Liebe/-r Experte/-in,
ich mache mir Sorgen, dass in der störungsanfälligen Heizungsanlage meines Wochenendhauses schwerwiegende Frostschäden auftreten können. Folgende Störungen treten immer wieder auf: 1. Das Wasser in der Anlage ist extrem hart. Daher werden immer wieder die Thermostatventile blockiert. 2. Gelegentlich wird die Heizungspumpe durch eine Luftblase blockiert. Inzwischen habe ich gelernt, diese Probleme selbst zu beheben. Allerdings halte ich mich im Winter nur selten in meinem Wochenendhaus auf. Es ist daher möglich, dass bei strengem Frost mehrere Tage lang Thermostatventile oder die Heizungspumpe blockiert sind. Ich frage mich, ob das zum Platzen von Heizungsrohren führen kann. Möglicherweise ist diese Sorge unberechtigt. Für die Zeit meiner Abwesenheit stelle ich die Heizung auf Nachtbetrieb ein und die Thermostatventile auf Stufe 1. Ich stelle mir vor, dass auch beim Ausfall der Heizungspumpe immer noch warmes Wasser zu den Heizkörpern gelangt, nämlich durch Wärmeströmung. Und wenn die Thermostatventile auf Stufe 1 gestellt sind, müsste auch dann, wenn die Ventile blockiert sind, noch warmes Wasser in die Heizkörper strömen. Gerne möchte ich erfahren, ob Ihr als Experten das auch so seht. Andernfalls bin ich für Ratschläge dankbar, wie ich meine Heizungsanlage vor Frostschäden schützen kann. Für Eure Mühe vielen Dank im Voraus. Gruß Baxbert
Hallo Baxbert,
eine funktionierende Heizungsanlage lässt keine Gefahr entstehen, einzufrieren. In Deinem
Fall würde i h aber lieber Malwinen Fachkundigen die Anlage warten, inspizieren und
regelmäßig hängende Ventile, ein ggf in die Jahre gekommenes
Membranausdehnungsgefäß und Umwälzpumpe (bei dieser Gelegenheit zur
Hocheffizienzpumpe) erneuern lassen. Wie Du die Situation beschreibst, sollte vorgebeugt
und nicht erst der Anlagenausfall abgewartet werden (analog Zahnriemenerneuerung im
Auto, wo der Riemenausfall einen kapitalen Motorschaden nach sich ziehen würde und
deshalb vor Versagen ausgetauscht wird).
Sich hier zu Spekulationen hinreißen zu lassen über die möglichchen Szenarien und Risiken
vor dem Hintergrund der diversen Fehlerquellenmöglichkeiten, Randbedingungen und
Angaben, die zT auch nur von Dir vermutet interpretiert werden (Th-Ventile hängen zB nicht
wg harten Wasssers der Region) halte ich für grob fahrlässig.
Gruß, Florian
Gruß, Florian
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/Default.aspx?t…
unter diesem Link wird das Thema in einem Fachforum beantwortet und meine Antwort ist dabei.
hallo baxbert,
grundsätzlich ist deine vorgangsweise ok, wenn auch nicht komplett sicher.
problem 1 thermostatventile: es ist leider systembedingt, dass die thermostatventile, oder genauer gesagt, die teile, welche von der dehnung des der ausdehnungsflüssigkeit bewegt werden durch dichtungsschäden im ventil nach längerem stillstand hängenbleiben. mein weg aus dem dilemma lautet, alle 5 jahre die thermostatventileinsätze zu tauschen sowie nach beendigung der heizperiode die thermostatventile voll aufzudrehen anstatt abzudrehen. wenn der zapfen dann hängenbleibt, tut er dies zumindest in der offen-stellung!
problem 2 luftpumpe: erstens gibt es jede menge selbstentlüftender pumpen am markt, allerdings stellt sich immer noch die frage, woher die luft kommt. als einfache maßnahme empfehle ich, den anlagendruck durch füllen über das brauchwasser auf mindestens 2,0 bis 2,5 bar zu halten bei einer maximal dreigeschoßigen anlage. Für den exakten einstelldruck müßte man das ausdehnungsvolumen der anlage genau rechnen, welches abhängt von verteilsystem, geodätische höhe, annlagenvolumen und temperaturniveau bzw. füllmedium. sinn ist es jedenfalls, die anlage mit sicherem überdruck in jedem betriebszustand zu betreiben.ansonsten drohen pumpenkavitation (dampfblasenbildung im unterdruckbereich der anlage=vor der pumpe) und andere unannehmlichkeiten, die keiner haben will.
nachdem dir oder deinen nachbarn die anlage im falle eines anlagenfehlers um die ohren fliegen kann, muss sich das ein konzessionierter heizungsinstallateur ansehen und die erforderlichen schritte setzen!
Gruß
Bernd Reisinger
Sehr geehrter Herr Baxbert,
kurz vorab eine Info, melde mich heute abend ausführlich, da jetzt zu viele Termine, habe Ihre Nachricht auch gerade erst bekommen.
MFG
Arnold Krawczyk
Hallo Baxbert!
Folgende Ratschläge kann ich Dir geben.
Das was Du als blockieren der Heizkörper - Thermostatventile bezeichnest soll wohl ausdrücken dass der Heizkörper nicht warm wird. Die Ursache hierfür ist Luft im Heizungskreis. Die Luftblase
in der Heizungspumpe bestätigt diese Diagnose.
In einem geschlossenen Heizkreis darf sich keine Luft befinden. Wenn sich Luft im Heizkreis befindet kann dies mehrere Ursachen haben.
- Membran - Ausdehnungsgefäß defekt (Membran
porös); - Membran - Ausdehnungsgefäß zu klein berechnet;
- Leckage im Rohrnetz;
- Defekte Armaturen (z.B. automatisches
Entlüftungsventil ect.) - Leckage am Heizkessel;
Um die tatsächliche Ursache zu finden solltest Du wohl eine Fachfirma Deines Vertrauens hinzuziehen.
Einfriergefahr!
Eine Heizungssteuerung kann immer mal auf Störung gehen. Sei es anlässlich eines Stromausfall, einer Spannungsschwankung im Stromnetz oder einer Brennerstörung. Da die Anlage laut Deiner Beschreibung längere Zeit unbeaufsichtigt ist empfehle ich als Einfrierschutz den Heizkreis durch die Fachfirma mit Frostschutzsole zu füllen.
Gruß Ludwig!
Sehr geehrter Herr Baxbert,
Heute möchte ich mich mal ausführlich über Ihr Problem äussern. Es gibt in der Praxis ein Gerät durch das das Wasser was in die Heizung aufgefüllt wird entkalkt wird, jeder Heizungsbaubetrieb hat so ein Gerät und ist auch dazu verpflichtet das zu benutzen, weil ich sonst keine Garantie bekomme. Dann hat sich das auch mit festsitzenden Ventilen erledigt.
In die Pumpe würde ich mal mit einer Spritze vorne durch die Entlüftungsschraube ein kleines bisschen Spülmittel reinspritzen, dann setzt sich die Pumpe nicht mehr so schnell fest.
Die Stufe 1 bei den Thermostat Ventilen bedeutet das das Ventil erst bei ca. 8 °C aufmacht. Der gegendruck ist aber immer noch so groß das kaum Wasser durch die Rohre strömt, und wenn ich dann nachts minus 10°C und mehr bekomme friert die Anlage in kürzester Zeit. Aber erst beim auftauen kann es zu Rohrplatzern kommen.
Ich würde im Winter die ventile ganz aufdrehen und die komplette heizung auf die niedrigste Temperatur stellen so das kontinuierlich ca. 15-20°C warmes Wasser durch die Anlage strömt, die Heizkosten sind billiger als so mancher Wasserschaden.
Wenn noch fragen sind bitte melden.
MFG
Arnold Krawczyk