Hallo Marie!
kann man Henna Naturfarbe, direkt auf Haare
geben, die bisher mit einer herkömmlichen
(also Chemie…) Färbung behandelt wurden.
Nicht die Chemie alleine wird das Problem sein, sondern auch dies:
Es sind immer mal wieder
ein paar graue Haare dabei
Henna schafft in dem Sinne keine Grauhaarabdeckung. Wenn du Haare mit Henna färbst, die ein paar einzelne graue Strähnen enthalten, werden diese Strähnen deutlich heller sein als der Rest deiner Haare. Das KANN natürlich pfiffig aussehen, es kann aber auch sein, dass du dich hinterher ziemlich ärgerst.
Wenn du´s trotzdem probieren möchtest, zum Folgenden
WIE sollte man dieses Henna-Pulver am besten
verwenden - gibt es da Erfahrung, Tipps usw.
noch ein paar Tipps:
Rühre das Pulver mit möglichst heißem Wasser an, es lässt sich dann erstens besser verrühren, zweitens wirkt sich die Wärmeentwicklung auf deinem Kopf positiv auf das Färbeergenis aus.
Manche rühren ihr Henna auch mit Schwarztee an (für zusätzliche Rotreflexe) oder mit einem Eigelb für die Pflege. Muss man aber nicht, Henna an sich ist schon pflegend.
Lass die Färbemasse nicht allzu dick, dann lässt es sich sehr schlecht verteilen. Aber auch nicht zu flüssig, dann tropft es dir ständig vom Kopf. Es sollte so in etwa die Konsistenz von verrührtem Quark haben, mit möglichst wenig Klümpchen (die lassen sich leider nicht ganz vermeiden).
Es wird immer empfohlen, die Hennamasse auf das trockene Haar zu geben, es kann aber leichter sein, die Haare zu waschen (gut ausspülen!) und das Henna im gut handtuchtrockenen Haar zu verteilen. Das Verteilen selbst ist nicht ganz unknifflig und braucht auch ganz dringend Handschuhe!
Am besten, du fängst strähnenweise am Ansatz an und arbeitest so lange weiter, bis du das Gefühl hast, von deiner gesamten Kopfhaut ausgehend sind alle Haare auf einer Länge von 5 cm mit Henna bedeckt.
Ich mache es dann weiterhin immer so, dass ich mich über die Wanne beuge und den Rest des Hennas mit vollen Händen im herabhängenden Haar verteile. Das macht aber nur Sinn bei langen Haaren. Solltest du kurze Haare haben, kannst du so weiterverteilen, wie du es bereits beim Ansatz gemacht hast.
Für eine bessere Wärmeentwicklung während der Einwirkzeit (und auch, um evtl. Sauerei aufzufangen) solltest du deinen Kopf mit Zeitungspapier oder - noch besser - mit Alufolie umwickeln. Das sieht dämlich aus
, ist aber optimal. Einwirkzeit wird bestimmt durch die gewünschte Intensität: je länger du es einwirken lässt, desto intensiver die Farbe. Minimum wären ca. 20 Minuten, ich lasse es meist 40 Minuten im Haar.
Solltest du im Gesicht oder auf den Händen/Armen/im Genick mit Henna kleckern, wasch es schnellstmöglich mit warmem Wasser ab. Das Zeug färbt auch die Haut ziemlich intensiv.
Beim Auswaschen solltest du mehrere Shampoo-Gänge einlegen, bis das Spülwasser fast klar ist. Und halte ein altes Handtuch bereit! Es wird noch einige Zeit abfärben. Ebenso wird dein Haar am ersten Tag gewöhnungsbedürftig nach etwas riechen, was in Richtung Heu geht, das verfliegt aber bei der zweiten bis dritten Haarwäsche.
Viel Vergnügen und Gruß
Dine
(die seit gut 12 Jahren auf Henna schwört)