Heizungswahl bei Neubau

Hallo zusammen,

vielleicht weiß jemand Rat zu folgender Frage, die sich bei einem anstehenden Neubau stellt:

Im Neubaugebiet ist keine Möglichkeit der Versorgung mit Gas über öffentl. Netz (ob die Gemeinde das bei Baugebietsplanung vergessen hat? Spielt letztlich keine Rolle)

Nun gibt es folgende Überlegungen zur späteren Heizenergie:

  1. Flüssiggastank mieten und mit Gas heizen (Tank wird in Erde verbuddelt) + Solarunterstützung
  2. Luft/Wasserwärmepumpe + Solarunterstützung
  3. Erdwärme

Egal welche Variante, es soll sowieso eine Fußbodenheizung verlegt werden.

zu 3: Mehrpreis bei Anschaffung gegenüber LWP = ca. 10.000 Euro Außerdem liegt das Grundstück eher am Hang, es steht nicht fest ob Erdwärme überhaupt nutzbar wäre

Falls 2) Wäre hier evtl. ein Luftbrunnen eine mögliche Ergänzung?

Wer kennt sich aus und kann eine Empfehlung aussprechen?

Grüße
Oliver

4)Pellets / Holzhackschnitzel / Stückholz
5)Öl (BHKW mit Raps oä)
6)Heizöl

1 + 6 wären die letzten meiner Wahl. Ich würde mich möglicherweise für einen Feststoffkamin mit Wasserkassette und Solarunterstützung entscheiden. Feststoffkessel und -kamine gibt es mittlerweile auch für Mehrfachnutzung.

vnA

Hallo,

Erdwärme hat m.E. den deutlich besseren Wirkungsgrad als eine Luft/Wasser-Wärmepumpe, wäre meine bevorzugte Variante. Allerdings nicht überall möglich, müsstest Du also als erstes prüfen lassen.

Eine interessante Alternative könnte ein Blockheizkraftwerk, betrieben mit Gas (in Deinem Fall Flüssiggas) oder Heizöl sein.

Erst an dritter Stelle käme für mich die Luft/Wasserwärmepumpe (auf jeden Fall mit Solarunterstützung) in Frage.

Unter rein wirtschaftlichen Geischtspunkten sind konventionelle Niedertemperatur-Gas- bzw. Ölheizungen (ggf. mit Solarunterstützung) immer noch eine interessante Alternative.

Sogenannte nachwachsenden Rohstoffe wie Holz (egal ob Pellets, Schnitzel oder Stücke) oder Pflanzenöle sind nach neuesten Untersuchungen weit weniger umweltverträglich als lange angenommen.
Bin diesen Alternativen gegenüber daher eher skeptisch. Interessant wäre hier aus meiner Sicht allenfalls die Möglichkeit vorzusehen in der Übergangszeit z.B. mit einem Kamiofen zu zuheizen.

Das Wichtigste ist aber aus meiner Sicht, gerade beim Neubau sind die Möglichkeiten da hervorragend, den Heizenergiebedarf durch vernünftige Bauweise und Dämmung zu minimieren.

Gruß
Werner

Die Entscheidung solltest Du dir vor Ort vorrechnen lassen.

Investitionskosten + monatliche Kosten der nächsten 10 Jahre (inkl. der ewarteten Steigerungen) + Wartung

Das hängt stark vom Gebäudetyp ab (KfW 100 oder besser?), von der Lage (Solar macht oft nur bei entsprechender Südlage eines Daches richtig Sinn) und vom individuellen Wärmebedürfnis (Will man sporadisch genutzte Räume ‚mal eben‘ warm haben oder reichen einem 20°C im ganzen Haus aus oder oder oder…).

Wir haben bspw. hier Solarthermie + Gas erwogen, sind aber schnell bei reinem Gasbetrieb gelandet, weil die Solarthermie wegen Ost/West-Dachausrichtung über 30 Jahre gebrucht hätte, um sich zu rentieren.

Holz als Brennstoff wäre mir zu unsicher in der Preisentwicklung und in vielen Darreichungsformen auch zu aufwändig. Die Steigerungen bei Öl/GAs sind zwar vorhanden aber planbar. Nach 10 Jahren muss eh ne neue Heizung her.

Von Luft-Wärme-Kopplung wurde uns sowohl von Heizungs- als auch Hausbauern abgeraten, weil die Zieltemperatur oft zu niedrig liegt (

Hallo,

Nach 10 Jahren muss eh ne neue Heizung her.

wieso das denn?

Gruß, Niels

Das hängt stark vom Gebäudetyp ab (KfW 100 oder besser?), von
der Lage (Solar macht oft nur bei entsprechender Südlage eines
Daches richtig Sinn) und vom individuellen Wärmebedürfnis

ah sorry, vergaß ich wohl zu schreiben: KfW 85-Haus, Dachneigung 45°, das Dach zeigt gen Süden (Die Dachfläche auf der das Solar installiert wird)

Wir haben bspw. hier Solarthermie + Gas erwogen, sind aber

Gas wäre mir unter normalen Umständen auch das liebste gewesen, aber hier wäre dann nur die Möglichkeit mit Flüssiggas zu arbeiten

Von Luft-Wärme-Kopplung wurde uns sowohl von Heizungs- als
auch Hausbauern abgeraten, weil die Zieltemperatur oft zu
niedrig liegt (

guten Morgen,

wenn eine günstige Fläche für Solar vorhanden ist, dann könnte sich eine Solarspeicher-Wärmepumpenkopplung rechnen. Also nicht Wärme aus Luft oder Erde, sondern aus der solar gewonnenen Energie. Die kommen praktisch ohne jegliche Zuheizung aus, spart also die zweite Heizung als Investition.

lg
Richard