Heizung

Liebe/-r Experte/-in,

etschuldigung fuer die stoerung, hab ein dringende frage.

wir haben ein 45 kw gaszentralheizung (fuer ca.500 qm) verbraucht im jahr 58000 kw.
wir moechten gerne ein holzheizung anschaffen, aber ich weiss es nicht wie viel kw muss er mindestens haben.wie kann man vergleichen?
(natuerlich weiss ich , wenn ich ein 70kw kaufe, kann ich das gas abmelden)
Danke Ihnen, mfg

Sehr geehrter Herr Krone,

ich denke das 45 Kw für 500 m2 Wohnfläche zu viel sind.
Über den Daumen kann man bei einem normalen Ziegelhaus bei Standartdämmung 50 watt pro Quadratmeter rechnen.
hier würde ich als reine Heizleistung 25 Kw errechnen.
Eine Überdimensionierung hätte nur Sinn , wenn extrem viel Warmwasser benötigt wird.
Wenn sie umstellen wollen, empfehle ich eine Holzheizung, am besten Scheidtholz oder Hackschnitzel, kombiniert mit einer thermischen Solaranlage. Beide Wäremerzeuger würde ich über einen geeigneten Energiespeicher bündeln.
Für genauere Planung würde ich hier mehr Informationen benötigen.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Weber
Heizungsbaumeisterin und HLK Technikerin

Hallo Erwin,

entschuldige, dass ich mich erst heute melde.

Wie groß der einzusentzende Heizkessel sein muss, hängt von der Heizlast ab. Diese bemisst sich nach dem Alter, der Bauart, der Größe und der Geometrie eines Gebäudes. Man kann sagen, je älter das Gebäude, desto höher die Heizlast. Es gibt Näherungsformeln, mit der man sie bestimmen kann.

Bei dir beträgt die installierte Leistung z.Z. ca. 90 W/m², was auf ein älteres Gebäude (Baujahr vor 1960) oder einen zu großen Kessel schließen lässt.

Nach Möglichkeit soll der Heizkessel nicht größer als unbedingt notwendig ausgelegt werden, da sonst die Wirtschaftlichkeit sinkt. Auslegungszuschläge, die früher üblich waren, sind nicht mehr zulässig.

Auf alle Fälle ist es bei dir nicht nur mit dem Austausch des Kesseln erledigt. Die Anlage muss auch einen Pufferspeicher erhalten. Er ist ab einer bestimmten Leistung der Anlagen (glaube ab 15 kW) vorgeschrieben.

Falls du dich ernsthaft mit einer Holzheizung beschäftigst, wäre es sinnvoll, du würdest einen Energieberater, der sich mit erneuerbaren Energien auskennt, zu Rate ziehen. Er kann dir dann auch mögliche Schwachstellen der Gebäudehülle aufzeigen.

Die Beratung kostet zwar ein Honorar, aber das wird durch das BAfA gefördert. Das kannst du hier nachlesen.

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatu…

Solltest du noch Fragen haben, kannst du dich gern melden. Ich bin jetzt wieder täglich on, kannst dich also auch am WE melden.

Gruß Lothar

Hallo, dazu müsste ich die Räumlichkeiten besser kennen, mit solch wagen Angebaen kann ich leider nichts anfangen.

Tut mir leid.

Gruß
Holger