Heizungsventil, funktionsweise?

Hallo,

bei mir in der Küche hatte ich das Problem, dass das Heizungsventil ziemlich umständlich zu erreichen war. Also bin ich in den nächsten Heizungs Shop gegangen und habe gefragt, was man da machen könnte.
Dann kam der nette Herr, baute das alte Ventil ab. (eigentlich nicht richtig, sondern nur den Regler, wo ich halt normal auf und abgedreht habe) hat darauf ein anderes Teil (länglich) gesteckt, an dem nun ein ganz kleiner Draht weggeht, ein paar Meter entfernt und da dann eben den Schalter, mit dem ich neuerdings meine Heizung auf und zu drehe.
Funktioniert auch alles super, mein Problem ist, dass ich Dinge, die ich nicht verstehe nicht mag. :smile:

Ich bin da lange davor gesessen um herauszufinden, wie das Ding funktioniert.
Da der Draht fest ist scheidet mechanisch irgendwie aus. (Oder vielleicht ein Draht im Draht? Ist aber sehr dünn, wodurch ich mir das auch nicht vorstellen könnte).
Elektrisch? Nein, Strom ist keiner da.
Pneumatisch oder hydraulisch? Eigentlich meine einzige mögliche erklärung, nur müsste ich dann nicht irgendwie flüssigkeit nachfüllen könnnen? Ausserdem macht der Draht auch eine enge Kurve.

Bitte, wenn es jemand weiß, klärt mich auch bevor es mich noch verrückt macht das Ding. Ich weiß, normal sollte ich mir sagen, gut, funktioniert, also was solls, aber ich bin ein Mensch der dann einfach nicht aufhören kann über soetwas nachzudenken.

Viele Grüße

Tom

Hallo !

Der Draht ist ein so genanntes Kapillarrohr.
Er ist hohl und mit einer Flüssigkeit gefüllt, die sich bei Erwärmung ausdehnt und bei Abkühlung zusammenzieht.
Vorne sitzt ein dickeres Stück, ebenfalls gefüllt und direkt mit dem Rohr verbunden.
Dort, wo das dicke Stück liegt, wird die Temperatur geregelt.

mfgConrad

Hallo Tom
So ganz kann ich das nicht richtig nachvolziehen .
ich vermute das es sich bei dem was du als Rohr an siehst kein rohr soneren ein Kabel ist und das es eine einfache Fernbedinung mittels Stellmotor ist .
Denn wie in anderen Zuschriften beschrieben sind es Kapilarrohrthermostaten die nicht besser zu bedinen sind sondern nur an einer günstiegeren Stelle messen um Bautechnische Differenzen ( Stauwärme ) ausgleichen .

Eine bessere Bedienbarkeit lässt sich eigentlich nur durch ein Elektrischen Stellkopf meistens Batteriebetriben und einem Thermostaten als Sollregler bewerkstelligen .
Es mag sein das ich mich ihrre aber für mich klingt nur das logisch .

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Tom,

das Teil, das da bei dir installiert ist, nennt sich Ferneinsteller. Gute Thermostatköpfe beinhalten einen flüssigkeitsgefüllen Dehnstoffkörper. Erwärmt sich die Umgebungsluft, dehnt sich diese Flüssigkeit aus, drückt dabei auf den beweglichen Stift des Ventilkörpers (also dem Teil, durch den das Heizungswasser strömt) und schließt diesen. Bei einem Ferneinsteller sitzt dieser Dehnstoffkörper nicht mehr direkt auf dem Ventilkörper sondern in dem Teil, das an die Wand geschraubt wurde. Über das Kapillarrohr wird die Volumenausdehnung auf das Teil übertragen, das am Ventilkörper aufgeschraubt wurde. Dieses Rohr läßt sich auch in engen Radien biegen, wenn es allerdings einmal knickt, ist der Fernversteller nur noch Deko.
Das Ganze läuft also hydraulisch und Flüssigkeit mußt du keine nachfüllen, weil es sich um ein geschlossenes System handelt.

Mehr Infos findest du hier http://www.heimeier.com/de/index.asp?art=explorer&ar…

Im technischen Prospekt auf Seite 3 kannst du dir das komplette Ventil mal als Schnitt ansehen.

Ich denke, damit sind die Unklarheiten beseitigt.
Franz

Hi,

danke für die Antworten, ich glaube meine Unklarheiten sind beseitigt und ich kann mich wieder um wichtigere Dinge im Leben kümmern.

Gruß
Tom