Mein Heizungssystem (zur Hälfte verlegt) besteht aus PP-Rohr und Klebeverbindungen. Nun kommt jemand um die Ecke und meint, das sei nur für Brauchwasser geeignet, nicht für die Heizung. Die Leitungen seien nicht diffusionsdicht.
Offenbar steigt die „Undichtigkeit“ mit der Temperatur. Wir fahren die Heizung nominell nur mit 55°C.
Was tun ? Wieviel Wasser verliert ein solches System z.B. in einem Monat ? Muss man dann nur nachfüllen und die Sache ist OK ?
Brauche Hilfe und Zuspruch. Danke
Hallo Eagle 74!
Ganz unrecht hat dieser „jemand“ nicht. „Nicht diffusionsdicht“ meint allerdings nicht, daß Wasser austritt, sondern daß das Wasser in der Anlage über die pp-Rohre Sauerstoff aufnehmen kann. Das könnte zu Korrosion und Schlammbildung innerhalb des Heizsystems führen. Am besten wäre es wohl, wenn Du Dich beim Hersteller Deiner Rohre nach der Eignung für Heizungsanlagen, bzw. der Diffusionsdichtheit dieser Rohre erkundigst.
Gruß Walter
Hallo
Ein Kunde hat seine FBH Mitte der 80er einbauen lassen. Nicht diffusionsdichte Rohre, vor etwa fünf Jahren Sanierung wegen Verschlammung. Also Spülen, danach Einbau von Systemtrennern, d.h. die Kreisläufe Heizung und FBH trennen. Wärmetauscher, Pumpe, Ausdehnungsgefäß. Gibts als fertige Einheit, paßte in den Fußbodenheizungsverteiler in der Wand rein, war aber bestimmt nicht billig.
Gefahr der schnellen Korrosion besteht bestimmt auch für den Heizkessel, wenn dauernd Sauerstoff ins System gelangt.
Bin aber auch nur Elektriker, genaueres kann ich nicht sagen.
Hans
Hallo,
ob und wie das jetzt verwendete Mat. geeignet ist, kann man aus
dessen techn. Spezifikation entnehmen.
Ich würde mich aber hüten, ungeeignetes Material zu verbauen.
Die Kosten und der Ärger, der dann evtl. erst nach 10…15 Jahren kommt,
wird ein Vielfaches dessen sein, was du jetzt bei einem Austausch hast.
Fusch auch dem Bau kostet richtig viel Geld.
Gruß Uwi
Schlammabscheider
Hallo!
Wieviel Wasser verliert ein solches System z.B. in einem Monat ?
Gar keines.
Nicht diffusionsdicht bedeutet nur, das Sauerstoff durch die Rohre ins Heizungswasser eindringen kann, für erhöhte Korrosion in dem Eisenteilen (Brennerkessel) sorgt und dir die dabei entstehenden Schmutz-/Rostpartikel langfristig die Rohre (speziell bei Fußbodenheizungen) verschlammen könnten.
Na, und?
Simple Abhilfe:
Einbau eines Schlammabscheiders:
http://www.spirotech.de/de/produkte/schlammabscheider/,
Der sitzt im Rücklauf und holt den Dreck laufend aus dem Heizungswasser heraus.
Und der ist auch bei diffusionsdichten Rohren ein gute Idee. Ich hab meinen für müde 30 Euronen auf ebay erbeutet - und hab mich richtig erschrocken, was der in den ersten Wochen aus meiner Heizung herausgefiltert hat, obwohl die nahezu neu und auch durchgehend diffusionsdicht ist.
lg, mabuse