Heizungsgeräusche in der Wohnung

Hallo,
wir sind in eine neue Wohnung ( Erdg.) gezogen. Jetzt hören wir seit einigen Wochen ein permantents Motorengesurre in der Wohnung. Ganz besonders im Schlafzimmer und Wohnzimmer, aber eigentlich überall. Jetzt sitzt unter uns der Heizungsraum (haben wir leider vorab nicht darauf geachtet). Dort sitzt auch der Grund des Übels, leider für uns als Leien nicht erkennbar, ob das normal ist und zu reparieren?! Haben bereits Wohnungseigentümergesellschaft davon in Kenntnis gesetzt, die stellt sich aber auf Grund der Aussage des Hausmeisters ziemlich dumm, da der behauptet, das sei normal. Allerdings war keiner der Schlaumeier bis jetzt in unserer Wohnung und hat sich das angehört. Tagsüber hört man das auch nicht so doll, da Radio läuft oder man unterhält sich ganz einfach. Aber abends oder wenn ich Ruhe brauche zum arbeiten, raubt mir das als den letzten Nerv. Es hört sich ungefähr so an, als ob ein Kühlschrank die ganze Zeit am arbeiten wäre. Ich finde das alles nicht normal, schon gar nicht in einem Neubau!!!
Meinen Vermieter selbst habe ich auch bereits in Kenntnis gesetzt. Das Verhältnis zu ihm war bisher ganz gut und er meinte, er wolle jetzt erst mal abwarten, was rauskommt!
Jetzt meine Fragen: wenn Hausmeister bzw Wohnungseigentümergesell., auf die mein Vermieter natürlich hört, das weiterhin als Nichtigkeit abtuen, was habe ich dann noch für Möglichkeiten? Kann ich einen Fachmann hinzuziehen - und auf welche Kosten? Wie sieht es mit Mietminderung aus?

Bitte helft mir, ich bin ganz verzweifelt.
Danke, Janine.

Hallo Janine

Das Problem bzw. Geräusch ist bekannt. Es kommt von der Pumpe, die eine zu hohe Förderleistung bezogen auf den Rohrquerschnitt hat. Es rauscht zuviel Wasser durch ein zu kleines Rohr.
Abhilfe kann man schaffen, in dem man die Pumpe kleiner stellt, bzw. ausstellt. Ein grosser Nachteil ergibt sich aber : Die Heizkörper werden unzureichend oder auch gar nicht mehr warm. Im Parterre ist das vielleicht nicht so zu bemerken, andere Mietparteien merken das schneller.
Es sollte ein Kompromiss gesucht werden, in dem man die Pumpe etwas kleiner stellt, die Geräusche werden hierdurch reduziert.
Anderen Mietparteien sollte man nicht unbedingt davon in Kenntnis setzen, da sie womöglich schon bei blossen Annahme, es könnte unter Umständen kühler werden, anfangen zu frieren.
Das kommt aber auf das interne Mietverhältnis an.
Wenn das Kleinerstellen nichts hilft, ist der kostspielige Austausch einer elektronisch geregelten eine Amssnahme, die die Geräusche zwar nicht verhindert, aber gerade in den Abendstunden die Drehzahl bei geringerem Wärmebedarf herunterregelt. Somit kann sich je nach Aussentemperatur eine Beruhigung einstellen.

Bis hierhin
Christian

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Hallo Janine!

Hättest Du die Wohnung gekauft, hätte es im Vertrag geheißen, gekauft, wie besehen und Du hättest nichts mehr machen können. Wer sich eine Wohnung kauft, kann sich hinterher nicht über etwas beschweren, was schon immer da war.
Bei einer Vermietung sieht es wohl ähnlich aus.

Der Lärm, den Du da hörst, kommt, wie Christian schon sagt, sicher von der Pumpe.
Diese Umwälzpumpen übertragen ihre Vibrationen auf die Umgebung, also hier auf die Rohrleitungen, weil die Anschlüsse der Pumpe wahrscheinlich über Konen (Konus) erfolgen. Also Metall auf Metall.
Es gibt eine Möglichkeit Flanschpumpen einzubauen, das heißt, Pumpen und Rohrleitungen müßten geändert werden auf Flansche.
Diese sind dann durch Gummidichtungen voneinander getrennt und arbeiten als Dämpfer.
Will man es ganz gut machen, setzt man Gummikompensatoren dazwischen.
Gruß Werner