Ich wohne seit August in einer nagelneuen Wohnanlage mit Zentralheizung über Fernwärme. Nun habe ich gestern zum ersten Mal die Heizkörper aufgedreht und musste feststellen, dass ein starkes Strömungsgeräusch zu hören ist. Das hört nach einiger Zeit auf, kommt aber immer wieder.
Ich habe irgendwo gelesen, dass das nicht normal ist und es an einer zu hoch laufenden Pumpe liegen kann bzw. die Heizanlage schlecht eingestellt ist.
An Luft in den Heizkörpern liegt es sicher nicht, ich habe alle entlüftet, war aber gar keine Luft drin. Heute habe ich von einer Nachbarin gehört, dass es bei ihr dasselbe ist.
Bevor wir uns an die Heizungsfirma wenden, die die Heizung installiert hat, möchte ich gerne ein bisschen Grundwissen sammeln, damit die mich nicht gleich über den Tisch ziehen können. Ich habe vorher auch in einem Haus mit Fernwärme-Zentralheizung gewohnt (das Haus hatte ca. dieselbe Größe wie hier, war sogar etwas größer) und da hörte man absolut gar nichts, weder beim Aufdrehen noch nachher jemals.
Es gibt doch hoffentlich keine Heizanlage, wo solche Geräusche normal sind, jedenfalls wären mir diese im Schlafzimmer viel zu laut.
Hat jemand da schon seine Erfahrungen gemacht?
Vielen Danke!
Eva
Hallo Eva,
Ich wohne seit August in einer nagelneuen Wohnanlage mit
Zentralheizung über Fernwärme. Nun habe ich gestern zum ersten
Mal die Heizkörper aufgedreht und musste feststellen, dass ein
starkes Strömungsgeräusch zu hören ist. Das hört nach einiger
Zeit auf, kommt aber immer wieder.
Mit der fernwärme hat das zunächst einmal gar nichts zu tun, das ist nur die Art wie der Kessel bei euch beheizt wird, nach dem Kessel gibt es eigentlich keine Unterschiede mehr, selbst wenn mit Kohle geheizt wird.
Ich habe irgendwo gelesen, dass das nicht normal ist und es an
einer zu hoch laufenden Pumpe liegen kann bzw. die Heizanlage
schlecht eingestellt ist.
Das Strömungsgeräusch entstehet wenn der Thermosstat am Heizkörper zurückregelt, deshalb ist es mal lauter und leiser und verschwindet zeitweise wieder.
Grundsätzlich liegt es am Regelventil oder einer zu hohen Strömungsgeschwindigeit, alsi zu hohe Förderleistung der Umwälzpumpe(n). Kann man alles einstellen und ist bei einer neuen Anlage nicht ungewöhnlich. Beim testen auf dem Bau hört man das Tagsüber oft gar nicht.
MfG Peter(TOO)
Hallo !
Die Hausumwälzpumpe läuft für diese Temperaturen zu schnell. Sie fördert zu viel. Erst, wenn sämtliche Heizkörper in Betrieb sind, kann man die Pumpe mit voller Leistung laufen lassen.
Deshalb sollte sie jetzt mit kleinster Drehzahl laufen.
Der Hausverwalter sollte die Pumpe also in der Drehzahl reduzieren lassen. Entweder ist an der Pumpe ein Schalter oder sie wird über Außentemperatur gesteuert und bekommt jetzt die falschen Werte.
Das müßte sich mal ein Fachmann ansehen.
mfgConrad
Ich wohne seit August in einer nagelneuen Wohnanlage mit
Zentralheizung über Fernwärme. Nun habe ich gestern zum ersten
Mal die Heizkörper aufgedreht und musste feststellen, dass ein
starkes Strömungsgeräusch zu hören ist. Das hört nach einiger
Zeit auf, kommt aber immer wieder.
Hi.
Wenn das Ventil oben am Heizkörper sitzt, ist die Anlage nicht richtig eingestellt. Entweder Vorlauftemperatur zu hoch, dadurch öffnen und schließen die Ventile immer wieder oder generell Pumpenleistung zu hoch (keine angepasste Drehzahlregelung).
Wenn das Ventil unten am Heizkörper sitzt (Rücklaufregelung) wird die Anlage direkt von der Fernwärme erwärmt (kein Wärmetauscher), dann sind die Geräusche meist schwierig zu reduzieren.
Leider sind fast alle Fachfirmen mit der sauberen Einregulierung einer Anlage überfordert oder unterlassen es aus Kostengründen, da zeitaufwendig und nicht zusätzlich vergütet (im Anlagenpreis enthalten)
Gruß Vanic.