Heizungsmanipulation aufdecken?

Hallo miteinander,

gerade habe ich mit einem Bekannten telefoniert. Er besitzt ein Miethaus mit 7 Parteien und hat kürzlich die Nebenkostenabrechnung fertig gestellt.
Dabei ist ihm - wie auch in den vergangenen Jahren - aufgefallen, dass eine Partei extrem niedrige Heizkosten hat (trotzdem ist es in der Wohnung nie auffällig kalt). Die Wohnung darüber ist von der Quadratmeterzahl identisch, hat aber ca. das Vierfache an Heizkosten!
Nun liegt die Vermutung nahe, dass besagter Mieter die Heizung irgendwie manipuliert. Das geht zwar nicht auf Kosten meines Bekannten, aber auf die der Mit-Mieter, was natürlich auch nicht geduldet werden kann.
Der Ableser kann zu dem Problem keine Aussage machen.

Wie könnte man diesen Verdacht der Manipulation überprüfen?

Im Voraus besten Dank!

Hallo !

Was für eine Art Wärmemengenzähler gibt es dort ?

Das muß man als Erstes wissen!

Dann : Was für Menschen wohnen in den Wohnungen? Leute mit Kindern? Alte Leute, die schnell frieren? Mehrere Frauen in einer Wohnung? Usw, usw.

mfgConrad

Sorry, das hätte ich natürlich angeben müssen. Allerdings kenne ich persönlich das Haus nicht, daher muss ich mich auf die Aussage meines Bekannten verlassen:

Was für eine Art Wärmemengenzähler gibt es dort ?

Dabei handelt es sich um Verdunstungsröhrchen - ich hoffe, das beantwortet die Frage.

Dann : Was für Menschen wohnen in den Wohnungen? Leute mit
Kindern? Alte Leute, die schnell frieren? Mehrere Frauen in
einer Wohnung? Usw, usw.

Die Wohnung wird bewohnt von einer Frau mittleren Alters mit ihrem 12-jährigen Kind. Genauso die Frau in der Wohnung darüber - von daher dürfte es also keinen großen Unterschied geben.

Man müßte noch viel mehr wissen :

Stellt die untere Wohnung jeden Abend die Thermostatventile auf Nachtabsenkung?
Macht die obere Wohnung das nicht?

Ich glaube nicht, dass eine alleinstehende Frau die Verdunstungsgeräte manipuliert.

Man kommt sehr schnell zu großen Verbrauchsdifferenzen, wenn man alles falsch macht, wie :

Lüften bei aufgedrehten Thermoventilen.
Keine Nachtabsenkung vornimmt.
Flure, Nebenzimmer voll mitheizt.
Tagsüber, wenn niemand zu Haus ist, voll durchheizt.

Das alles muß man erstmal wissen, bevor man eine Mieterin verdächtigt. Es ist sehr leicht und wird sehr viel gemacht, nämlich zu viel zu heizen.

mfgConrad

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Da hat er recht, und noch folgendes:

  • 1 Grad höhere Raumtemperatur kostet 6 % mehr Heizkosten.
  • Ein ständig gekipptes Fenster kostet bis zu 200 EUR/jährlich.
  • die Nachtabsenkung im Wohnzimmer auf 16-18 kann bis zu 20 % einsparen.
    Grüße Alex

Man kommt sehr schnell zu großen Verbrauchsdifferenzen, wenn
man alles falsch macht, wie :

Lüften bei aufgedrehten Thermoventilen.
Keine Nachtabsenkung vornimmt.
Flure, Nebenzimmer voll mitheizt.
Tagsüber, wenn niemand zu Haus ist, voll durchheizt.

Das alles muß man erstmal wissen, bevor man eine Mieterin
verdächtigt. Es ist sehr leicht und wird sehr viel gemacht,
nämlich zu viel zu heizen.

mfgConrad

Man müßte noch viel mehr wissen :

Stellt die untere Wohnung jeden Abend die Thermostatventile
auf Nachtabsenkung?
Macht die obere Wohnung das nicht?

Man kommt sehr schnell zu großen Verbrauchsdifferenzen, wenn
man alles falsch macht, wie :

Lüften bei aufgedrehten Thermoventilen.
Keine Nachtabsenkung vornimmt.
Flure, Nebenzimmer voll mitheizt.
Tagsüber, wenn niemand zu Haus ist, voll durchheizt.

Das alles muß man erstmal wissen, bevor man eine Mieterin
verdächtigt. Es ist sehr leicht und wird sehr viel gemacht,
nämlich zu viel zu heizen.

Grundsätzlich stimme ich zu - allerdings sind die Heizkosten im vorliegenden Fall wirklich auffällig niedrig.
Die Frau in der oberen Wohnung ist gezwungenermaßen sehr kostenbewusst - also auch eher zurückhaltend beim Heizen.

Mein Bekannter ist wirklich sehr (fast schon zu) Mieter-freundlich und spricht keine leichtfertigen Verdächtigungen aus, wenn er sich nicht sehr sicher ist - daher auch dieses Hilfegesuch.

Ich glaube nicht, dass eine alleinstehende Frau die
Verdunstungsgeräte manipuliert.

Naja, bei dieser Dame ist das leider durchaus vorstellbar - aber dieser Eindruck lässt sich nicht in ein paar Textzeilen fassen.

Man sollte vielleicht mehr die Leute beobachten, die viel verbrauchen, als die, die eventuell sparen und damit in Verdacht kommen, zu betrügen.
mfgConrad

Man sollte vielleicht mehr die Leute beobachten, die viel
verbrauchen, als die, die eventuell sparen und damit in
Verdacht kommen, zu betrügen.
mfgConrad

Ich verstehe zwar die Argumentation, kann aber in diesem Fall nicht zustimmen.
Denn sollte besagter Mieter tatsächlich betrügen, hätten die anderen Mieter den Schaden. Daher ist es die Pflicht des Vermieters, der Sache angemessene Aufmerksamkeit zu schenken!
Sollte der Verdacht aber falsch sein, hat die Mieterin ja absolut nichts zu befürchten. Es ist ja nicht so, als würde sie nach Gitmo geschickt, um die Wahrheit aus ihr heraus zu prügeln.

Jetzt hat sich das Ganze zur Grundsatzdiskussion gewandelt - und mein Bekannter ist immer noch ratlos, wie er verfahren sollte…

Ist doch ganz einfach.

Den Verdacht bei der Ablesefirma melden und die sollen die Verdunster kontrollieren.

mfgConrad