Heizung Energie

Liebe /-r Experte /-in,
wir haben in unserem Einfamilienhaus (ungedämmt) eine Gastherme zum Heizen und Warmwasser die ca.17 Jahre alt ist und ich möchte diese durch ein neues Brennwertgerät austauschen. Im Treppenhaus, welches im Winter immer sehr kalt ist sind keine Heizkörper.Da ich auch im unteren Flur des Treppenhauses Fliesen verlegen lassen möchte, hat mir der Handwerker wmpfohlen eine Fußbodenelektroheizung mit einbauen zu lassen. Diese möchte ich bei sehr kalten Temperaturen nutzen, damit es nicht ganz so kalt im Treppenhaus ist.
Dies erscheint mir als der geringste Aufwand und am wirtscahftlichsten. Ich habe mir auch schon Gedanken und Angebote zu „ganzheitlichen“ Lösungen" (Dämmung des Hauses, Erdwärme, Holzheizkessel einbinden,etc.eingeholt. Aber diese amortisieren sich zu meiner Lebenszeit(werde dies Jahr 60) wahrscheinlich nicht mehr. Was meinen die Experten? Eure Meinung interessiert mich sehr. Mit freundlichen Grüßen Bernd Müller

Strom ist die teuerste Variante das Treppenhaus zu heizen. Warum nicht einfach einen kleinen Heizkoerper an die vorhandene Heizung anschliessen, Thermostat auf 1 und schon ist das Treppenhaus im Winter nicht mehr ganz so kalt.

betr. Anfrage Heizung Treppenhaus

Hallo Herr Müller,

da die Verhältnisse Ihres Hauses (örtliches Klima, Bauausführung, Außenfläche zu Volumen, Volumenanteil des Treppenhauses etc. sowie etwa auch die derzeitige und zukünftige Nutzung des Hauses) hier nicht bekannt sind, möchte ich mich auf grundsätzliche Gedanken beschränken.

  1. Heizen mit Strom liefert trotz Nachtstromrabatt die mit Abstand teuerste Wärme. Deswegen droht auch ein Verbot dieser Art Wärmeproduktion; in Berlin wird sie jedenfalls nicht mehr genehmigt.

  2. Energie dürfte relativ zu allen anderen Gütern stetig teurer werden. Deshalb wäre die Amortisation einer Investition - hier in geringen Primärenergieverbrauch - weniger nach persönlicher Lebenserwartung denn nach der des Hauses abzustellen.

  3. Welche Art Inverstitionen in welcher Reihenfolge für Ihr Haus zweckmäßig wären, können Ihnen ‚Energieberater‘ aufzeigen. Deren Adressen erfahren Sie bei der Gemeinde, beimm Landratsamt oder bei der IHK. Oft beteiligen sich öffentliche Kassen an den Kosten, was Sie auch beim Landratsamt erfahren. - Bevor kein Status ihres Hauses vorliegt, würde ich mich an Ihrer Stelle mit einem Heizlüfter behelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Chr. Müller-Holtz

Strom ist die teuerste Variante das Treppenhaus zu heizen.
Warum nicht einfach einen kleinen Heizkoerper an die
vorhandene Heizung anschliessen, Thermostat auf 1 und schon
ist das Treppenhaus im Winter nicht mehr ganz so kalt.

Danke für den Hinweis - werde ich auch machen.

Danke für die schnelle und fundierte Antwort. Dass Wärme aus Strom zu den teuersten Varianten gehört war mir nicht bekannt.