Ich wohne in einem 6-geschossigen Wohnhaus mit 6 Aufgängen. Die Wärmeversorgung erfolgt zentral vom 1. Haus aus und erzeugt selbst bei abgestellten Thermostaten zeitweise ein gleichförmiges Rauschen in den Heizkörpern aufgrund von Körperschall in der Pumpe und in Abzweigventilen. Gibt es Möglichkeiten diese Schall durch geeignete Verschraubungen oder andere Elemente vor den Heizkörpern zu vermeiden?
Hallo!
Ein leider oft vorhandenes Problem. Viele Bauherren wählen die billigste Lösung oder werden falsch beraten. Es gibt eine Kellerleitung. Dort sind die einzelnen Stränge angeschlossen. Bei den Strangabsperrungen sollte das Rücklaufventil regelbar sein. Laut Wärmebedarfsrechnung kann der Wasserdurchfluß an einer Skala genau eingestellt werden. Da jedoch viele Mieter etliche Heizkörper zudrehen, Schlafzimmer immer, Wohnzimmer nachts usw. bleibt ein Restproblem. Die Umwälzpumpe bewegt eine Wassermenge, die auf voll aufgedrehte Heizkörper abgestimmt ist. Sind Heizkörper abgestellt, wird das Wasser um so schneller durch die aufgedrehten Ventile gejagt und die Geräusche übertragen sich ins ganze Haus. Es gibt elektronisch geregelte Umwälzpumpen, die einen eingestellten Drucklevel bei jeder Anforderung halten können. Sind Heizkörper abgestellt, läuft die Pumpe eben langsamer und fördert weniger. Die Geräusche sing weg. Allerdings sind diese Pumpen sehr teuer.
MfG Vanic.
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Hallo Jürgen,
Ich wohne in einem 6-geschossigen Wohnhaus mit 6 Aufgängen.
Die Wärmeversorgung erfolgt zentral vom 1. Haus aus und
erzeugt selbst bei abgestellten Thermostaten zeitweise ein
gleichförmiges Rauschen in den Heizkörpern aufgrund von
Körperschall in der Pumpe und in Abzweigventilen.
Gibt es
Möglichkeiten diese Schall durch geeignete Verschraubungen
oder andere Elemente vor den Heizkörpern zu vermeiden?
Nein. Das Problem liegt darin, dass das Wasser selbst die Geräusche sehr gut weiterleitet.
MfG Peter(TOO)
Hallo!
Ein leider oft vorhandenes Problem. Viele Bauherren wählen die
billigste Lösung oder werden falsch beraten. Es gibt eine
Kellerleitung. Dort sind die einzelnen Stränge angeschlossen.
Bei den Strangabsperrungen sollte das Rücklaufventil regelbar
sein. Laut Wärmebedarfsrechnung kann der Wasserdurchfluß an
einer Skala genau eingestellt werden. Da jedoch viele Mieter
etliche Heizkörper zudrehen, Schlafzimmer immer, Wohnzimmer
nachts usw. bleibt ein Restproblem. Die Umwälzpumpe bewegt
eine Wassermenge, die auf voll aufgedrehte Heizkörper
abgestimmt ist. Sind Heizkörper abgestellt, wird das Wasser um
so schneller durch die aufgedrehten Ventile gejagt und die
Geräusche übertragen sich ins ganze Haus. Es gibt elektronisch
geregelte Umwälzpumpen, die einen eingestellten Drucklevel bei
jeder Anforderung halten können. Sind Heizkörper abgestellt,
läuft die Pumpe eben langsamer und fördert weniger. Die
Geräusche sing weg. Allerdings sind diese Pumpen sehr teuer.
Soweit alles richtig, nur das die Pumpen nicht sehr teuer sind. Ansonsten gibt es auch Differenzdruckventile oder Überströmventile. Beide verhindern zu hohe Drücke bzw. Wassermengen und damit Geräusche ebenso zuverlässig.
Die Hauptursache für Geräusche sind jedoch meistens fehlerhaft berechnete oder nur geschätzte Rohrleitungsdurchmesser und fehlende Voreinstellung an den Thermostatventilen bzw. Rücklaufverschraubungen.
Eine Heizung hat grundsätzlich keine hörbaren Geräusche zu machen, ansonsten ist das ein Mangel der vom Heizungsbauer abgestellt werden muss. Notfalls durch Austausch der gasamten Rohrleitungen.
Gruß
Tilo
Soweit alles richtig, nur das die Pumpen nicht sehr teuer
sind. Ansonsten gibt es auch Differenzdruckventile oder
Überströmventile. Beide verhindern zu hohe Drücke bzw.
Wassermengen und damit Geräusche ebenso zuverlässig.
Die Hauptursache für Geräusche sind jedoch meistens fehlerhaft
berechnete oder nur geschätzte Rohrleitungsdurchmesser und
fehlende Voreinstellung an den Thermostatventilen bzw.
Rücklaufverschraubungen.
Eine Heizung hat grundsätzlich keine hörbaren Geräusche zu
machen, ansonsten ist das ein Mangel der vom Heizungsbauer
abgestellt werden muss. Notfalls durch Austausch der gasamten
Rohrleitungen.
Hi!
Punkt 1: 6 Aufgänge, 6 Etagen = mindestens 6000m² Wohnfläche.
Wo gibt es die E-Pumpen (ca NW 65-100) in dieser Größenordnung preiswert, wäre interessant zu wissen.
Punkt 2: TH-Ventile sind aus Kostengründen selten regelbar.
Diff.-Druckregler sind sehr störanfällig in der Größe. Meist werden die Einstellungen der Strang-Rücklaufventile bei Reparaturen, wenn vorhanden, wieder ganz aufgedreht und sind damit unwirksam.
Punkt 3. Wo hätte ein Heizungsbauer jemals die gesamten neuen Rohrleitungen rausgerisse und neu gelegt. Wäre interessant zu wissen.
In Erwartung einer fachlich geprägten Antwort
MfG. Vanic
Hallo,
Punkt 1: 6 Aufgänge, 6 Etagen = mindestens 6000m² Wohnfläche.
Wo gibt es die E-Pumpen (ca NW 65-100) in dieser Größenordnung
preiswert, wäre interessant zu wissen.
Ich hatte es so verstanden, dass je Strang eine Pumpe montiert ist, dann sind es nach deiner qm-Rechnung nur noch 1000m², können aber auch nur 600m² sein, je nach Wohnungsgröße. Bei einem gut isolierten Haus ist das mit recht preiswerten Standart-E-Pumpen noch abzudecken. Da wir die genauen Randbedingungen nicht kennen, ist das jedoch nur ein Spiel von wenn und aber.
Ich könnte dir eine Anlage von mir zeigen, wo 6 Häuser (über Fernwärmeleitung verbunden) mit einer einzigen kleinen Pumpe DN32 für die Gesamtanlage in Kombination mit Strangregulier- und Differenzdruckventilen je Haus (natürlich mit Voreinstellung an jedem Heizkörper) aus einer einzigen Brennwerttherme beheizt und mit Warmwasser versorgt werden. Dabei war die Aufgabenstellung nicht die billige Anlage, sondern geringer Gas- und Stromverbrauch. Geräusche gibt es dort nicht, weil ich jedes Haus mit nur 10kPa Differenzdruck versorgen konnte und die Rohrleitungen mit relativ geringen Strömungsgeschwindigkeiten gerechnet sind.
Punkt 2: TH-Ventile sind aus Kostengründen selten regelbar.
Diff.-Druckregler sind sehr störanfällig in der Größe. Meist
werden die Einstellungen der Strang-Rücklaufventile bei
Reparaturen, wenn vorhanden, wieder ganz aufgedreht und sind
damit unwirksam.
Nur weil deine Reparaturfirma nicht in der Lage ist fachgerecht zu reparieren und wieder einzustellen? Es gibt leider viele Firmen, die so vorgehen, in der Annahme, dass der Auftraggeber sowieso zu dämlich ist was mitzubekommen.
Egal, ob Differenzdruckregler am Hauptstrang oder meinetwegen in jeder Wohnung, E-Pumpen oder sonstige Vorkehrungen, fakt ist, dass eine Heizung keine Geräusche zu machen hat. Ansonsten ist sie falsch dimensioniert oder falsch gebaut. Dafür gibt es die Gewährleistung. Wenn mir ein Heizungsbauer Unfug einbaut, dann tauscht er es aus, notfalls alles, notfalls bis zum Konkurs. Damit werden zukünfige Kunden bzw. Opfer einer unfähigen Firma geschützt.
Punkt 3. Wo hätte ein Heizungsbauer jemals die gesamten neuen
Rohrleitungen rausgerisse und neu gelegt. Wäre interessant zu
wissen.
Ich kenne zumindest einen Fall, wo er etwa 50% der Rohleitung neu verlegen musste (zu klein dimensioniert, Rauschen nicht anders wegzubekommen) und einen weiteren Fall, wo die gesamte Rohrleitung zum Austausch stand, die Firma allerding vorher Konkurs angemeldet hat und zum Schluss der Kunde der Dumme war.
In Erwartung einer fachlich geprägten Antwort
Ich hoffe du bist damit zufrieden.
Gruß Tilo