Heizungssystem verliert Wasser, aber wo?

Hallo,

wir haben eine Ölzentralheizung mit Aluheizkörper, keine Fussbodenheizung. Seit Anfang der letzten Heizperiode muss ich fast jede Woche Wasser nachfüllen, der Druck am Manometer sinkt von 2bar ziemlich schnell ( ca. 3-5 Tage) auf ca. 0,2bar ab. Es gluckert auch reichlich in den Heizkörpern.
Die Ölheizung ist von Ferroli, 15KW, und 12 Jahre alt. Wir hatten immer schon etwas Wasserverlust (liegt wahrscheinlich an den Kunststoff-Alu-Verbundrohren, vermute ich) und 1-2 Mal in der Heizperiode ( Okt.-März) musste ich nachfüllen, aber jetzt ist es extrem.
Habe keine Lecks gefunden. Jedoch habe ich eine Vermutung, die mir vielleicht jemand von den Experten bestätigen -oder nicht- kann.
Habe den Brenner der Ólheizung ausgebaut und im Brennraum war extrem viel Rost, oder Material von den Innenwänden abgeblättert, oder hat sich zersetzt. Ich denke der Innenraum der Brennkammer ist aus Stahlguss, o. ä., kann es sein das die Wände nach 12 Jahre langsam durchkorrodiert sind und Wasser in den Brennraum „diffundiert“, das dann wenn der Brenner anspringt einfach verdampft?
Kann mir sonst nicht erklären wo das Wasser abbleibt.

Wenn es so sein sollte, was tun bei einer Heizanlage mit diesem Alter? Reparieren oder was Neues anschaffen, aber was?

Danke für die Tipps im Voraus.

Gruss aus Galicien (Spanien)

Holger

Hallo

kann es sein das die
Wände nach 12 Jahre langsam durchkorrodiert sind und Wasser in
den Brennraum „diffundiert“, das dann wenn der Brenner
anspringt einfach verdampft?
Kann mir sonst nicht erklären wo das Wasser abbleibt.

Ja das kann durchaus möglich sein und ist relativ gut zu überprüfen je nachdem wie groß die undichte Stelle ist.
Kessel ausschalten, Absperrungen hinter Kessel zusperren und Wasser auf ca. 2 Barnachfüllen. Nun kann man beobachten ob der Druck fällt.
Dann ist sicher das der Kessel hinüber ist. Reparieren ist da meist nicht mehr viel.
Würde mir dann auf Grund des Alters Gedanken über eine Neuanschaffung machen.
Ansonsten könnte auch das Ausdehnungsgefäß (großer meist roter Ballon) defekt sein und dadurch sammelt sich Wasser in dem Gefäß auf der Seite wo normaler weise ein Druckpolster ist.
Aber irgendwann muss das Gefäß auch voll sein und dann hat es keine Funktion mehr. Äußert sich dadurch das dann der Druck ansteigt in der Aufwärmphase und u.U. soagr das Sicherheitsventil öffent.

Das Sicherheitsventil sollte auch mal überprüft werden vor allem wenn es in einen Ablauf/Trichtersifon mündet, denn dann sieht man häufig nicht das es leckt. Sind gerne mal undicht.

Ansonsten bleibt nur noch eine Undichtigkeit im System die sich aber irgendwann mal durch feuchte Stellen äußern müßte.

Sind alles Annahmen und Vermutungen, vor Ort könnte man mehr sagen und überprüfen.

Gruß
Nelsont

Ansonsten könnte auch das Ausdehnungsgefäß (großer meist roter
Ballon) defekt sein und dadurch sammelt sich Wasser in dem
Gefäß auf der Seite wo normaler weise ein Druckpolster ist.
Aber irgendwann muss das Gefäß auch voll sein und dann hat es
keine Funktion mehr. Äußert sich dadurch das dann der Druck
ansteigt in der Aufwärmphase und u.U. soagr das
Sicherheitsventil öffent.

Hallo,
genau bei diesem Fehler ist dann der Druck recht schnell entwichen, meist unbemerkt ohne Pfuetze durch das Sicherheitsventil.
Gruss Helmut

Danke für die Tipps,

ich werde es genau so machen, wie beschrieben, Druck auf 2bar, Heizung ausschalten und Brenner kurz ausbauen um besser in die Kammer zugucken, vielleicht sieht man ja nach ein paar Stunden Feuchtigkeit die durchkommt. Der Druckbehälter mit Membrane ist glaube ich nicht kaputt, das Sicherheitsventil hat noch nie ausgelöst.
Werde berichten was dabei rauskommt, habe erst wieder am nächsten Wochenende Zeit.

Gruss & Danke

Holger