Heizungs-Isoliermatte: wie befestigen?

Hallo liebe Heimwerkerprofis.

Vor kurzem habe ich zur Reduktion des Wärmeverlusts der Wand-Heizung Isoliermatten besorgt.
Es handelt sich um dünne Styroporplatten, ca. 0,5 cm dicke, mit Aluminiumoberfläche.
Laut Anleitung sollte man die Platten mit einem bestimmten Kleber an die Wand pappen.
Das scheint mir irgendwie nicht das richtige zu sein.
Kann man die Platten nicht einfach annageln oder so? Oder einfach nur an die Wand stellen?

Viele Grüße,
Peter

Hallo Peter,

frage da mal nach wo du die Platten her hast.
Normalerweise werden diese Platten mit einem lösungsmittelfreien Styroporkleber verklebt, der Verbrauch liegt zwischen 200-300g.
Der Untergrund muss sauber, trocken, glatt, fest und tragfähig sein.
Der Kleber wird mit einer Zahnspachtel auf die Wand bahnenweise aufgetragen. Dämm-Material von der Decke aus abwärts Stoß auf Stoß anlegen und mittels Gummiwalze fest andrücken.

Grüße
nukem21

Hallo,

am Besten garnicht.

Diese Dinge helfen nur dem Verkäufer (zumindest was den Kosten- Nutzenfaktor betrifft).
Ich hoffe für denjenigen, der das Zeug an die Wand klebt, dass die Werbeaussagen nicht zutreffen und ein Isoliereffekt nicht eintritt.
Wenn ja, dann ist es eine klassische Innenisolierung und die erzeugt ohne einer Berechnung über die Dampfdiffusion, den Taupunkt ect. unweigerlich zu Schimmel führt.

MfG

Uli

Wenn ja, dann ist es eine klassische Innenisolierung und die
erzeugt ohne einer Berechnung über die Dampfdiffusion, den
Taupunkt ect. unweigerlich zu Schimmel führt.

Hallo Uli,

sicher theoretisch alles richtig was du da sagst, mit Taupunkt usw. kenn ich mich nicht aus.

Hinter meinem Heizkörper ist seit über 20 Jahren so eine "Alu/Silberfolie an die Wand geklebt.
Ob das was für die Heizwirkung groß was bringt weiß ich nicht.
Aber schimmeln tut da nix.

Ich denke, Schimmeln braucht mehrere Faktoren damit er sich ausbreitet.

Gruß
Reinhard

sicher theoretisch alles richtig was du da sagst, mit
Taupunkt usw. kenn ich mich nicht aus.

Eben.

Hinter meinem Heizkörper ist seit über 20 Jahren so eine
"Alu/Silberfolie an die Wand geklebt.
Ob das was für die Heizwirkung groß was bringt weiß ich nicht.
Aber schimmeln tut da nix.

Sei froh, aber wenn es funktioniert, dann schimmelt es. Das ist Physik und Biologie, dagegen können auch noch so findige Werbestrategen nichts machen.

Ich denke, Schimmeln braucht mehrere Faktoren damit er sich
ausbreitet.

Genau richtig, nämlich 4.

  1. Organische Oberfläche (da reicht aber unter Umständen schon Staub).
  2. Feuchtigkeit (kommt aus der Luft wenn warme Luft auf kalte schichten trifft. Was warm und was kalt ist, ist aber relativ, denn der Spiegel im Bad beschlägt auch schon bei 20°C)
  3. Wärme (es gibt Schimmel, der auch unter 0°C wächst).
  4. Sporen. Die sind praktisch überall.

Also mal einfach:
der Heizkörper ist warm. Die Wand wird von Außen her kalt. Zwischen Heizkörper und Wand ist Luft. Die Luft heizt die Wand auf. Somit schiebt sich der Taupunkt (der Temperaturpunkt an dem die Kondensation stattfindet) in die Wand, im Optimalfall aus der Wand.
Jetzt schirmst du die warme Luft von der Wand ab. Der Taupunkt geht in die Wand bis vor die Wand.
Wenn jetzt Luft hinter die Isolierung kommt (und das ist fast nicht zu verhindern), verliert sie ihre Feuchtigkeit.
Warm ist es sowieso, Sporen sind auch da und die organische Oberfläche - naja.
Und vergiss nicht, Schimmel ist ein Pilz, also keine reine Pflanze und zu dem noch sehr genügsam.

Also entweder die Dämmung funktioniert nicht (was bei der Dammstärke nicht sehr Wahrscheinlich ist), oder es Schimmelt (wenn man davon ausgeht, dass die Luft auch durch den Mörtel und der Verputz der Wand geht).

MfG
Uli

Hallo,

am Besten garnicht.
Diese Dinge helfen nur dem Verkäufer (zumindest was den
Kosten- Nutzenfaktor betrifft).

und das kannst du konkret belegen?

Ich hoffe für denjenigen, der das Zeug an die Wand klebt, dass
die Werbeaussagen nicht zutreffen und ein Isoliereffekt nicht :eintritt.

Nonsens.

Wenn ja, dann ist es eine klassische Innenisolierung und die
erzeugt ohne einer Berechnung über die Dampfdiffusion, den
Taupunkt ect. unweigerlich zu Schimmel führt.

Natürlich darf man von 5mm Styropor keine Wunder verlangen, aber
das es eine Dämmwirkung hat, ist wohl kaum zu bestreiten, zumal
direkt hinterm Heizkörper auch die Alukaschierung noch ein wenig
Effekt bringt, wenn die Vorlauftemperatur recht hoch und ein
relevanter Teil der Wärme durch Strahlung abgegeben wird.

Was aber hinter einem Heizkörper sicher nicht zu finden sein wird,
ist Schimmelbefall, ob nun mit oder ohne Styroportapete.

Ich bin nun wahrlich kein Fan von Innenisolierungen und solchen
Alibi-Tapeten aber solche schwarz/weiß Aussagen ohne jegliche
Beachtung der konkreten Randbedingungen sind wenig sachdienlich
und genauso viel Wert wie besagte Werbeaussagen.
Gruß Uwi

Hallo,

Was aber hinter einem Heizkörper sicher nicht zu finden sein
wird,
ist Schimmelbefall, ob nun mit oder ohne Styroportapete.

hab ich doch auch nicht gesagt, oder?
Der Schimmel wird am Rand, in der „kältesten“ Ecke zuerst auftreten.

Ich bin nun wahrlich kein Fan von Innenisolierungen und
solchen
Alibi-Tapeten aber solche schwarz/weiß Aussagen ohne jegliche
Beachtung der konkreten Randbedingungen sind wenig
sachdienlich

Die Randbedingen sind wenig relevant. Ich gehe einfach von einer „normalen“ Wohnung mit „normalen“ Nutzerbedingungen aus.
Das hat mit Physik und Biologie zu tun, das ist doch im gesamten Universum gültig und ich verstehe nicht, warum hier eine Ausnahme gelten soll.
Was bitte ist schwarz weiß bei einem Trefferpotential von 90 %?
Wenn Heizkörpernischen oder Steinfensterbänke vorhanden sind ist die Wahrscheinlichkeit noch höher.
Außerdem habe ich gesagt, dass die Dämmung funktionieren muss.
Glaub mir, dann wird es nicht einfach ohne eine Lüftungsalge oder sonstigen technischen Einrichtungen, die Luftwechselrate (0,5) und eine entsprechende Luftfeuchtigkeit einzuhalten.
Klar, bei natürlichen 30 % rel. Luftfeuchte bei einer Raumtemperatur von 18 °C wird nicht viel passieren. Aber wo ist das schon. Das hat auch nichts mit Behaglichkeit oder so zu tun.
Und noch was, nicht jeder Schimmel ist auch sichtbar :wink:.

MfG

Uli

Teilweise Amnesie?
Hallo,

Was aber hinter einem Heizkörper sicher nicht zu finden sein wird,
ist Schimmelbefall, ob nun mit oder ohne Styroportapete.

hab ich doch auch nicht gesagt, oder?

ließt du auch die Postings, auf die du antwortest und weißt du
überhaupt noch, was du geschrieben hast?
Genau darum ging es nämlich bei deinem Einwand gegen Reinhard
und offenbar auch beim Fragesteller. Und da hast du lang und
breit erklärt, wie der Schimmel hinter die Heizung kommt!

Der Schimmel wird am Rand, in der „kältesten“ Ecke zuerst
auftreten.

Schon klar, du wusstest gar nicht, um was es geht.

Alibi-Tapeten aber solche schwarz/weiß Aussagen ohne jegliche
Beachtung der konkreten Randbedingungen sind wenig sachdienlich

Die Randbedingen sind wenig relevant.

Auch klar. Deshalb habe ich auch was gegen solche Pauschalaussagen,
die Randbedingungen gar nicht erst berücksichtigen.
Gruß Uwi

Jetzt schirmst du die warme Luft von der Wand ab. Der Taupunkt geht in die Wand bis vor die Wand.

Und das ist eine Aussage, die in ihrer Pauschalität schlicht und ergreifend falsch ist.

Wenn er 20 cm Stryropor davorstellen würde, hättest du zweifellos recht.
Aber 5 mm werden den Taupunkt von 20 cm in der Wand bestenfalls auf 10 cm in der Wand verschieben - aber ganz bestimmt nicht bis hinter die „Isolation“, wenn man so eine dünne Schicht überhaupt so nennen mag.

lg, mabuse

Klarstellung,

Jetzt schirmst du die warme Luft von der Wand ab. Der Taupunkt geht in die Wand bis vor die Wand.

Und das ist eine Aussage, die in ihrer Pauschalität schlicht
und ergreifend falsch ist.

na klar, es ist immer Winter und kalt draußen!
Deine Antwort beweist mir: entweder hast du nicht aufgepasst, als es in der Schule gelehrt wurde, oder du weist es nicht besser.
Jedenfalls solltest du nicht jemanden, der Ahnung hat, angreifen oder schlecht machen, bloß weil du dir zu wenig Gedanken gemacht hast.
Es ist nämlich so:
Der Taupunkt ist von der Temperatur (richtiger dem Temperaturunterschied) und von der Sättigung der Luft mit Wasser (rel. Luftfeuchte) abhängig. Verwechsle dabei auch nicht die relative und die absolute Luftfeuchtigkeit!
Wenn nun die Wand (aus welchen Gründen auch immer, von mir aus auch Sonnenstrahlung) eine höhere Temperatur als der Taupunkt hat, dann liegt dieser auch außerhalb der Wand (egal jetzt ob innen oder außen).
Und da haben wir schon das Problem: der Schimmel tritt nämlich nicht so häufig im Winter mit einem extremen Delta-T auf, sondern im Frühling, kühlen Sommertagen und im Herbst auf. Das heißt jetzt nicht das es im Winter nicht zur Tauwasserbildung kommt, sondern nur das 1. die absolute Luftfeuchtigkeit niedriger ist und 2. der Schimmel bei höheren Temperaturen schneller wächst.
Jede Veränderung an der Wand wirkt sich auf den Wärmedurchgang aus. Selbst ein Farbanstrich. Es spielt nämlich auch noch die Dampfdruckkurve mit ein.
Ich habe jetzt keinen Bock mit einem Glaserdiagramm oder ähnlichem rumzumachen, aber wenn du Ahnung hast kannst du das ja selbst - und wenn nicht, dann lass deine Sprüche.

MfG

Uli