Heizsystem

Guten Tag,

meine kleine Familie (fast 4 Personen)ist zur Zeit auf Haussuche. Wir haben jetzt ein Haus angeboten bekommen was uns eigentlich zusagt. Baujahr ´65 und für damalige Verhältnisse sehr solide gebaut und ansonsten auch sehr gepflegt.
Ein Problem ist nun allerdings, dass in dem Haus mit Elektronachtspeicheröfen geheizt wird. Die ältere Frau die bis jetzt dort wohnt, hatte einen Stromabschlag von ca. 300 €. Im Wohnzimmer ist zudem ein großer Kachelofen eingebaut, der vom Flur aus beheitzt werden kann, dieser wurde allerdings durch die Frau nicht genutzt. Da wir ein relativ schmales Budget haben, ist die Frage mit welchen Kosten wir kalkulieren müssten, wenn wir nachträglich eine andere Heizung einbauen lassen würden bzw ob es sich lohnt die Elektronachtspeicheröfen zu erneuern und mit dem Kamin zuzuheizen. Durch den Kamin würde Wohn-/essbereich und das Treppenhaus zum Obergeschoss geheizt werden. Im Obergeschoss befinden sich dann noch 3 Schlafzimmer. Heißwasser läuft natürlich ebenso über elektronische Durchlauferhitzer.

Wer kann uns da weiterhelfen?

Gruß,

Jens

Guten Tag,

Hallo Jens,

meine kleine Familie (fast 4 Personen)ist zur Zeit auf
Haussuche. Wir haben jetzt ein Haus angeboten bekommen was uns
eigentlich zusagt. Baujahr ´65 und für damalige Verhältnisse
sehr solide gebaut und ansonsten auch sehr gepflegt.
Ein Problem ist nun allerdings, dass in dem Haus mit
Elektronachtspeicheröfen geheizt wird. Die ältere Frau die bis
jetzt dort wohnt, hatte einen Stromabschlag von ca. 300 €.

Tja, ein wahres Schnäppchen waren die Nachtspeicheröfen ja noch nie…
Können sich aber trotzdem rechnen, wenn sich z.B. aufgrund der örtlichen Begebenheiten eine neue ‚richtige‘ Heizungsanlage als ‚unbezahlbar‘ erweisen sollte… ;o)

Im Wohnzimmer ist zudem ein großer Kachelofen eingebaut, der vom
Flur aus beheitzt werden kann, dieser wurde allerdings durch
die Frau nicht genutzt. Da wir ein relativ schmales Budget
haben, ist die Frage mit welchen Kosten wir kalkulieren
müssten, wenn wir nachträglich eine andere Heizung einbauen
lassen würden bzw ob es sich lohnt die
Elektronachtspeicheröfen zu erneuern und mit dem Kamin
zuzuheizen.

Vorsicht! Wenn der Kachelofen diverse Jahre nicht benutzt worden ist, ist da vielleicht erstmal eine Abnahme durch den Bezirksschornsteinfeger nötig, der dabei eventuell auch Schäden/Mängel z.B. im Schornsteinzug aufdeckt…

Durch den Kamin würde Wohn-/essbereich und das

Treppenhaus zum Obergeschoss geheizt werden. Im Obergeschoss
befinden sich dann noch 3 Schlafzimmer. Heißwasser läuft
natürlich ebenso über elektronische Durchlauferhitzer.

Wer kann uns da weiterhelfen?

Der Heizungsbauer eures Vertrauens… So aus der Ferne ein ‚Angebot‘ zu erstellen, ohne das Haus gesehen zu haben, ist nahezu unmöglich…
Wenn ihr als ‚Noch-nicht-Käufer‘ keinen Zugang zur Hütte habt, um dem Heizungsbauer das Haus vorzuführen, lässt er sich vielleicht auf eine ganz grobe(!) Kostenschätzung anhand von Grundrissplänen und ähnlichem ein, aber die ist dann eben auch alles andere als definitiv und sicher! Holt euch Angebote von drei bis vier Firmen - mehr ist meist unnötig und verwirrt nur am Schluss (weil eh jede Firma ein anderes System anbieten wird)… Und lasst bitte die Finger weg von so ‚lustigen‘ Herstellern wie EWFE und Körting, damit werdet ihr wahrscheinlich wenig bis gar keinen Spaß haben…

Gruß,

Jens

Viel Erfolg und Glück beim Hauskauf!

MfG, Olli

Guten Tag,

… dass in dem Haus mit …

Elektronachtspeicheröfen geheizt wird. …

… ist zudem ein großer Kachelofen eingebaut, …

ob es sich lohnt die Elektronachtspeicheröfen zu erneuern und mit dem Kamin zuzuheizen. Durch den Kamin würde Wohn-/essbereich und das
Treppenhaus zum Obergeschoss geheizt werden. Im Obergeschoss
befinden sich dann noch 3 Schlafzimmer. Heißwasser läuft
natürlich ebenso über elektronische Durchlauferhitzer.

Wer kann uns da weiterhelfen?

Hallo Jens,

Elektronachtspeicheröfen sind Auslaufmodelle, d.h. der günstige Tarif fällt weg oder ist bereits weggefallen. Ist abhängig vom Bundesland;
d.h. also: Neue Heizung ist angesagt!
Kamin: Zusätzlich kommen neue Verordnungen, u.a. eine verschärfung der Abgasnorm. Viele „alte/ältere“ Öfen erfüllen diese Norm nicht mehr. Es müssen / werden zusätzlich Einbauten zur Einhaltung der Normen erforderlich.
Ob es sich lohnt müßt ihr wissen. Vor diesem Hintergrund sind auch die verbilligten Verkäufe von Öfen, die diese Normen nicht mehr erfüllen zu sehen.
Macht euch also in der Richtung einmal schlau.
Viel Erfolg,
Werner

Hallo,
di Nachtspeicher sind sicher schon älter und enthalten dann möglicherweise noch Asbest, den sie in kleinen Mengen auch abgeben. Für Asthmatiker/Allergiker ist das meiner Meinung nach kein geeignetes Heizsystem und Kleinkinder möchte ich da auch nicht gerade im Haus haben. Auf jeden Fall sollte man häufig feucht durchwischen, nicht nur saugen. Google oder Wikipedia wissen da aber sicher noch mehr dazu.
Ich habe keine Ahnung, was die Entsorgung kostet, aber das sollte auf jeden Fall eine Fachfirma machen. Wenn die mit Schutzanzügen anrücken weiß man auch warum.

Cu Rene

Wäre es evtl eine Variante über eine kleine Solaranlage sich größtenteils unabhängig von den Energiekosten zu machen.
Wäre zwar erstmal eine größere Investition, würde sich aber langfristig vieleicht lohnen!?

Hallo Jens,

Wäre es evtl eine Variante über eine kleine Solaranlage sich
größtenteils unabhängig von den Energiekosten zu machen.
Wäre zwar erstmal eine größere Investition, würde sich aber
langfristig vieleicht lohnen!?

das wäre auf jeden Fall auch eine Version, aber eins ist ziemlich sicher: „größtenteils unabhängig von den Energiekosten“ werden ihr damit auf keinen Fall… ;o)

Bei Solaranlagen gibt es zwei verschiedene Wege, Energie zu „erzeugen“ oder besser aufzufangen:

  • zum Ersten gibt es die ‚Solarthermie‘, bei der über flüssigkeitsdurchströmte Heizschlangen die Sonnenenergie mehr oder weniger direkt euer Brauchwasser im (deutlich größeren) Warmwasserspeicher erhitzt;
  • als Zweites gibt es die ‚Photovoltaik‘, bei der innerhalb der Sonnenkollektoren auf dem Dach Strom produziert wird, der dann über einen separaten Stromzähler an den Energieversorger verkauft wird. Eine Abnahmegarantie ist gesetzlich noch bis ich glaube 2020 (?) festgeschrieben.
    Genaueres zu beiden Formen ist hier im Forum eigentlich schon zur Genüge in anderen Beiträgen geschrieben worden, benutze ruhig mal die Suchfunktion, da wirst du einiges nachlesen können - vielleicht kriegst du aber auch hier noch ein paar Links genannt, damit du nicht solange suchen musst… ;o)
    Aber ob sich das alles wirklich lohnt (im Sinne von Amortisation), kann ich dir auch nicht sagen - auch hierfür solltest du dir Angebote und Beispielberechnungen einholen, auch oder gerade was eventuelle (staatliche) Förderungen oder die Förderprogramme von z.B. der KfW oder der jeweiligen IB angeht…

Auch über Wärmepumpen könntet ihr euch mal informieren, könnte sich vielleicht auch lohnen (eventuell auch in Kombination miteinander)…

Ich wünsche euch viel Erfolg bei euren Recherchen (und dem Hauskauf)!

Liebe Grüße, Olli

Guten Tag,

bin auf der Suche nach einer Einbauanleitung für Heizungsuhr und
auf diese Seite gestoßen. Also, in meiner unmittelbaren Nachbarschaft
war das gleiche Problem mit der Nachtspeicheranlage, da wurde
eine Gas-Brennwertheizung eingebaut, allerdings mußte an der Außen-
seite des Gebäudes ein Schornstein (Edelstahl?) erstellt werden.
Die neue Heizungsanlage wurde auch staatlich gefördert, weil umweltschonend und
energiesparend.Ich weiß, dass die Versorgungsbetriebe bei einem Gas-Neuanschluss auch günstige Finanzierungsangebote machen. Ich habe noch meine Ölheizung und kenne auch deren
Nachteile. Der Vorteil bei Gas ist, dass man keine Bevorratung braucht,
also keine Tanks, der Nachteil ist, dass man nie vom günstigen Einkauf
profitiert. M.E. sind die Gas-Brennwertanlagen auch nicht so wahnsinnig
teuer und sie brauchen auch nicht so einen großen Raum wie die Ölheizungsanlage. Wenn Ihr rausbekommen könnt, ob die jetzigen Heizkörper asbestfrei sind (dafür soll es Listen geben, in denen man die berüchtigten Modelle findet) wird die Entsorgung auch nicht so teuer. Injedem Fall wünsche ich viel Erfolg

Ich schließe mich soweit den vorangegangenen Ratgebern an.

Als Alternative ist so ein Ofen den du mit Holz (im schnitt 65Euro pro RM = Raummeter ähnlich m3, für geschnittenes, gespaltenes und getrocknetes Hartholz) oder Kohle befeuern kannst, aber auch eine sehr gute Wahl.
Ich persönlich habe diesen vergangenen Winter fast rund um die Uhr mit Holz das Komplette Haus Beheizt und um die 10-15 m3 Mischholz gebraucht. Warmwasser habe ich von der Öl- Zentralheizung aufbereiten lassen. Der nachteil beim Ofen, man muss sich drum kümmern, Holz schleppen, Asche alle paar Tage entfernen, öfters Staub wischen usw. Ach ja, einen Lagerplatz fürs Holz ist natürlich auch zwingend notwendig. :wink: Aber es ist unschlagbar günstig und damit es so bleibt, nicht weitersagen! *g*

Genau das war auch mein Gedanke. Meine Eltern wohnen ein paar hundert Meter entfernt und heizen auch größtenteils mit ihrem Kamin. Für Holznachschub Könnte ich ggf gemeinsam mit meinen Vater dann sorgen. Daher auch der Gedanke, die Nachtspeicheröfen zu erneuern und nur bei Bedarf zu nutzen. Würde die Betriebskosten dann ja auch überschaubar halten. Muss nur halt ins Haus kommen und den Schornsteinfeger mal beim
Kachelofen schauen lassen. Ich halte das, mit meinen laihaften Halbwissen, für kostengünstiger als eine Heizung einbauen zu lassen. Denn es sind ja auch keine Heizkörper in den Räumen und die müssten dann ja auch alle neu verlegt werden. Nur mit nem Brenner ist es ja nicht getan.

Du hast noch einen großen Vorteil mit dem vorhandenen Ofen. Soviel ich weiß brauchst du keinen (Partikelabscheider) Filter einbauen lassen. Bei Neuanlagen ist es meine ich schon Pflicht geworden.

schönen gruß,
Jester

Hallo erstmal,
Elektrospeicherheizungen sind erstmal keine schlechten. Öl war in diesem Winter auch sehr teuer.
Jetzt aber zu Ihrem Problem, Beantragen Sie ganz einfach über Ihr örtliches Energieversorgungsunternehmen eine neuberechnung Ihres Monatlichen Abschlages.
Begründung hier wäre die Heizung über den Ofen. Sie vereinbaren nur eine Abschlagszahlung über die tatsächlich Elektrisch beheitzten Räume.

Hallo Jens

Ergänzend zu den Ideen meiner Vorredner würde ich vor einem Hauskauf mal bei einer Entsorgungsfirma anfragen, was die Entsorgung der Nachtspeicheröfen nur in etwa kosten würde. Denn wenn die Geräte asbest - und chrombelastet sind, sind sie entsprechend zu entsorgen. Innerhalb der Wohnung öffnen und zerlegen geht dann nicht bzw. nur mit einem Schutzzelt. Das ist dann auch der recht hohe Aufwand. Ein größerer Wohnzimmerofen hat schon mal 300 kg und mehr, den kann man meistens nicht am Stück rausschaffen.

Erst wenn die Entsorgungskosten geklärt sind, würde ich mich näher für das Haus interessieren. Nicht falsch verstehen, die Geräte müssen nicht unbedingt sofort raus, selbst wenn Asbest drin ist. Aber wenn was an dem Gerät defekt ist, darf es nicht mal zum reparieren geöffnet werden. Dann wirds zum Problem.

Vielleicht kann man mit einem unabhängigen Energieberater (HWK) das Haus analysieren. Hier würde ich einem Schornsteinfeger mehr trauen als irgendeinem dieser Elektroheizungsverkäufer („gibt es nicht im Fachhandel“, „große Heizleistung, aber geringer Verbrauch“, „Steckdose genügt“…).

Wenn die Vorbesitzer die genannten Heizkosten hatten, würde ich die schon so kalkulieren. Schönrechnen und hinterher kein Geld für die Nachzahlung mehr zu haben ist nicht schön.

Hans