am Ende ein paar Links zaubern, bei denen Du viel über Heizwerte von Holz und anderen Energieträgern lesen kannst. Ist zwar etwas umfangreich aber lehrreich.

Ich persönlich kann und will nur zu Holz raten. Es ist ein nachwachsender Rohstoff und derzeit wächst (zumindest bei uns in RLP) soger mehr Holz nach als das geerntet wird. Auch die Umweltverträglichkeit ist eben besser, da der nachwachsende Rohstoff CO2 aus der Luft entnimmt, was bei Öl nun nicht geht.

Bei Holzheizungen hat man mehrere Möglichkeiten die auch verschiedentlich teuer sind.

  1. Holzheizung die ganze Scheite verbrennt. Es gibt Zentralheizungen die einen Vorratsbehälter besitzen, den man je nach Heizbedarf z.B. einmal am Tag mit ganzen Holzscheiten füllt und die dann langsam verbrannt werden.
    Das ist m.M. nach die günstigste Variante, vor allen Dingen wenn man das Holz selbst schlägt.
    Dazu macht man beim ansässigen Forstamt einen kleinen Kurs und läßt sich dann vom Förster das Holz anweisen und es geht an die Sache. DAs Holz wird nach Ster oder Festmeter abgerechnet und 1-2 Jahre lagern und fertig.

  2. Holzheizung die mit Hackschnitzel befeuert wird.
    Die Heizung hat neben dem Heizraum oder obendrüber einen Lagerraum in dem man die Hackschnitzel aufbewahrt. Diese werden vollautomatisch nach Bedarf per Schnecke in die Heizkammer befördert und kostet entsprechend mehr da man sich die Hackschnitzel entweder bringen lassen oder holen muß. Je nachdem kostets dann mehr oder weniger.

  3. Holzheizung mit Pellets.
    Eigentlich dasselbe wie die Hackschnitzel nur teurer. Unterschied ist hier im Vergleich zu den Hackschnitzel z.B. der Heizwert.

Viele Infos dazu findest Du z.B. unter der folgenden Links:
http://www.kaminholz-mobil.de/holzinfo.htm
http://www.brennholz.info/au.html
http://energieberatung.ibs-hlk.de/planbio_brennst.htm

Gefunden per Google mit den Stichworten: umrechnung heizwert holz

So findest Du sicherlich noch viel mehr Infos zum für und wider der diversen Heizungsarten.

Ich hoffe ein klein wenig Einblick gegeben zu haben.

CU - Dominik

Hallo Birte!

Meine Frage: was ist normalerweise preisgünstiger?

Holz

Macht man das eigentlich :besser z.B. bei Landwirten :und anderen Gelegenheitsanbietern oder :über den offiziellen
(Brenn-)Holzhandel?

Du bekommst fix und fertig aufbereitetes und abgelagertes Brennholz im Handel und in jedem Baumarkt. Aber so kleine Säckchen und so wenig Holz für so viele Euros - das wird teurer als Heizöl.

Scheitholz kauft man z. B. beim Förster/Forstamt ab Waldweg und transportiert es von da selbst nach Hause. Rechne mit ca. 5 €/Festmeter. 1 Festmeter Holz entspricht dem Heizwert von ca. 100 Litern Heizöl. Das Scheitholz ab Waldweg hat eine Länge von ca. 1 m und muß mindestens 2 Jahre luftig und trocken lagern, bevor Du es verheizen kannst und darfst. Vor dem Lagern mußt Du das Holz spalten und auf eine für den Heizungskessel geeignete Länge sägen. Oder erst in kesselgerechte Stücke sägen und dann per Axt spalten.

Etwas billiger ist das Holz ab Wald in 2 oder 3 m langen Stücken. Aber solche Stämme sind richtig schwer und Du hast mehr Arbeit.

Man kann auch ein Flächenlos kaufen, der Förster markiert die zu fällenden Bäume und man betätigt sich selbst als Waldarbeiter. Das ist billiger als das Holz ab Waldweg, aber sehr arbeitsintensiv.
Der Zusammenhang ist einfach: Arbeit, die Du selbst machst, verbilligt den Rohstoff Holz. Jeder Arbeitsschritt wie fällen, Stämme in Stücke sägen, aufschichten, Transport, Spalten, erneut aufschichten und lagern, den andere Leute machen, mußt Du über den Holzpreis bezahlen.

Muß Holz nicht trocken und :lange gelagert sein, bis man :es verbrennen kann?

Wie schon erwähnt, je nach Holzart mindestens 2 Jahre oder länger.

Oder geht das auch mit
frischem?

Frisches Holz brennt entweder gar nicht oder kohlt und qualmt nur vor sich hin. Es geht wirklich nicht, nicht mal für den Notfall. Frisches Holz enthält viel Feuchtigkeit. Wenn Du versuchst, einen Behälter mit Wasser zu erwärmen, erreichst Du keine Temperatur >100°C, solange sich Wasser unter Normaldruck im Behälter befindet. Beim Holz ist es ebenso. Das Wasser muß raus, sonst läßt sich die Temperatur, bei der Holzbestandteile brennen (>220°C), nicht erreichen.

Der Preis von 1 l Heizöl ist :mir bekannt, aber leider kann :ich die benötigte Menge Holz :nicht einschätzen, die man :brauchen würde, um dasselbe :Wärmeergebnis zu erreichen.

Je nach Holzart brauchst Du etwa das 10 bis 12-fache Volumen. 1 Festmeter Holz (1.000 Liter Rauminhalt) entspricht ca. 100 Litern Heizöl.

Viel Wissenswertes über den Umgang mit Holzöfen- und -Heizungen, sachgerechte Holzlagerung, Heizwert der verschiedenen Holzarten u. v. m. findest Du im Taschenbuch „Heizen mit Holz“ von Hans-Peter Ebert, ISBN 3-922964-44-3 Buch anschauen .

Gruß
Wolfgang

wir wollen evtl. bald in ein Einfamilienhaus (Fachwerk, 150m²,
BJ 1936) ziehen. Dieses Haus hat eine Heizung, die sowohl mit
Heizöl als auch mit Holz betrieben werden kann.

Hi.

Sollte es sich um einen Wechselbrandkessel handeln (DDR-Modelle), ist ein Kostenvergleich unmöglich. Volle Kostenersparnis nur bei einem speziell auf das jeweilige Heizmedium abgestimmten Kesselmodell. Bei Öl fast 100%. Bei Holz sollten die intensiven Reinigungskosten (Ruß, Teer) mit in die Kalkulation einfliesen. Unflexible Heiztemperaturen in den Übergangszeiten werden meist ebenfalls nicht berücksichtigt.

Gruß Vanic.

Dankeschön!

Ich hoffe ein klein wenig Einblick gegeben zu haben.

Das habt Ihr, alle 3!

Dankeschön! :smile:

Birte

Rechne mit ca.

5 €/Festmeter. 1 Festmeter Holz entspricht dem Heizwert von
ca.

Hallo Wolfgang,

wo gibt Holz ab Waldweg für 5Euro je Ster???

Gruß,
celo