Heizung, Idee?

Guten Morgen zusammen,

ich habe ein Problem, ich meine grob eine Lösung gefunden zu haben, und will von euch Experten wissen, ob ich ganz falsch liege, oder ob es theoretisch machbar wäre.

Das mein Lösungsvorschlag noch nicht ganz ausgereift ist, oder das ich alles sehr vereinfacht darstelle, ist mir bewusst.
Mir ist auch bewusst, das die Ausführung nicht so einfach von statten geht, wie von mir beschrieben.
Es geht mehr um die allgemeine Machbarkeit.

Folgende Situation:

  • Wohngewerbehaus, Keller, Erdgeschoss Gewerbe, darüber 3 Etagen bewohnt, inklusive Dachausbau.

  • Gasheizung Baujahr 1979 65 kw, erneuerungsbedürftig

  • Warmwassererzeugung durch den Gaskessel, allerdings in nem anderen Teil untergebracht ( weiß nicht wie das heisst)

  • Dampferzeuger für Gewerbe 230 kw, relativ neu

Die Hausheizung soll nun ersetzt werden, laut Angebot des Instellateurs ist die alte Heizung überdimensioniert.
Da im Gewerbeteil keine Heizung benötigt wird, werden dort die Heizkörper abgebaut ( eigener Kreislauf ist vorhanden ).
Laut Angebot müsste der neue Kessel ca. 25 kw haben.

Nun meine Idee:

Der installierte Dampfkessel läuft am Tag ca. 7 Stunden, und hat noch ca. 80 kw frei. Momentan ist er auf 150kw gedrosselt. Auch hier brennt der Brenner nicht durch.
Ich habe nun einen Wärmetauscher, welcher mit dem Dampf Wasser erhitzen kann.
Der Tauscher hat eine Temperatur gesteuerte Regelung.

Wenn ich nun Pufferspeicher besorge, welche auch bei Holzkesseln oder Solaranlagen betrieben werden, und während der Betriebszeit des Kessels die Speicher auflade, kann ich doch während der Stillstandszeit des Kessels, das Haus damit beheizen und Warmwsser erzeugen, oder?

Ich stelle mir vor einen 2000L Pufferspeicher, und einen 1000 L Komispeicher, welche miteinander verbunden sind.

Der Dampfkessel brennt sechs Tage die Woche.

Kessel, verrohung und Wärmetauscher ist vorhanden, Speicher fehlen.

Ist das theoretsch möglich, oder bin ich blöd?

Danke Euch

Michael

schau mal unter haustechnikdialog.de–da sind nur experten.

Hallo,

Folgende Situation:

  • Wohngewerbehaus, Keller, Erdgeschoss Gewerbe, darüber 3
    Etagen bewohnt, inklusive Dachausbau.
  • Gasheizung Baujahr 1979 65 kw, erneuerungsbedürftig

Da wäre es sehr gut, wenn der tägliche Gasverbrauch mal eine
Weile aufgezeichent wird, und zwar wärend der kältesten Zeit
im Jan.-Feb. Damit kann man die max. notwendige Wärmeleistung
für eine neue Heizung bestimmen.
Sind diese Wohnungen wärmeisoliert ?

  • Warmwassererzeugung durch den Gaskessel, allerdings in nem
    anderen Teil untergebracht ( weiß nicht wie das heisst)
  • Dampferzeuger für Gewerbe 230 kw, relativ neu

Die Hausheizung soll nun ersetzt werden, laut Angebot des
Instellateurs ist die alte Heizung überdimensioniert.

65KW für 4 Wohnungen ist großzügig, wenn das Gebäude gut
isoliert ist. Ansonsten nicht.

Da im Gewerbeteil keine Heizung benötigt wird, werden dort die
Heizkörper abgebaut ( eigener Kreislauf ist vorhanden ).
Laut Angebot müsste der neue Kessel ca. 25 kw haben.

25KW nur für Heizung oder auch für Warmwasser?
Also durchschnittlich 6KW pro Wohnung. Reicht nur, wenn gut
isoliert ist.

Nun meine Idee:
Der installierte Dampfkessel läuft am Tag ca. 7 Stunden, und
hat noch ca. 80 kw frei. Momentan ist er auf 150kw gedrosselt.
Auch hier brennt der Brenner nicht durch.
Ich habe nun einen Wärmetauscher, welcher mit dem Dampf Wasser
erhitzen kann. Der Tauscher hat eine Temperatur gesteuerte Regelung.
Wenn ich nun Pufferspeicher besorge, welche auch bei
Holzkesseln oder Solaranlagen betrieben werden, und während
der Betriebszeit des Kessels die Speicher auflade, kann ich
doch während der Stillstandszeit des Kessels, das Haus damit
beheizen und Warmwsser erzeugen, oder?

Sollte bei passender Auslegung gut möglich sein.

Ich stelle mir vor einen 2000L Pufferspeicher, und einen 1000
L Komispeicher, welche miteinander verbunden sind.

Also 3000Liter = ca 3Tonnen Wasser.

Der Dampfkessel brennt sechs Tage die Woche.
Kessel, verrohung und Wärmetauscher ist vorhanden, Speicher fehlen.
Ist das theoretsch möglich, oder bin ich blöd?

Eine erste optimischtische Abschätzung kann man leicht machen,
ganz ohne jegliche Ahnung von Heizungen zu haben:

Spezifische Wärme von Wasser ist ca. 4,2kWs/(1kg*1grd).
Bei angenommen max. 90°C Speichertemp. und einer Endtemp. von 50°C
hast du 40grd Differenz zur Verfügung.

Die gesamte nutzbare Wärmemenge ist dann also
4,2kWs/(kg*grd) x 3000kg * 40grd = 504000 kWs = 140KWh

Wenn man nun annimmt, daß der Speicher von Sammstag Abend
bis Montag früh (also ca. 36h) durchhalten soll, dann darfst
du im Mittel ca. 3,9KW Heizleistungsbedarf für ganze Haus haben.
Oder anders ausgedrückt, ca. 7 m³ Gas pro Tag.
Das würde für eine Wohnung in einem richtigen Niedrigenergiehaus
grade gut reichen.

Beachte: Jetzt sind 65KW installiert !!!

Das ist also im Mittel weniger als 1KW Dauerheizleistung pro Etage.
Damit wirst Du absolut nicht glücklich werden.

Der Speicher ist ca. um den Faktor 10 zu klein!
Gruß Uwi

danke dir erstmal für die einschätzung. owt
owt