Heizung pfeifft und heizt nicht richtig

Guten abend allerseits,

ich hab da ein kleines Problem mit meiner Heizung.Erstens pfeifft sie ab und zu. Zweitens heizt sie nicht richtig. Ich hab schon einen Artikel gefunden, in dem das Problem beschrieben ist. Die Antwort darauf lautet wie folgt:
„Dann könntest Du entweder die Vorlauftemperatur etwas runterregeln oder den Vierwegehahn etwas kleiner einstellen“ Wo genau kann ich denn so etwas regeln? Oder kann ich das gar nicht selbst? Muss desswegen extra ein Fachmann kommen? Die andere Frage:
Bei der Heizung wird meist nur die obere Hälfte warm. Die andere hälfte wird nur warm, wenn ich die Heizung voll auf 5 drehe. Woher kommt das? Luftablsassen hab ich schon versucht. Bringt auch nichts. Das ist etwas blöd, denn die halbe Leistung reicht nicht, um eine mollige Wärme herzustellen.

Freue mich über antworten.

Grüße

Iris

Hallo Iris,

ich hab da ein kleines Problem mit meiner Heizung.Erstens
pfeifft sie ab und zu. Zweitens heizt sie nicht richtig. Ich

Das ist zu ungenau beschrieben, was pfeift wann und wo? Evtl ist an einem oder mehreren Heizkörpern Vor- und Rücklauf vertauscht, dann schwingen die Ventilteller. Auch könnte die Pumpenleistung zu hoch sein und/oder die Differenzdruckeinstellung an den Rücklaufventilen wurde nicht durchgeführt, weil der Heizungsbauer davon keine Ahnung hat und so etwas gar niemals erst berechnet. Das führt zu hohen Differenzdrücken über dem Thermostatventil und dadurch auch zu Pfeifgeräuschen. Ausserdem führt das zu völlig unkontrollierter Verteilung der Strömungsgeschwindigkeiten, wodurch einzelne Ventile überlastet werden und andere zu wenig Wasser bekommen. Luft in der Pumpe erzeugt auch Geräusche.

Bei der Heizung wird meist nur die obere Hälfte warm. Die
andere hälfte wird nur warm, wenn ich die Heizung voll auf 5
drehe. Woher kommt das? Luftablsassen hab ich schon versucht.
Bringt auch nichts. Das ist etwas blöd, denn die halbe
Leistung reicht nicht, um eine mollige Wärme herzustellen.

Das ist so richtig. Das, wo Du die 3 oder die 5 einstellst sind Thermostatventile. Die 3 entspricht dabei etwa 21°C Raumtemperatur. Es steht aber bewusst nicht 21°C drauf, weil das nicht immer so genau ist. Die nächste Zahl, also die 4 sind etwa 3 Grad mehr, also 24°C. Sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist, schließt sich das Ventil. Dieses Schließen geht nicht schalagartig, sondern allmählich über einen gewissen Temperaturbereich. Hast Du also die 3 eingestellt, dann schließ das Ventil bei 21°C Raumtemperatur, sagen wir der Einfachheit halber zur Hälfte. Der Heizkörper wird jetzt nur noch bis zur Hälfte warm, weil das Wasser nur noch sehr langsam durch das halb geschlossenen Ventil fließt. Wir es im Raum noch wärmer, also z.B. 22°C, dann schließt das Ventil ganz und der Heizkörper wird kalt. Jetzt geht die Raumtemperatur etwas zurück, das Ventil öffnet etwas und der Heizkörper wird zur Hälfte warm. Sinkt die Temperatur weiter, öffnet auch das Ventil weiter und der Heizkörper wird ganz warm. Bei richtig eingestellter Heizung wird es zwischen oben und unten am Heizkörper je nach Auslegung einen Temperaturunterschied von etwa 15 Grad geben. Gibt es diesen Unterschied nicht, dann ist die Pumpenleistung zu hoch. Ist die gewünschte Raumtemperatur erreicht und die Heizkörper sind permanent nur ganz oben sehr heiß und unten völlig kalt, dann ist die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt. Dazu muss die Heizkurve an der Regelung an das Gebäude angepasst werden, was keine allzu hohe Kunst ist und im Nachhinein noch erledigt werden kann.

Hat Dein Heizungsbauer eine exakte Wärmebedarfsberechnung und eine darauf basierende Auslegung der Heizkörper gemacht? Hat er eine Rohleitungsdimensionierung mit Berechnung der Voreinstellung der Rücklaufverschraubungen bzw Thermostatventile gemacht? Liegen diese Unterlagen vor und wurden beim Bau auch berücksichtigt? Wurde die Regelung dementsprechend eingestellt?
Oder wurde ein besonders preisgünstiger Anbeiter gewählt, der solche Arbeiten von vornherein gar nicht kalkuliert?

Mit freundlichen Grüßen
schubtil

Hallo,

ich hab da ein kleines Problem mit meiner Heizung.Erstens
pfeifft sie ab und zu. Zweitens heizt sie nicht richtig.

Es kann sein dass der Ventilstift klemmt und somit nicht ganz öffnet(Pfeiffen).
Um dies zu beheben müsste der Heizkörperthermostat abmontiert werden.
Der dann ersichtliche Stift am Heizkörperventil kann dann mit einem Stumpfen Gegenstand durch mehrmaliges eindrücken,und mit etwas Glück, gelöst werden.

Viele Grüße
Markus

Hallo Iris,

ohne dich mit technischen Details an die Wand zu drücken, folgenden Rat:
Wenn du die Heizkörper entlüftest mußt du anschließend Wasser in das System nachfüllen.
Das Pfeifen abzustellen ist relativ einfach: Alle Ventile ein oder zweimal im Jahr voll öffnen, damit eventuelle Ablagerungen mit dem durchströmenden Wasser abgtragen werden. Anschließend die gewünschte Temperatur wieder einestellen. Die Umwälzpumpe am Heizkessel hat in aller Regel drei Einstellungen für die Drehzahl. Wenn die Einstellung jetzt auf Stellung drei steht, stelle die auf zwei ein und warte mit weiteren Einstellungen mindestens 2 Tage. Wenn es nach dieser Einstellung weniger aber weiter pfeift, noch eine Stufe also auf eins einstellen. Wenn die Thermostate weiter pfeifen, wieder melden. Die Heizungstechnik ist leicht zu durchschauen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Pumpenleistung auf kleinste stellung im Hz-keller stellen.
überströhmventil 2 Stufen weiter öffen.
Temeratur am Vorlauf ( Michereinstellung 6 auf 4 stellen ) reduzieren von 60 auf 50°grad C

Wenn der Vorlauf nicht so heiß ankommt läuft auch mehr Wasser durch den Heizkörper

Bsp 75°C sind es nur 3ltr/min und bei 50°c sind es 25Ltr./min somit ist der Hz Körper besser durchflutet , und es pfeift nicht mer weil das HZ-Körperventil weiter offen ist.