Hallo!
Gibt es professionelle Möglichkeiten um die Heizung zu optimieren?
Unbedingt!
Ich würde gerne immer die optimale Vorlauftemperatur haben.
Im einfachsten Falle einfach eine witterungegeführte Vorlaufregelung.
Da wird dann der Rücklauf über ein Dreiwege-Ventil mit dem Vorlauf verbunden. Die Steuerung mischt dann immer etwas (mehr oder weniger) vom kalten Rücklauf zum heissen Vorlauf dazu - in Abhängigkeit von der Außentemperatur.
Derzeit läuft meine Heizung mit ~47°C Vorlauf, das wird aber noch ansteigen, wenn die Außentemperaturen fallen.
Solch eine Vorlaufsteuerung verlangt noch nicht mal unbedingt einen Eingriff in die eigentliche Heizung, das kann auch völlig getrennt davon laufen (die Heizung merkt dann halt nur, das weniger kaltes Wasser zurückkommt und springt entsprechend seltener an).
Kessel Bj. 2002, Gas, atmosphärisch 42kW, Jahresverbrauch 2008/2009 6.000 Euro.
Nur mal der Neugierde halber: Was für ein Fläche beheizt du damit? Für ein Einfamilienhaus ist das sowohl eine völlig übertriebene Heizleistung als auch ein aberwitziger Verbrauch, für ein Mehrfamilienhaus dagegen finde ich die 160 l Heisswasser arg knapp . . .
Es ist mal zu kalt, mal zu warm, mal viel zu warm. . .
Das nun wieder kann auch ein Problem der Thermostate sein. Mal überprüfen (lassen).
Ggf. überlegen, ob die Messstellen sinnvoll sind. Es gibt auch Thermostate, die an einer anderen Stelle messen (hast du vieleicht schon mal gesehen, aus einem Thermostat kommt dabei ein Draht (eigentlich ein dünnes Kapillar-Röhrchen) mit einer kleinen Gaskartusche (so ähnlich wie die CO2-Patronen für Party-Bierfässer) am Ende) raus - heute gibt’s mit elektronischen Thermostaten natürlich auch elegantere Lösungen).
Eine Berechnung des Verlustes vom Kessel bis in die Zimmer?
Schwierig. Aber das ist letztlich eine Frage der Isolation der Rohre. Und hier hilft viel wirklich viel. Im Zweifelsfalle austauschen und dabei einfach die Dickste kaufen, die man kriegen kann. Das kann jeder, der mit Messer und Gabel essen kann, auch selbser machen.
Bei den enormen Heizkosten lohnt sich auch eine teure Steuerung wenn sie mir die Hälfte einspart. Mir geht’s nun nur um die Heizung. Die Gebäudeoptimierung bleibt unberücksichtigt.
Mittelfristig (ich verstehe deine Worte mal so, das du dich derzeit auch um Gebäudeoptimierung - sprich: Dämmung - kümmerst), würde ich evtl. die Heizung sogar komplett austauschen. Moderne Brennwertgeräte verbrennen schon alleine aufgrund ihrer Funktionsweise 10% weniger. Nimm dazu, das deine Heizung nach einer ordentlichen Dämmung vermutlich völlig oversized ist und daher immer suboptimal läuft, und dann könnte sich das schon rechnen. Aber dazu nach Dämmung einen Fachmann befragen, der kann das ziemlich gut ausrechnen.
btw. die modernen geregelten Stromsparpumpen sind zweifellos sinnvoll, bringen aber nur eine Ersparnis beim Strom, nicht beim Gas.
lg, mabuse